Ratgeber

Das geht doch leichter: 17 Tools zur Bildkomprimierung fürs Web

Wer Bilder richtig komprimiert, kann seine Website schneller machen.

Das größte Potenzial bei der Optimierung der Ladezeit einer Website liegt in der Reduzierung der Bildgrößen. Bilder verkleinern ist nicht schwierig, dauert aber. Wir zeigen euch 17 Tools, die euch dabei unterstützen.

Wenn ihr nach Tools sucht, die für euch die Reduzierung des Gewichts und der Auflösung eurer Website-Bilder übernehmen können, dann werdet ihr im Wesentlichen auf drei Möglichkeiten treffen. Die eine besteht in der Verwendung eines Bild-Boliden wie Adobe Photoshop, Affinity Photo oder Alternativen zu diesen Programmen.

Nix mehr verpassen: Die t3n Newsletter zu deinen Lieblingsthemen! Jetzt anmelden

Wenn euch diese Methode spontan zu kompliziert erscheint, dann seht ihr das richtig, sofern ihr eine Bildbearbeitung tatsächlich nur für die Gewichtsreduzierung eures Fotomaterials benötigt. Wenn ihr die Boliden ohnehin nicht verwendet, sind die folgenden Alternativen praktisch unverzichtbar.

Online oder offline: Kleine Tools sorgen für schlanke Bilder

In beiden Fällen solltet ihr euch auf eine oder beide der folgenden Möglichkeiten konzentrieren. Da hätten wir zum einen die durchaus beachtliche Zahl an Online-Diensten und Web-Apps, die sich klar und eindeutig auf den Task fokussieren. Zum anderen gibt es eine Reihe lokal zu installierender Tools für diverse Betriebssysteme, die ebenfalls überzeugende Ergebnisse zeigen können.

Im einfachsten Fall werden die Tools euer großes Bild nehmen und mit einem Lossy-Verfahren, also unter Qualitätsverlust, reduzieren. Manche Dienste und Apps versuchen es auch ohne Verluste, also lossless. Das ist allerdings hinsichtlich des zu erzielenden Dateigewichts nie so effektiv wie die Lossy-Kompression.

Zusätzlich zur Kompression bieten verschiedene Dienste und Tools auch Größenänderungen oder Formatkonvertierungen an. Wir haben die Features der vorgestellten Tools jeweils genannt.

Allen gemeinsam ist, dass sie kostenfrei, teils mit Einschränkungen, verwendet werden können. Eine Ausnahme stellt der JPG-Kompressor JPEGmini dar, der derzeit runde 50 Euro kostet, aber in seiner Klasse keine kostenlose Alternative kennt.

Online-Dienste und Web-Apps zur Bildkompression

Die folgenden Dienste lassen sich online verwenden. Dazu ist in der Regel keine Anmeldung erforderlich. Sollte das im Einzelfall anders sein, haben wir es vermerkt.

TinyPNG: Schnell und unkompliziert

TinyPNG komprimiert JPG und PNG wie kaum ein anderes Online-Tool. Besonders für PNG gibt es durch die eingesetzte Lossy-Kompression wenig Alternativen. Als WordPress-Plugin aufgesetzt, kümmert sich TinyPNG vollautomatisch um optimale Bildgrößen.

In der kostenlosen Variante erlaubt TinyPNG den Upload von bis zu 20 Bildern, die jeweils maximal fünf Megabyte wiegen dürfen. Für einen jährlichen Obolus von 25 US-Dollar erkauft ihr euch den Zugang zum sogenannten Web Interface Pro. Damit entfallen beide Begrenzungen und ihr könnt beliebig viele, beliebig große Bilder per Batch hoch- und wieder herunterladen.

TinyPNG. (Screenshot: t3n)

Damit ist TinyPNG ein Rundum-Sorglos-Paket für die schnelle Bildoptimierung zwischendurch. Die Nutzung ist einfach. Ihr wählt bis zu 20 Bilder im PNG- oder JPG-Format von der lokalen Festplatte aus und ladet sie per Drag-and-Drop in den Dienst hoch.

Sobald die Bilder dort angekommen sind, beginnt der Schrumpfungsprozess, der in unseren Tests stabil bei um die 70 Prozent liegt. Ist TinyPNG mit der Arbeit fertig, kann mittels eines Download-Links jedes Bild einzeln wieder heruntergeladen werden.

Läuft eure Website unter WordPress und habt ihr eventuell Personen mit der Inhaltspflege beauftragt, die nicht übermäßig technikaffin sind, solltet ihr den Einsatz des TinyPNG-WordPress-Plugins erwägen. Dieses arbeitet mit dem gleichen Algorithmus und kann die Bilder, die in euer WordPress hochgeladen werden, automatisch komprimieren, egal ob es sich um JPG oder PNG handelt. Bei JPG erzielt TinyPNG Werte wie andere auch, aber bei PNG kann es glänzen. Gewichtsverluste von bis zu 75 Prozent sind drin, um die 60 sind es immer.

Der Vorteil am WordPress-Plugin besteht darin, dass es keine Interaktion mit dem Nutzer erfordert. Nicht einmal das Problembewusstsein hinsichtlich zu großer Bilder muss zwingend vorhanden sein. Das Plugin kümmert sich nach der ersten Installation vollautomatisch um die Bilder eurer Website. Für den Start kann es sinnvoll sein, einmal die komplette Mediathek zu komprimieren. Das erledigt das Plugin auf Wunsch ebenso. In den Einstellungen des Plugin lassen sich feste oder relative Skalierungen einstellen. So rechnet TinyPNG viel zu große Pixeldimensionen auf die von euch festgelegten Höhen oder Breiten herunter.

In der Listenübersicht der Mediathek seht ihr an jedem Bild als letzten Eintrag den Punkt „Compression“. Hier listet TinyPNG akribisch, welche Varianten eines jeden Bildes komprimiert wurden. Unter „Details“ findet ihr die Einzelinformation zu jeder Bildgröße.

Das Plugin von TinyPNG für WordPress ist kostenlos erhältlich. Das Komprimieren ist ebenfalls kostenlos, aber nur für rund 100 Bilder. Dabei ist zu berücksichtigen, dass euer verwendetes Theme ziemlich sicher pro Bild mehrere Varianten abspeichern will, mindestens für den Teaser und für das Thumbnail. So schwindet das kostenlose Kompressionsguthaben schnell.

Neben der Plugin-Version für WordPress und der Web-App gibt es TinyPNG ebenso für den Magento-Shop, als Photoshop-Plugin und – ganz neu – als Tinify-CDN (Content-Delivery-Network). Damit könnt ihr eure Bilder extern hosten. So belasten sie euren Web-Space nicht. Zudem ist die Netzanbindung eines Bilder-CDN zumeist breitbandiger als die eurer Website im Shared Hosting.

Zu Preisen (CDN | Web Interface Pro) für die fortgeschrittenen Leistungen konsultiert ihr bitte die verlinkten Seiten.

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Ein Kommentar
Markus
Markus

Was noch fehlt, ist XnView MP (Menüpunkt „Stapelverarbeitung“) sowie das daraus abgeleitete (abgespeckte) XnConvert und für die Kommandozeile nConvert. Kostenlos für privat, für Windows, MacOS und Linux verfügbar, keine AdWare. http://www.xnview.com

Antworten

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!

Hey du! Schön, dass du hier bist. 😊

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team bestehend aus 65 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Danke für deine Unterstützung.

Digitales High Five,
Stephan Dörner (Chefredakteur t3n.de) & das gesamte t3n-Team

Anleitung zur Deaktivierung