Ratgeber

Programmieren lernen – die besten Quellen für den Einstieg

Foto: Shutterstock

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Wer sich bisher davor gescheut hat, Programmieren zu lernen, findet mit unserer Übersicht den passenden Einstieg. Neun Angebote zur Verbesserung deiner Coding-Skills.

Programmieren lernen ist nicht einfach. Mittlerweile bietet das Netz aber eine Fülle an Ressourcen, mit denen ihr den Einstieg easy schaffen könnt. Viele Plattformen, auf denen ihr das Coden lernen könnt, sind sogar kostenlos. Wir stellen neun Anbieter vor – und auch erfahrene Entwickler und Entwicklerinnen können hier noch etwas lernen.

Freecodecamp

Freecodecamp ist eine gemeinnützige Organisation, die sich über Spenden finanziert. Gegründet wurde sie 2014 von Quincy Larson. Im Portfolio hat die Plattform mehrere Lernpfade; über das Abschließen von kleinen Projekten am Ende eines Lernpfades könnt ihr Zertifikate erhalten. Momentan gibt es Lernpfade zu den Themen Responsive Webdesign, JavaScript-Algorithmen und Datenstrukturen, Daten-Visualisierung, API sowie Microservices, Information-Security und Quality-Assurance. Die Pfade sind untergliedert in verschiedene größere und kleinere Unterthemen – so beinhaltet der Responsive-Webdesign-Pfad die Themen HTML und HTML5, Basic CSS, Accessibility und neuere Themen wie CSS Grid und CSS Flexbox. Vermittelt wird der Lernstoff über Text, der eine CSS-Eigenschaft oder ein HTML-Element erklärt. In einer eingebetteten Editoroberfläche müssen Lernende dann jeweils eine Aufgabe lösen, die sich auf das Erklärte bezieht. Wer die Aufgabe geschafft hat, bekommt eine Erfolgsmeldung mit einem motivierenden Slogan angezeigt:

(Screenshot: Freecodecamp/t3n)

Für den Einstieg und als spielerische Ergänzung eignen sich die Aufgaben bei Freecodecamp gut, auch weil die Inhalte in kleinen, mundgerechten Stücken serviert werden, die sich innerhalb von ein paar Minuten lösen lassen. Die Erfolgsmeldungen beim Lösen der Challenges bringen jedes Mal ein kleines Erfolgserlebnis, sodass das Lernen über die Plattform sogar richtig Spaß macht. Die Heranführung an ein erstes kleines Projekt kommt allerdings sehr spät. So wurde beim Bearbeiten des Responsive Webdesign-Pfads dann auch deutlich, dass das Lösen der Aufgaben vor allem Textverständnis und logisches Denken erfordert und die für das Projekt benötigten Programmier-Skills nicht verinnerlicht waren. Als Ergänzung zu anderen Ressourcen eignen sich die Aufgaben bei Freecodecamp aber definitiv. Absolut empfehlenswert sind auch die zahlreichen Artikel auf der Plattform, die ihr unter News findet sowie der Freecodecamp-Youtube-Kanal.

Codecademy

Codecademy ermöglicht das Programmierenlernen im Browser. (Screenshot: Codecademy/t3n)

Codecademy* lässt kaum Wünsche offen und gehört zu den bekanntesten Plattformen zum Lernen von Programmiersprachen – darunter HTMLCSS, Ruby, Python, jQuery und viele mehr. Bei Codecademy werden nicht nur verschiedene Programmiersprachen gelehrt, sondern zum Beispiel auch, wie man eine Website aufsetzt und publiziert. Mit gut verständlichen Übungen wird man Schritt für Schritt an die Materie herangeführt und kann seine Fähigkeiten im jeweiligen Bereich stetig erweitern. Die meisten Kurse sind kostenlos. Wer noch mehr lernen will, kann auf Codecademy Pro für 19,99 US-Dollar* im Monat upgraden.

Martin Weigert hat bereits den Selbstversuch gewagt. Hier könnt ihr lesen, wie es ihm erging, nachdem er einen Programmier-Kurs begann.

