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Ratgeber

„Polarstern“ immer im Blick: Mit dieser Methode organisiert sich der Evernote-CEO

Evernote-Chef Chris O'Neill. (Foto: Evernote)

Chris O’Neill ist Chef der beliebten Notiz- und Organisations-App Evernote. Doch wie organisiert sich der Unternehmer eigentlich selbst – außer über die eigene App? Darüber hat t3n.de mit ihm gesprochen.

„Wie wir alle kämpfe ich mit den vielen Informationen, die wir täglich verarbeiten müssen“, sagt Evernote-CEO Chris O’Neill. Die Methode, nach der er sich organisiert, hat zunächst keinen Bezug zu einer Software oder irgendeiner Technik – er nennt sie „North Star“, zu Deutsch „Polarstern“.

Der Evernote-Chef nutzt eine Variante des „Getting Things Done“-Prinzip

Dabei geht es im Kern darum, sich jede Woche ein Zeitfenster zu schaffen, um die anliegenden Aufgaben mit den Zielen im Leben abzugleichen, die einem wirklich wichtig sind. „Ich nutze eine modifizierte Variante der Getting-Things-Done-Methode“, verrät uns O’Neill im Interview – ein bekanntes Prinzip zur Selbstorganisation, das der US-Berater David Allen in seinem gleichnamigen Buch beschreibt.

„Grundsätzlich sagt Allen, dass unser Gehirn sehr gut darin ist, Ideen zu haben, aber nicht, sie festzuhalten“, sagt O’Neill. Um sie festzuhalten, nutzt der Evernote-CEO natürlich seine eigene App. „Das beginnt schon damit, dass ich mein Auto am Flughafen fotografiere, damit nicht vergesse, wo ich geparkt habe.“

Eine Stunde am Freitag für den „Polarstern“

Um den Ideen jedoch eine Priorität zu geben, nutze er normalerweise etwa eine Stunde am Freitagnachmittag dafür, sie mit den eigenen Zielen abzugleichen. „Ich prüfe Ideen anhand meiner Kriterien, die ich meinen Polarstern nenne“, sagt O’Neill. Diese grundsätzlichen Kriterien überprüfe der Evernote-Chef wiederum ein Mal im Quartal. „Ich nehme mir Zeit dafür, mich zu fragen, ob Dinge, die in der Vergangenheit wichtig waren, für mich immer noch wichtig sind. Ich habe sehr klare Ziele für meine Familie, für unser Unternehmen und andere Aspekte meines Lebens.“

„Auf der Arbeit versuche ich dann immer, die komplizierteste Sache zuerst anzugehen“

Die Zeit am Freitag nutzt er dann, um seine Ideen gegen die grundsätzlichen Ziele im Leben abzuwägen und auf deren Grundlage Grundsatz-Prioritäten zu bewerten. „So treibe ich die Ziele voran, die meinen Prioritäten entsprechen und schiebe andere beiseite, delegiere oder lösche sie.“

Auch auf täglicher Basis sortiert O’Neill seine Prioritäten auf ähnliche Weise – und zwar immer vor dem Schlafengehen. „Das nenne ich meine Tomorrow-Liste“, sagt O’Neill. „Ich schreibe die Dinge auf, die ich am nächsten Tag erreichen muss. Normalerweise sind das vier.“ So könne das Gehirn während des Schlafs schon über die Lösung dieser Probleme nachdenken.

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