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Mozilla streicht weltweit Stellen ein – das Internet reagiert mit Jobangeboten

Mozilla baut weltweit 70 Stellen ab. (Foto: Mozilla)

Mozilla entlässt weltweit etwa 70 Mitarbeiter. Recruiter großer und kleiner Tech-Unternehmen bemühen sich auf Twitter unter dem Hashtag #MozillaLifeboat derweil um die von der Arbeitslosigkeit bedrohten Angestellten.

Mozilla wird weltweit rund 70 Mitarbeiter entlassen. Das geht aus einer internen Rundmail von Interimschefin Mitchell Baker hervor, die vom US-Publisher Techcrunch veröffentlicht wurde. Gegenüber t3n wollte sich Mozilla nicht dazu äußern, welche Standorte konkret betroffen sind. Dem Tweet einer Mozilla-Mitarbeiterin zufolge fallen aber auch in der Berliner Niederlassung des Browser-Entwicklers Jobs weg. Laut Baker sollen die gekündigten Mitarbeiter „großzügige Abfindungen“ erhalten.

„Ihr erinnert euch vielleicht daran, dass wir für die Jahre 2019 und 2020 Einnahmen aus neuen Abonnementprodukten sowie höhere Einnahmen aus Quellen außerhalb der Suche erwartet haben. Das ist nicht eingetreten“, heißt es in Bakers Memo an die Mitarbeiter. Der Browser-Macher versucht seit geraumer Zeit, unabhängiger von den Zahlungen von Suchanbietern zu werden und neue Einnahmequellen aufzutun. Zu diesen Maßnahmen gehört beispielsweise ein kostenpflichtiger VPN-Dienst, der mal 4,99 US-Dollar monatlich kosten soll, bislang aber noch nicht verfügbar ist.

In einem mittlerweile veröffentlichten offiziellen Statement bedauert die Mozilla-Führung die Kündigungen. „Um verantwortungsbewusst weitere Investitionen in Innovation zur Verbesserung des Internets zu tätigen, können und müssen wir jedoch innerhalb des Rahmens unserer Basisfinanzierung agieren“, heißt es in der Erklärung. Betroffen von den Kündigungen sind offenbar ausschließlich Mitarbeiter der Mozilla Corporation, die als hundertprozentige Tochter der gemeinnützigen Mozilla Foundation vor allem die Weiterentwicklung des Open-Source-Browsers Firefox vorantreibt.

#MozillaLifeboat: Große und kleine Tech-Firmen fluten Twitter mit Jobangeboten

Als Reaktion auf die Kündigungen teilen derzeit viele Recruiter, Angestellte und Führungskräfte Jobangebote ihrer jeweiligen Unternehmen auf Twitter. Darunter sind neben vielen Startups auch einzelne Teams großer Tech-Unternehmen wie Facebook, Apple oder Salesforce. Die Hinweise zu den offenen Stellen und deren Beschreibung werden unter dem Hashtag #MozillaLifeboat geteilt.

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