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Tesla: Mehr Model 3 gebaut, Preise gesenkt – und Aktionäre enttäuscht

Tesla Model 3. (Foto: Tesla)

Tesla senkt die Preise für seine Elektroautos in den USA und hat zuletzt deutlich mehr Model 3 gebaut. Den Aktionären reicht das aber nicht. Sie schicken die Aktie auf Sinkflug.

2018 dürfte für Elon Musk insgesamt eher ein Horrorjahr gewesen sein. Vor allem die Probleme bei der Herstellung des Tesla-Hoffnungsträgers Model 3 haben bei dem Multimilliardär sicher für einige schlaflose Nächte und das eine oder andere graue Haar gesorgt. Da klingen die Zahlen, die Tesla für das abgelaufene Schlussquartal 2018 liefert, eigentlich recht gut. Den Börsianern waren sie offenbar nicht gut genug. Die Tesla-Aktie verliert.

Tesla lieferte 2018 fast 146.000 Model 3 aus – nicht genug für die Börsianer

90.700 Elektroautos hat Tesla eigenen Angaben nach im Zeitraum zwischen Oktober und Dezember ausgeliefert, davon 63.150 Model 3 – ein Plus von 13 Prozent gegenüber dem dritten Quartal. Die Wall-Street-Analysten hatten hier laut CNBC 64.900 ausgelieferte Model 3 erwartet. Für das Gesamtjahr stehen unter dem Strich 245.240 ausgelieferte Tesla-Fahrzeuge, davon waren 99.394 Model S und X sowie 145.846 Model 3. Das bedeutet eine Verdopplung gegenüber dem Vorjahr.

Für schlechte Stimmung bei den Analysten sorgten aber nicht nur die geringer als erwartet ausgefallenen Model-3-Lieferzahlen, sondern auch die angekündigte Preissenkung für alle Tesla-Modelle in den USA. Elon Musk bietet seine Elektroautos auf dem US-Markt jetzt für 2.000 US-Dollar günstiger an und reagiert damit auf die seit 1. Januar halbierte Steuervergünstigung beim Kauf eines Teslas, wie das Manager-Magazin schreibt.

Tesla Model 3 in Bildern
Tesla Model 3. (Foto: t3n)

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Die Anleger schickten die Tesla-Aktie am Mittwoch jedenfalls auf Talfahrt. Nachdem die Papiere schon am letzten Handelstag vor dem Jahreswechsel nachgegeben hatten, ging es am Mittwoch an der US-Börse Nasdaq um weitere bis zu neun Prozent bergab. Für wenig Freude hatte auch ein Bericht gesorgt, laut dem Tesla zum Jahresende trotz prall gefüllter Auftragsbücher auf Tausenden E-Autos sitzengeblieben sein soll. Tesla konkretisierte jetzt, dass es sich um 1.010 Model 3 und rund 1.900 Fahrzeuge des Typs Model S und Model X gehandelt habe, die nicht ausgeliefert werden konnten.

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Eine Reaktion
Raul

Ich habe gesehen, dass Tesla jetzt sogar ein KGV besitzt! 56,6 ist jetzt auch nicht astronomisch teuer!
Sie machen Gewinn, bauen tolle Autos.
Ok, 1500Autos zu wenig ausgeliefert und wollen etwas Rabatt auf Ihre Autos geben?
Das ist doch völlig ok, was geben die anderen Autohersteller an Rabatt und haben Autos auf dem Hof stehen?
Ich verstehe diese unangemessenen vorschnellen unsinnigen Schlussfolgerungen nicht um einen Aktienkurs in den Keller zu schicken. Da sind halt wohl viele noch Short!
Und der Aktienkurs wird wieder nach oben schießen!

Antworten

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