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Mega-Deal in Planung: Paypal will Pinterest für 45 Milliarden Dollar kaufen

Nach Informationen des Finanznachrichtenmagazins Bloomberg hat sich Paypal mit einem Übernahmeangebot an die Social-Media-Plattform Pinterest gewendet. 45 Milliarden US-Dollar soll das Fintech geboten haben.

2 Min. Lesezeit

Paypal könnte mit Pinterest näher an den Handel rücken wollen. (Foto: Yeamake/Shutterstock)

Es ist ein Deal, der auf den ersten Blick erstaunt: Der Online-Bezahldienst Paypal soll sich für den Social-Media-Dienst Pinterest interessieren. Ein Übernahmeangebot mit einem Volumen von bis zu 45 Milliarden Dollar steht laut Bloomberg im Raum. Mit den Vorgängen vertraute Quellen sollen bestätigt haben, dass über einen Übernahmepreis von 70 Dollar pro Aktie verhandelt werde – was eine Steigerung von 26 Prozent auf den Schlusskurs von Dienstag bedeuten würde, der bei rund 55 Dollar gelegen hatte. Damit würde Pinterest als ganzes Unternehmen mitsamt der im Umlauf befindlichen B-Aktien tatsächlich mit 45 Milliarden Dollar bewertet. Nach dem Börsengang im Jahr 2019 hatte der Unternehmenswert noch bei knappen zehn Milliarden Dollar gelegen.

Pinterest und Paypal: An der Schnittstelle zwischen Handel und Konsument

Das Interesse Paypals an Pinterest dürfte sich wohl daraus speisen, dass sich der Social-Media-Dienst über die Jahre als eine zuverlässige Quelle von Konsumenten-Tipps etabliert hat, die einigen E-Commerce-Websites mittlerweile als wichtiger Lead-Generator unabdingbar geworden ist. Dabei waren Pinterests verschiedenen Anläufen, selbst Zahlungen und Einkäufe direkter auf seiner Website zu integrieren, nur mäßige Erfolge beschieden.

Paypal etabliert sich genau an der Schnittstelle zwischen dem Konsumenten und dem Handel, also da, wo auch Pinterest sitzt. Denkbar scheint, dass Paypal, das bis 2015 mit Ebay integriert war, eine ähnliche Integration erneut zu installieren sucht. Eine Übernahme könnte daher Sinn ergeben.

Für Pinterest kommt der Deal zur rechten Zeit. Eben erst hat Mitgründer Evan Sharp die Plattform verlassen. Mitarbeitende werfen dem Unternehmen Rassismus und Diskriminierung vor und hatten schon im Sommer vergangenen Jahres Streiks und Petitionen initiiert. Ein sicherer Hafen unter dem Dach des mehr als 300 Milliarden Dollar schweren Bezahldienstleisters Paypal könnte dem Dienst zumindest die Ausdauer verschaffen, sich aus seiner schwierigen Situation zu befreien. Zudem würde Paypal den Commerce-Aspekt, der aus eigener Kraft nicht integriert werden konnte, frei Haus liefern.

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Pinterest-Anleger erfreut, Paypal-Anleger weniger

Den Anlegern des erfolgsverwöhnten Paypal gefiel die Nachricht um die potenzielle Übernahme nicht. In einer offensichtlichen Reaktion auf das mögliche Geschäft fiel die Paypal-Aktie um fast sechs Prozent. Das dürfte das Fintech nicht sonderlich belasten. Immerhin hat Paypal im Zuge des pandemiebedingten Onlineshopping-Booms seinen Aktienkurs innerhalb eines Jahres verdoppeln können.

Die Pinterest-Aktie bewegte sich in entgegengesetzter Richtung. Ihr Kurs legte nach dem Bekanntwerden der Gerüchte um dreizehn Prozent auf rund 63 Dollar zu.

Kommt es zu der Übernahme, dürfte dem Jahr 2021 der Titel des M&A-Rekordjahrs (Mergers and Akquisitions, Fusionen und Übernahmen) nicht mehr zu nehmen sein. Dabei haben einige der größten Fusionen in diesem Jahr ganze Branchen umgestaltet – darunter der Zusammenschluss von AT&T und Discovery zu einem 130 Milliarden Dollar schweren Unterhaltungsriesen. Weder Paypal noch Pinterest haben sich bislang zu den Gerüchten geäußert.

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