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Maislabyrinth und Riesen-Kürbisse: Microsoft kauft Farmland für 76 Millionen Dollar

Microsoft hat sich im US-Bundesstaat Wisconsin Farmland im Wert von 76 Millionen US-Dollar gekauft. Doch Maislabyrinth und extragroße Kürbisse dürften den Windows-Konzern nicht interessieren. Was stattdessen dahintersteckt.

2 Min.
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Microsoft kauft Riesen-Kürbisfarm. (Foto: Shutterstock/Krzysztof Slusarczyk)

Seit einigen Tagen sind Website und Facebook-Präsenz der Kürbisfarm „Land of the Giants“ nicht mehr erreichbar. Das Ganze ist eine bekannte Freizeitattraktion rund um extragroße Kürbisse, die wie ein großes Maislabyrinth zu einem Stück Land in Wisconsin gehört.

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Microsoft kauft Land: Farmer ziehen großes Los

Dass die Farm jetzt offline ist, hat einen Grund: Die Creuziger-Familie, der im Besitz des Anwesens sind, hat offenbar das große Los gezogen. Wie das Milwaukee Business Journal berichtet, hat Microsoft den Kauf der Farm jüngst abgeschlossen und 76 Millionen Dollar gezahlt.

Das liegt ein Vielfaches über dem Wert, der noch Anfang 2023 auf 174.200 Dollar taxiert wurde, wie The Verge schreibt. Demnach sei der Wert später auf 598.400 Dollar angehoben worden, nachdem einige Verbesserungen vorgenommen worden seien, wie der zuständige Gutachter Dan McHugh erklärte.

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Softwarekonzern zahlt Vielfaches des Werts

Auch das ist allerdings nur ein Bruchteil dessen, was Microsoft jetzt tatsächlich bezahlt hat. Aber: Im Jahr 2017 war den Creuzigers für ihren Besitz schon einmal rund 25 Millionen Dollar angeboten worden – von der lokalen Regierung. Warum ist die Farm manchen so viel wert?

Konkret geht es um 1,65 Quadratkilometer (165 Hektar) Land – das entspricht ungefähr der Größe von 230 Fußballfeldern. Darin enthalten das „Land of the Giants“ und das 3,6 Hektar große Maislabyrinth.

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Foxconn fährt Milliardeninvestition herab

Das Besondere ist allerdings die Lage des Farmlands. Denn das befindet sich in der Umgebung von Mount Pleasant. Im Oktober 2017 hatte der taiwanische Techkonzern Foxconn angekündigt, dort eine riesige Fabrik für die Herstellung von Flachbildschirmen bauen zu wollen. Foxconn wollte dafür zehn Milliarden Dollar in die Hand nehmen.

Mount Pleasant hatte zuvor mit Steuererleichterungen in der Höhe von 860 Millionen Dollar um die Foxconn-Ansiedelung geworben. Im Frühjahr 2021 erklärte Foxconn, dass statt der zehn Milliarden Dollar maximal 672 Millionen Dollar fließen würden. Statt 13.000 würden nur 1.500 Stellen entstehen.

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Microsoft springt in die Bresche

Zwei Jahre später sprang dann Microsoft in die Bresche – sicherlich auch angelockt von den Steuersubventionen. Der Softwarekonzern will in Mount Pleasant ein riesiges Datenzentrum bauen. Zunächst hieß es, Microsoft wolle eine Milliarde Dollar in das Projekt investieren.

Im November 2023 kündigte der Windows-Konzern dann an, dass die Pläne um ein Vielfaches erweitert werden sollen, wie es auf der Website des Wisconsin Public Radio heißt. In den kommenden zehn Jahren sollen mehrere Milliarden statt einer Milliarde Dollar investiert werden. Statt 140 Hektar Fläche will Microsoft fast 550 Hektar bebauen.

Geldregen bei Farmen von Mount Pleasant

Diese Planänderung dürfte also letztlich für den Geldregen bei den Creuzigers verantwortlich sein. Ein rund 260 Hektar großes Nachbargrundstück hatte Microsoft erst kürzlich zum Preis von fast 100 Millionen Dollar erworben.

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Für Mount Pleasant, das seit 2017 um die Foxconn-Milliarden zittern musste, ist der große Einstieg von Microsoft sicher eine gute Nachricht. Und auch die Creuzigers werden wohl ein zufriedenes Weihnachtsfest verbringen.

Vermögenssteuer für IT-Superreiche: Das zahlen die Tech-Magnaten! Quelle: dpa

Die von dem Familienanwalt David Barnes überbrachte Nachricht lautet: „Die Familie wünscht dem Dorf und Microsoft alles Gute“. Und man möge doch bitte ihren Wunsch nach Privatsphäre akzeptieren.

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