Code Avengers

(Screenshot: Codeavengers/t3n)

Code Avengers ist eine Plattform, auf der Inhalte ganz ähnlich vermittelt werden wie bei Freecodecamp. Schöner für absolute Anfänger ist, dass ihr die Auswirkungen eurer Code-Änderungen immer direkt in einem Mockup am rechten Rand eures Browserfensters sehen könnt. Am Ende jeder Lerneinheit habt ihr hier die Möglichkeit, ein Spiel zu spielen, um auf diese Weise das Gelernte zu wiederholen und zu festigen. Auf Code Avengers findet ihr Kurse zu Python, Javascript, HTML und CSS, Design, Computer-Science, Web- und Game-Entwicklung. Außerdem separate Junior-Lernpfade für Kids von 5 bis 14 Jahren. Für 29 Dollar pro Monat gibt es unter anderem Zugang zu über 500 Kursen, über 100 Quiz und einen Slack-Channel. Ob euch das den doch ziemlich hohen Betrag wert ist, könnt ihr euch während einer siebentägigen, kostenlosen Testphase überlegen.

Treehouse

(Screenshot: Treehouse/t3n)

Treehouse bietet über 1.000 Videos aus den Bereichen Webdesign, Coding, Business und vielem mehr. Die Sammlung wird stetig mit den neuesten Technologien aktualisiert, sodass die Teilnehmer immer auf dem aktuellsten Stand sind. Erklärt wird mit Video-Tutorials, anschließend finden Beispiel-Übungen statt. Wer eine gute Leistung erbracht hat, erhält eine Auszeichnung – hier wird ein Gamification-Ansatz verfolgt.

Leider gibt es nur eine siebentägige-Testversion, für die man bereits alle Daten hinterlegen muss. Eine volle Mitgliedschaft kostet 25 Dollar im Monat oder 250 Dollar im Jahr.

Egghead.io

(Screenshot: Egghead/t3n)

Egghead bietet „Video-Tutorials für knallharte Webdeveloper“. Für absolute Coding-Neulinge ist Egghead zwar nichts, aber wer zum Beispiel eine fundierte Einführung in ein für sie oder ihn neues Framework sucht, ist mit den Online-Kursen definitiv gut beraten. Die Lern-Bundles enthalten oft zusätzliche Materialien wie Course-Notes und Guides oder Zugang zu Live-Coding-Sessions und Podcasts. Eine Pro-Mitgliedschaft gibt es für 350 Dollar im Jahr, wer sich nicht gleich für ein ganzes Jahr committen will, kann monatlich 40 Dollar bezahlen. Interessierte Sparfüchse können die Augen nach Preisnachlässen offen halten, die es von Zeit zu Zeit gibt – während einer solchen Aktion ist das Jahresbundle schon auch mal für die Hälfte des regulären Preises zu haben.

Level-up Tutorials

(Screenshot: Level-up/t3n)

Level-up Tutorials ist eine Plattform, die von Webentwickler-Größe Scott Tolinski ins Leben gerufen wurde. Dort findet ihr Tutorials zu einzelnen Technologien wie zum Beispiel GraphQL oder Svelte. Strukturiert ist das Ganze nach Leveln, sodass Nutzer je nach Kenntnisstand das für sie passende Tutorial finden.

Das Beste daran: Aufgrund der Coronakrise sind alle Kurse reduziert zu haben, die Pro-Mitgliedschaft sogar mit 50 Prozent Rabatt. Der Preis für eine Jahres-Subscription beläuft sich damit auf nur noch zwölf Dollar im Monat.

Envatotuts

(Screenshot: Envatotuts/t3n)

Bei Envatotuts, dem Marketplace für so ziemlich alles, was mit dem Web zu tun hat, könnt ihr zahlreiche Trainings belegen. Das Portal bietet neben Programmier-Kursen auch solche für Illustrationen, Webdesign und Business an. Ihr habt die Wahl aus über 1.000 Tutorials zu verschiedenen Programmierthemen, darunter zum Beispiel Git und GitHub.

Auch hier sind die kostenlosen Trainings beschränkt. Nach zehn Tagen kostenlosem Testen muss ein Abo abgeschlossen werden. Das günstigste beginnt bei 16.50 US-Dollar im Monat, Studierende sparen 30 Prozent.

