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Sechs Gründe, warum ihr spätestens 2020 Python lernen solltet

© Tatiana Katsai/Fotolia.com

Python ist zwar schon um die 30 Jahre alt, belegt aber seit einiger Zeit wieder Plätze in den höheren Rängen der Listen der beliebtesten Programmiersprachen auf Stackoverflow und GitHub. Und das mit gutem Grund.

Die Programmiersprache, die gemeinhin mit der 🐍 assoziiert wird, ist trotz ihres Alters populär wie nie. Für alle, die trotzdem noch nicht überzeugt sind, ist dieser Text.

Automatisiert triviale Aufgaben

Mit dem Aufkommen neuer Anwendungsfelder wie Data Science und Machine Learning ist Python wieder im Kommen. Schon während der ersten Hochphase in den Neunzigern war das Schreiben von Scripts der klassische Anwendungsfall für die Sprache. Wer sich für Skripting interessiert, dem sei das Buch Automate the Boring Stuff with Python ans Herz gelegt.

Schneller Einstieg und einfache Syntax

Pythons Syntax ähnelt der englischen Sprache, deshalb ist die Programmiersprache auch für Coding-Neulinge relativ einfach zu lernen. Die der Syntax inhärenten Einrückungen machen Python-Code außerdem übersichtlich und damit leicht zu lesen. Und: mit einem gewissen Grundverständnis lässt sich damit bereits relativ viel anstellen. Wer bereits andere Programmiersprachen beherrscht, hat sich damit vergleichbar schnell einen weiteren wertvollen Skill angeeignet. Geeignete Tutorials findet ihr zum Beispiel auf Codecademy oder Udemy.

Zum Vergleich: Um mit Java ein einfaches Moin! auszugeben, braucht ihr folgenden Code:

public class HelloT3n {
public static void main(String[] args) {
System.out.println("Moin!");
}
}

In Python geht das Ganze mit:

print(“Moin!”)

Noch Fragen?

Data Science

Eigentlich einer der wichtigsten Gründe, warum man Python lernen sollte. Data Scientists sind gefragt, gut bezahlt und arbeiten in super-interessanten Jobs. Datenvisualisierung, Predictive Modelling, Programmierkenntnisse, anyone? Das Berufsfeld ist sehr vielseitig und gerade auch für Naturwissenschaftler mit Statistikkenntnissen interessant. Dasselbe gilt für:

Machine Learning

Das Betätigungsfeld Machine Learning wächst seit ein paar Jahren rasant und Python ist quasi die go-to-Programmiersprache zum Schreiben von Algorithmen für Künstliche Intelligenzen.

Ressourcen

Python verfügt über eine umfassende Standard-Library und zahlreiche weitere Libraries. Aufgrund der großen Nutzerbasis und weil die Sprache schon so lange existiert, gibt es eine Fülle an Ressourcen, auf die ihr zur Lösung eurer Coding-Probleme zurückgreifen könnt – über 125.000 externe Libraries sind zahllose Gründe, warum Python mittlerweile aus Anwendungsfeldern wie Künstlicher Intelligenz, Machine Learning, Game Development oder Cloud Configuration nicht mehr wegzudenken ist. Da wären zum Beispiel NumPy für Data Science, Astropy für Weltraumforschung, Tensorflow für Maschinelles Lernen oder PyGame für die Spieleentwicklung. Auch in der Webentwicklung nimmt die Sprache trotz etwas ruckeliger Kompatibilität mit mobilen Endgeräten mittlerweile eine wichtige Rolle ein – und stellt das Backend von Youtube, Instagram oder auch Reddit.

Community

Die große Community ist ein weiterer Grund, warum ihr Python nutzen solltet. Python ist Open Source, das heißt, ihr könnt theoretisch auf alles, was die Sprache betrifft, zugreifen. Die große und lebhafte Nutzerbasis bedeutet für euch, dass es für fast alle eure Fragen ein passendes Forum und jemanden geben wird, der oder die euch helfen kann.

tl:dr: Mit Python könnt ihr einfache Skripts zu komplexen Anwendungen zusammenbauen. Das Ganze geht in vielen Fällen relativ schnell, sicher und oft mit weniger Zeilen Code als in anderen Programmiersprachen. Der lesbare Style und die damit einhergehende schnelle Editierbarkeit machen die Entwicklung mit Python vergleichsweise einfach und effizient. Die Beliebtheitswerte der Sprache in der Stackoverflow-Developer-Survey lassen darauf schließen, dass die Arbeit damit vielen Entwicklern sogar Spaß bringt. Und sie eröffnet Lernenden, die es ernst meinen, interessante neue Tätigkeitsbereiche.

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Dein t3n-Team

13 Kommentare
Dennis
Dennis

Kommt lernt alle command.com. Moin geht da mit noch weniger Zeichen ;-)

echo moin

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Wolfgang
Wolfgang

Der Artikel hat gut angefangen, doch mit dem Hello-World-Vergleich einen Schluss auf die Qualität einer Sprache zu ziehen ist disqualifizierend. Das selbe gilt über die Quantität der Packages, wovon übrigends 45% verwaist sind und 10%, seit über 1 Jahr keine Updates mehr bekommen haben. Also auch dies als Maßstab für die Qualität der Sprache zu nehmen ist auch fragwürdig.

