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So reagierte man bei Microsoft auf die PS5

Interne E-Mail-Verläufe, die im Zuge des Verfahrens zwischen einer Bundesbehörde und dem Software-Riesen Microsoft veröffentlicht wurden, zeigen die Reaktionen hochrangiger Xbox-Mitarbeiter:innen auf Daten und Preiserhöhung der Playstation 5 von Sony.

Von Jannik Schneider
3 Min.
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Interne Mails von Microsoft-Verantwortlichen zeigen auf, wie die Bosse über die PS5 dachten. (Foto: Miguel Lagoa/Shutterstock)

Ein Richter in Kalifornien hatte den Antrag der Bundesbehörde Federal Trade Commission (FTC) auf eine einstweilige Verfügung gegen den Kauf von Activision Blizzard für 68,7 Milliarden US-Dollar durch Microsoft im Juli zunächst abgelehnt.

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Der Spiegel berichtete jüngst über die Komplexität des weiteren Verfahrens und bestätigte mit Verweis auf den Pressesprecher der Behörde: „Die FTC prozessiert weiterhin, um die Übernahme zu stoppen.“ Man habe im vergangenen Monat, also im August, Einspruch gegen die Entscheidung des Gerichts eingereicht, heißt es in dem Artikel.

Aus diesem also bislang komplizierten Verfahren wurden quasi nebenbei interne Mails öffentlich, die unter anderem die Reaktionen von Microsoft-Mitarbeiter:innen auf Daten der Playstation 5 beschreiben.

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Microsoft- und Xbox-Chefs erhielten PS5-Daten früh

Sony selbst hatte die vollständigen technischen Daten der PS5 im März 2020 angekündigt. Interne Mails aus dem Verfahren der FTC gegen Microsoft zeigen nun, dass eine Führungskraft damals seinem Xbox-Chef Phil Spencer sowie Microsoft-CEO Satya Nadella schon deutlich früher eine Zusammenfassung der Sony-Konsole hatte zukommen lassen. Die News-Seite The Verge schreibt zudem, dass Microsoft zwei Jahre später auch aktiv auf die Preiserhöhung der PS5 von Sony reagiert habe.

Eine Mail zeigt, dass sich die ehemalige Leiterin der Abteilung für Plattformtechnik und Hardware bei Xbox, Liz Hamren, mit den Stärken und Schwächen der PS5-Spezifikationen von Sony im Vergleich zu Microsofts Xbox Series X befasst hat.

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Angeblicher Leistungsvorteil der Xbox ein Trugschluss

Dabei ging es auch um einen angeblichen Leistungsvorteil der Xbox. So sei die Leistung von zwölf Teraflops im Vergleich zu Sonys zehn Teraflops diskutiert worden. „Wir haben diesen Punkt auch bei Digital Foundry angesprochen, aber wir haben einen klaren Leistungsvorteil“, schrieb Hamren dazu.

Aus den Mails wird zudem deutlich, dass die Xbox-Macher den Playstation-Bossen unterstellten, „unverhältnismäßig viel Zeit auf Audio-Innovationen verwendet“ zu haben. Einiges in den Diskussionen, die darauf folgte, ist vor der Veröffentlichung aber geschwärzt worden.

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Sonys Vorteil bei NVMe-SSD

Microsoft nahm zudem an, dass Sonys erweiterbare Speicherlösung für die PS5 „aufgrund der Mindestgröße und der Geschwindigkeitsanforderungen in der Realität ähnlich wie bei uns“ sei. The Verge erklärt allerdings, Sonys Ansatz bedeute in der Realität, dass Verbraucher:innen jede normale NVMe-SSD für die PS5 verwenden können, während Microsoft gesonderte und oft teurere Xbox-Laufwerke hat, die nur auf der Xbox funktionierenden und ausschließlich von Seagate und Western Digital erhältlich sind.

Sonys Preiserhöhung war ebenfalls schnell Thema bei Microsoft. Laut The Verge schickte der Xbox-Finanzchef seinem Vorgesetzten und der Microsoft-Finanzchefin am frühen Morgen nach Sonys Ankündigung im Jahr 2022 eine E-Mail, in der er feststellte, dass das Xbox-Team „dies vorausgesehen hatte und sich jetzt, da wir die Bestätigung gesehen haben, schnell auf einen Plan“ zubewege.

Späte Preiserhöhung der Xbox

Nach einer ausgiebigen Diskussion beschloss das Team, nicht direkt mit einer Preiserhöhung nachzuziehen. Einer der Führungskräfte bezog sich in den Mails eindeutig darauf, dass die Xbox-Verkäufe hinter den Playstation-Verkäufen zurückblieben und er nicht den Schwung verlieren möchte, indem man unmittelbar auf Sonys Preiserhöhung mit Microsofts eigener Xbox-Preiserhöhung folgt.

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In der Anhörung zwischen der FTC und Microsoft hat der Konzern mehrmals betont, dass er die Konsolenkriege verloren hat und an dritter Stelle liege. Microsoft hatte schließlich fast ein Jahr mit einer Preiserhöhung für die Xbox Series X gewartet. Außer in den USA, Japan, Chile, Brasilien und Kolumbien wurde die Konsole im August dieses Jahres teurer. Die Erhöhung entspricht in etwa der, die Sony im letzten Jahr durchgesetzt hatte.

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