Udemy

(Screenshot: Udemy/t3n)

Auch auf Udemy* werden Programmier-Newbies natürlich fündig. Die Plattform bietet Video-Tutorials und -Kurse zu allen möglichen Themenbereichen, darunter natürlich auch Programmiersprachen. Bei der Auswahl ist aber Vorsicht geboten, die Qualität der Kurse kann variieren. Bevor ihr euch für einen Kurs entscheidet, könnt ihr euch über die Vorschau ein Bild von den Instruktoren machen. Kurse, die schon etwas älter sind, sind oft für einen Bruchteil des ursprünglichen Preises zu haben. Bevor ihr Zeit und Geld in einen solchen Kurs investiert, solltet ihr aber ein genaues Augenmerk darauf haben, ob die darin vermittelten Inhalte noch zeitgemäß sind. Beispielsweise ist The Web Development Bootcamp* von Colt Steele zu einem stark reduzierten Preis erhältlich – der Kurs wird regelmäßig aktualisiert und ergänzt, beinhaltet aber dennoch einige Lektionen auf Basis von veralteten Software-Versionen, wie zum Beispiel Bootstrap 3. Wer sich nicht daran stört, den Tutorials gegebenenfalls mit einer neueren Version – in diesem Fall Bootstrap 4 –in abgewandelter Form zu folgen, kann die 9,99 Euro aber definitiv guten Gewissens investieren.

Mozilla Developer Network

Die MDN Web Docs dienen zukünftig als gemeinsame Dokumentation von Mozilla, Google, Microsoft, Samsung und dem W3C. (Screenshot: Mozilla/t3n)

Das Mozilla Developer Network ist ein Wiki, in dem Ressourcen zu verschiedensten Webtechnologien gesammelt werden. Ähnlich wie bei Wikipedia kann jeder daran mitschreiben. Für Erfahrene und für Einsteiger ist MDN, wie das Wiki auch genannt wird, ein unverzichtbares Nachschlagewerk. Wer in der deutschen Version nicht fündig wird – die englische ist oft sehr viel ausführlicher.

Passend dazu:

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9 Kommentare
Winnie
Winnie

Ich vermisse Codingame ;)

Bin totaler Anfänger und habe schon mal einen ähnlichen Artikel gelesen wo ich auf Codingame gestoßen bin…. fand das ganz cool auch wenn ich nicht wirklich weit kam, aber ich fand es trotzdem sehr interessant… ;)

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Tobias Steinhagen
Tobias Steinhagen

Was nicht unerwähnt bleiben sollte ist Edx. Hier kann man ganze Semester Kurse von renommierten unis machen. Hervorzuheben ist da cs50 von Harvard. Mit Sicherheit ein hohes Tempo aber man lernt verdammt viel ohne Vorkenntnisse zu haben.

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Wollyweb
Wollyweb

Hallo Kathrin,

Als kleinen Tipp von mir, kann man bei
w3schools.com
kostenlos HTML, CSS, JAVASCRIPT, SQL, PHP, PYTHON JQUERY, JAVA, BOOTSTRAP anhand kleiner Übungen lernen und verstehen.

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Arek
Arek

Die Plattform/App SoloLearn hätte man noch erwähnen können.

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Jürgen Schulze

Danke für die schöne Übersicht. Werde mir die Links mal genauer anschauen.
Man lernt nie aus.

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Max H.
Max H.

Schöne Übersicht, aber ich finde Youtube eine enorm wichtige Quelle!
Es gibt zig tausende kostenlose und qualitativ enorm gute Videos.

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Natalie

Es gibt auch kostenlose Schnupper-Kurse von Bildungsträgern, um zu gucken, ob einen Webentwicklung überhaupt liegt. Das kann sehr hilfreich sein!

Das kostenlose Online-Seepferdchen HTML/CSS von SuperCode in Düsseldorf z.B.:
https://www.eventbrite.de/e/kostenloses-webinar-html-css-workshop-fur-anfanger-tickets-105787996746?discount=Rabatt-D%C3%BCsseldorf

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Christian

Eine deutsche Alternative die ich noch vorschlagen würde ist https://entwicklerheld.de/.
Wurde von Studenten aus Dresden gebaut und die Coding Challenges sind zum großen Teil auch echt fordernd und gut gemacht.

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Sabine H.
Sabine H.

Ich finde, dass Scratch die beste Kinder-Programmiersprache für den Anfang ist. Scratch ist einfach, visuell und bunt. Somit bietet Scratch alles, was Kinder den Einstieg in die Programmierung vereinfacht. Eine schöne Übersicht hierzu und dem Einsatz von Scratch habe ich unter folgendem Link gefunden: https://kinderprogrammieren.de/software-apps/programmieren-lernen-mit-scratch/
Wenn Ihr weitere Quellen habt hinsichtlich Scratch, wäre es klasse, wenn Ihr mir die nennen könnt. LG Sabine H.

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