Python ist eine gute Sprache, doch den Hype sollte man mal bitte sein lassen und eher etwas mehr Objektivität walten lassen, liebes t3n

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borisch

Ich habe eher das Gefühl, dass jede Sprache nach und nach mal einen kurzen Hype-Schub bekommt, dann wieder abflaut und dann die nächste Sprache mit Marketing-Methoden gehyped wird um dann wieder abzuflauen um dann … lassen wir das ;)

Ich kann immer nur sagen, Sprachen wie Tools zu behandeln und bei jedem Use-Case die Wahl der Sprache passend zu treffen, nicht welcher Hype gerade in ist.

Ich nutze ja auch kein 30€ Cloud-Hosting für ein Blog mit 50 Lesern die Woche, sondern, wenn überhaupt, ein kleines 5€ Webhosting.

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TheYear2525
TheYear2525

Na also auf dem C64 sah das ganze so aus:

10 print“Moin!“

Das hat gleichviele Zeichen, würde ich jetzt aber nicht als Beleg für die Überlegenheit von Basic 2.0 heranziehen xD . Ich glaube man konnte das Ganze sogar wahlweise wie folgt abkürzen und nochmal die Zeilennummer eindampfen:

1 ?“Moin!“

Eat that, Python!

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Wolfgang Rausch
Wolfgang Rausch

So war es! Dieser Hype um eine Interpretersprache, die angeblich sooooooo einfach ist, erschließt sich eigentlich niemandem.
Programmieren muss man immer lernen. Das wird auch Python nicht verhindern.

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BesserAnders
BesserAnders

Mich erinnert diese Argumentation an die gleiche Argumentation wie bei PHP oder bei NodeJS. Man könnte genauso gut in der Musik fordern, dass man beim Klavier alle Tasten entfernt, weil es damit viel, viel einfacher wird. Doch dann wird jemand kommen und fordern: „Leute, lernt Rassel und Triangel spielen! Total einfach. Unglaublich mächtig. Gibt es seit über 3.000 Jahren!“

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Christopher
Christopher

Man hätte noch das ebenfalls sehr gefragte Gebiet Cybersecurity / Pentesting als Anwendungsfall für Python aufführen können. Auch hier gibt es eine Vielzahl an Bibliotheken zum Sniffen, Scannen, Injecten und vieles mehr.

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Anonymes Pony
Anonymes Pony

Das Beispiel mit der kürze des Codes ist nicht wirklich valide. Andere Sprachen wie Lua können das auch, wenn wir mal davon absehen das hier eine Objekt Orientierte Programiersprache mit einer Scriptsprache verglichen wurde.

Lua:
„print“Moin!“„

bash:
„echo „Moin!“„

JS:
„console.print(„Moin!“)„

Python ist Super zum lernen von Programier Logik und zum Entwickeln von Anwendungen, aber wenn man sich im nachhinein eine andere Sprache beibringen will muss man fast von 0 anfangen wegen dem so anderen Syntax von Python im gegensatz zu anderen Sprachen wie C#, Java oder C++

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Jochen Förster
Jochen Förster

Die Einfachheit einer alten Scriptsprache hat schon ihren Charme, auch wenn ich den Einrückungssyntax von Python für ziemlichen Murks halte. Aber um schnell mal eine Logik irgendwo rein zu bringen, ohne mich durch zich Klassen zu graben und noch dies und jened includieren zu müssen, ist das doch perfekt und kein Wunder, dass es viele mögen.
Ich bin auch eher der Scripter, kann aber auch OOP, dich wenn es um kniffelige Logiken geht, ist eine einfache Scriptsprache absolut im Vorteil, da man dort den gedanklichen Faden mit klaren Ansagen besser im Auge behält, als wenn man nur auch verschwurbelte Zuweisungen schaut.

Ich kann das Für und Wider gut verstehen und auch, wieso es so beliebt ist. :D

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Calif
Calif

Scripte schreiben und größere Programme schreiben ist ein Unterschied.
Klar ist ein „Hello world“ code in Python kürzer, aber spätestens bei der dritten Einrückung weiss man bei Python nicht mehr, was wann passiert. Liegt an der fehlenden {-} oder begin-end Semantik.
Funktion sollte niemals der Form folgen, sondern umgekehrt.
Whitespace kann kein syntaktisches oder semantisches Element sein.
Python ist für richtiges Programmieren nicht geeignet.

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Felix
Felix

Kannst du überhaupt programmieren? Also länger als ein paar Wochen?

Der Klammersyntax hat keinen Zusätzlichen Informationsgehalt. Eigentlich sind alle deine Aussagen schlichtweg falsch. Wenn du in einer Funktion 3 Einrückungen hast, machst du eh was falsch. Python ist eine sehr mächtige Programmiersprache und wie oben auch beschrieben wird sie viel benutzt.

Ich glaube, du hast gesagt, Python ist für’s Programmieren nicht geeignet, weil du zuerst eine andere Sprache gelernt hast und unflexibel bist in deinem Kopf umzudenken und für einen passenden Usecase das passende Werkzeug zu benutzen.

Ich schließe aber auch daraus, dass du bisher nicht viel gemacht hast aber großspurig fährst und dann musst du akzeptieren, dass du auffliegst.

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Sermon
Sermon

Nana… freundlich bleiben! Der Beitrag von „Calif“ war ja auch sachlich. Kommunikation kann man lernen.

Jens Home
Jens Home

Python ist auch für die Schule eine sehr interessante Alternative zu abgespeckten „Java-Kara“, BlueJ …
Der Hauptvorteil meiner Meinung nach ist die breite Verwendbarkeit, klassisch prozedural, objektorientiert, Einzelbefehle auf der Konsole und mit den Modulen Scipy, Mathplotlib, Pygame . . . vielfältig erweiterbar. Ich setze sie seit 3 Jahren erfolgreich im Informatikunterricht ein.

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