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Neue Funktionen im Firefox-Browser sollen für besseren Datenschutz sorgen

Das Firefox-Logo. Mozilla hat mehrere Verbesserungen für den Browser bekanntgegeben. (Foto:
David Tran Photo/Shutterstock)

Mozilla bringt mehr mehr Datenschutz in seinen Firefox-Browser. Mit dabei sind ein automatischer Tracking-Schutz, Updates für den Facebook-Container und den Geräte-übergreifenden Passwort-Manager.

Mozilla hat am Dienstag gleich vier Verbesserungen in Sachen Datenschutz bekanntgegeben. Dave Camp, seit wenigen Wochen Träger des Titels Senior Vice President of Firefox, schreibt in einem Blogpost, dass bei Firefox die Zeit reif  sei „für den nächsten Schritt in Richtung umfassenderer Online-Schutz für alle“. Zusätzlich zum erweiterten Tracking-Schutz, der am Dienstag als Standardeinstellung für alle neuen Nutzer eingeführt wurde, veröffentlichte Mozilla auch Neuerungen für die Datenschutz-Tools Facebook-Container, den Passwortmanager Lockwise und ein Dashboard für E-Mail-Leaks.

Umfangreicher Tracking-Schutz als Standard

Wer den Browser Firefox neu herunterlädt, bei dem ist jetzt ein erweiterter Tracking-Schutz voreingestellt. Die Funktion blockiert automatisch Tracking-Cookies von Drittanbietern, die von Mozillas Partner Disconnect  identifiziert werden. Laut Mozilla können damit Tracker von mehr als 1.000 verschiedenen Anbietern blockiert werden. Ein Schutzschild-Symbol und eine kleines „i“-Icon in der Adresszeile zeigen dem Nutzer an, dass Tracking blockiert wird. Mit ein paar weiteren Klicks können Nutzer nachvollziehen, welche Elemente aktuell blockiert werden. Das geht, indem man das Schild-Symbol und dann die Menüpunkte Seitenelemente blockieren und Cookies anklickt. In der Kategorie Nutzer-verfolgende Elemente von Drittanbietern werden alle blockierten Cookies und Tracker aufgeführt. Über die Schaltfläche Blockierung für diese Website deaktivieren lässt sich die Blockierung für eine bestimmte Website aufheben.

Für Nutzer, die Firefox schon länger nutzen, wird der erweiterte Trackingschutz erst in den nächsten Monaten als Standard eingeführt. Wer das Feature schon jetzt nutzen will, muss es selbst aktivieren. Dazu im Menü mit den drei horizontalen Linien einfach Seitenelemente blockieren anklicken und dort zu den Privatsphäre- und Sicherheitseinstellungen navigieren. Unter Benutzerdefiniert nun bei Cookies einen Haken setzen und im Klappmenü Nutzer-verfolgende Elemente von Drittanbietern auswählen.

Facebook-Container auch für Like-Buttons

Gemeinsam mit dem Blogpost veröffentlichte Mozilla ein Update für den Facebook-Container. Das Browser-Addon trennt die Nutzung von Facebook und anderen Websites, damit Facebook nicht mehr tracken kann, welche anderen Seiten besucht werden. Mit dem Update werden nun auch Like- und Share-Buttons auf externen Websites blockiert und die Verbindung zu Facebooks Servern verhindert. Über diese Buttons kann Facebook sogar die Seitenbesuche von Nutzern ohne Facebook-Profil tracken und in einem Schattenprofil zusammenführen. Das soll mit der neuen Container-Funktion nun sehr viel schwerer werden. Werden Facebook-Plugins blockiert, erscheint ein kleines, pinkes Logo mit Zaunsymbol und der Hinweis, dass Facebook daran gehindert wird, den Seitenbesuch zu verfolgen.

So sieht es aus, wenn ein Facebook-Button blockiert wird. (Screenshot: Mozilla)

Der neue Passwort-Manager Lockwise

Außerdem präsentiert Mozilla die Desktop-Erweiterung Lockwise, mit der Passwörter verwaltet werden können. Über das Browser-Menü oder ein kleines Schlüssel-Icon können Passwörter verwaltet werden und der jeweilige Log-in direkt aufgerufen werden. Seit vergangenem Sommer hatte Mozilla unter dem Namen „Lockbox“ Passwortmanager für Smartphones und Tablets herausgebracht. Mit der Desktop-Erweiterung wird die Produktfamilie nun vervollständigt und unter dem neuen Namen „Lockwise“ angeboten. Somit sind die Funktionen des Passwortmanagers nicht mehr auf mobile Endgeräte beschränkt, was den nahtlosen Übergang zwischen Desktop und Smartphone ermöglichen soll.

Dashboard zeigt Leaks bei E-Mail-Adressen an

Der Dienst Firefox Monitor benachrichtigt Nutzer, wenn bekannt wird, dass dessen E-Mail-Adresse von einem Daten-Leak betroffen ist. Jetzt gibt es ein zentrales Dashboard, über das man gleich mehrere E-Mail-Adressen verwalten kann. Das sogenannte Breach-Dashboard zeigt Nutzern in einer kurzen Zusammenfassung an, wie viele E-Mail-Adressen überprüft wurden, die Anzahl der entdeckten Datenlecks und ob Passwörter betroffen sind.

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