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Stromer-Hersteller Xpeng plant Europa-Expansion

Der chinesische E-Autobauer Xpeng plant seine Expansion nach Europa. Innerhalb der kommenden vier Monate soll entschieden werden, in welchen Ländern der Markteintritt erfolgen soll. Norwegen ist bereits dabei.

3 Min. Lesezeit
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Xpeng: E-Limousine P7 soll in China Teslas Model 3 Konkurrenz machen. (Foto: Xpeng Motors)

In einem Interview mit der Automotive News Europe hat sich Xpeng-Präsident Brian Gu zu strategischen Fragen geäußert. Unter anderem kündigte er die Expansion nach Europa an.

Xpeng kommt nach Europa: erst Vertrieb, dann Produktion

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Die Expansion würde im ersten Schritt im Aufbau eines Vertriebs bestehen. Ebenso hält Gu die Produktion von Elektroautos in Europa nicht nur für denkbar, sondern sogar für vernünftig. Dabei werden sicherlich die zwei Milliarden US-Dollar helfen, die sich Xpeng vor einigen Tagen von chinesischen Großbanken sichern konnte.

Nach dem Start des kompakten E-SUV G3 in Norwegen steht Xpeng vor dem Sprung in weitere nationale Märkte Europas. Dabei scheint ihm die bereits bestehende Markenvielfalt mit ihren starken Strukturen Sorge zu bereiten. Für die Entscheidung, in welche Märkte man eintreten wolle, werde man sich entsprechend Zeit nehmen, so Gu.

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Dabei habe er zwar keine Angst vor dem Wettbewerb oder davor, eventuell zu spät zu kommen, er lege aber viel Wert darauf, Xpeng als Marke auf den jeweiligen Märkten richtig zu etablieren: „Dazu müssen wir über die richtige Infrastruktur, den richtigen Vertrieb und Service sowie die richtige Markenbekanntheit verfügen. Es ist einfach, Hunderte von Fahrzeugen in einem Land auf den Markt zu werfen, aber so kann man kein Geschäft aufbauen.“

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Dabei ist es gut möglich, dass Xpeng auf die Einführung der Limousine P7, die gern als Konkurrent zum Tesla Model 3 bezeichnet wird, in Europa verzichtet. Denn, so Gu, Xpeng wolle bei der zukünftigen Fahrzeugentwicklung „mehr die europäischen Anforderungen berücksichtigen.“

Weiterhin ließ Gu verlauten, dass sich Xpeng auf China und Europa konzentrieren wolle. Ein Eintritt in den US-Markt sei nicht geplant.

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xpeng p7 auslieferung

Xpeng P7: Auslieferung der E-Limousine im Juli 2020 gestartet. (Foto: Xpeng Motors)

Drittes und viertes Modell kommen 2021 und 2022

Derzeit arbeitet Xpeng an der Markteinführung eines dritten Stromers nach dem bereits erhältlichen E-SUV G3 und der Limousine P7. Dabei wird es sich Unternehmensangaben zufolge um eine weitere Limousine handeln, die bereits in diesem Jahr in Serienproduktion gehen soll.

Für 2022 hat Xpeng einen größeren SUV auf der Basis des P7 angekündigt. Der soll in der zweiten Fabrik des Autobauers im chinesischen Guangzhou gebaut werden. Die befindet sich indes erst seit November 2020 im Bau.

Langfristig kann sich Gu auch Werke in Europa vorstellen. Dabei treibt ihn vor allem ein politisch-strategischer Ansatz. Würde Xpeng hohe Volumina in China produzierter Fahrzeuge nach Europa einführen, könnten sich daraus Spannungen im Handelsgefüge entwickeln. Es wäre von daher besser, zumindest teilweise auch im Zielland zu produzieren, so Gu. Natürlich habe das auch logistische Vorteile. Dabei schwebt ihm die Übernahme eines bestehenden Werks und dessen Umbau vor.

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Xpengs Strategie: Mittelklasse-Preise, eigene Software und Verzicht auf Zellfertigung

Auf hohe Volumina hat es Gu indes abgesehen. Anders als Nio werde sich Xpeng auf das Marktsegment zwischen 30.000 und 45.000 US-Dollar fokussieren. So sollen die Xpeng-Stromer für eine weit größere Zielgruppe interessant werden.

Eine besondere Stärke seines Unternehmens sieht Gu in der Software-Entwicklung. Nur Tesla sei ähnlich weit. So sei Xpeng auf keine Zulieferer angewiesen, sondern könne die End-to-End-Software-Entwicklung aus eigener Kraft stemmen.

Anders als der große US-Wettbewerber und die meisten europäischen Autobauer will Xpeng nicht in die Batteriezellfertigung einsteigen. Das sei ihm technisch zu riskant auf der einen und zu kapitalintensiv auf der anderen Seite. Stattdessen will Xpeng auf Dauer auf entsprechende Zulieferer setzen, dabei aber durchaus Steuerungssysteme – etwa Batteriemanagementsysteme – selbst entwickeln.

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