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Samsung Galaxy Fold – Tester berichten über Display-Probleme

Samsung Galaxy Fold mit defektem Display. (Foto: Mark Gurman)

Samsung hat erste Testgeräte seines Foldables Galaxy Fold in den USA an Presse, Youtuber und Influencer verteilt. Nach weniger als 48 Stunden sind einige Geräte bereits unbenutzbar.

Flackernde Displays, schwarze Streifen oder gar Totalausfall: Der neu entwickelte und flexible Bildschirm des Samsung Galaxy Fold macht links und rechts schlapp und lässt das 2.000-Euro-Gerät als nicht sonderlich robust erscheinen. Samsung hat mittlerweile Stellung bezogen.

Samsung Galaxy Fold: Entfernt auf keinen Fall die Schutzfolie!

Samsung Galaxy Fold. (Screenshot: Samsung)

Samsung Galaxy Fold. (Screenshot: Samsung)

In den USA berichten Techjournalisten großer Nachrichtenmagazine wie Bloomberg, CNBC und The Verge von ihren massiven Problemen mit dem Galaxy Fold. Ebenso zeigt Youtuber Marques Brownlee, auch bekannt als MKBHD, auf Twitter sein defektes Gerät.

Den Beschreibungen der Tester nach haben die Ausfälle unterschiedliche Ursachen: Marques Brownlee hatte aus Unwissenheit versucht, eine Folie vom Bildschirm abzuziehen, von der er dachte, sie sei lediglich zum Schutz vorgesehen. Nachdem er wenige Zentimeter abgelöst hatte, war das Gerät unbenutzbar.

Eine ähnliche Erfahrung machte Mark Gurman von Bloomberg: Bei ihm löste sich offenbar ein Teil der besagten Folie ab, die er dann vollkommen entfernte. Kurze Zeit später zeigte nur noch ein Teil des Bildschirms Inhalte an. Joanna Stern vom Wall Street Journal twitterte ein Foto ihres Testgeräts, bei dem sich der Schutzfilm an einer Ecke ablöste. Wegen des unschönen Anblicks der sich ablösenden Folie würde sie sie am liebsten abziehen.

Desmond Smith, Content-Director von T-Mobile USA, wandte sich via Twitter an die Betroffenen mit einem Foto und dem Hinweis, dass auf der Schutzhülle des Galaxy Fold eine entsprechende Warnung zu finden sei. Sie besagt, dass auf dem Bildschirm des Fold ein schützender Film angebracht sei, den man auf keinen Fall abziehen dürfe. Auf den Testsamples war diese Warnung laut MKBHD und Gurman jedoch nicht vorhanden.

Samsung Galaxy Fold: Probleme nicht nur mit der Schutzfolie

Doch nicht nur die Schutzfolie macht Probleme: Bei Dieter Bohn von The Verge und Steve Kovach von CNBC setzt das Fold nach einem Tag der Benutzung aus – ohne dass der Schutzfilm abgezogen worden wäre. Bei beiden Testern kommt es zu einer fehlerhaften Darstellung auf der linken respektiven rechten Hälfte des Bildschirms.

Samsung Galaxy Fold in Bildern
Samsung Galaxy Fold. (Screenshot: Samsung)

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Bohn geht davon aus, dass ein Teil des Scharniers des Galaxy Fold gegen den Bildschirm drückt.

Samsung gibt offiziell an, dass das Display des Fold für bis zu 200.000 Faltvorgänge ausgelegt ist. Damit sollte eine Lebensdauer von knapp fünf Jahren möglich sein, wenn der Nutzer das Smartphone jeden Tag 100 Mal auf- und zuklappen würde. In der Praxis sollte das Gerät also länger als 48 Stunden halten.

Bislang hat sich nur ein kleiner Teil der Tester mit einem defekten Gerät öffentlich geäußert. Andere Tester scheinen wiederum kein Problem mit ihrem Sample zu haben, sodass nur eine erste Charge betroffen sein könnte.

Geoffrey Fowler vom Wall Street Journal hat keine Probleme mit seinem Galaxy Fold:

Samsung ist trotz der ersten Ausfälle zuversichtlich: In einem Statement sagt das Unternehmen, dass nur ein kleiner Teil der sich im Umlauf befindlichen Geräte fehlerhaft sei und man die Fälle sorgfältig untersuchen werde. Damit hält Samsung offenbar an seinen Plänen fest, das Galaxy Fold am 26. April in den USA in den Handel zu bringen. In Deutschland erfolgt der Marktstart am 3. Mai, der Vorverkauf soll am 26. April 2019 beginnen.

t3n meint: Samsung hat für die Entwicklung seines ersten Foldables zehn Jahre gebraucht. Es ist eine neue Produktkategorie, die vor allem in der Techszene und den Mitbewerbern mit Argusaugen beobachtet wird. Allein schon deshalb und wegen des Note-7-Dilemmas dürfte Samsung den Launch seines Galaxy Fold sorgfältig getimed und geplant haben. Die fehlerhaften Testgeräte erwecken den Eindruck, dass das Gerät noch nicht fertig und für ein 2.000-Euro-Produkt äußerst fehleranfällig ist. Ob dem tatsächlich so ist, werden wir wohl erst sehen, wenn die Geräte dem harten Praxisalltag bei den ersten zahlungswilligen Kunden ausgesetzt sind. Andreas Floemer

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