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Trendberufe 2020: Sind das die Jobs mit bester Zukunftsperspektive?

Trendberufe 2020: Jobs mit Zukunft. (Foto: Shutterstock)

Digitalisierung und Nachhaltigkeit sind Motoren neuer Berufe. Einer Erhebung zufolge profitieren vor allem IT-Berater, Softwareentwickler und Elektroingenieure. Auch in der Pflege soll sich was tun.

Der IT-Fachkräftemangel macht vielen Branchen zu schaffen – von der Autoindustrie über die Versicherungsbranche bis hin zum Bankensektor und weiter. Der Bundesverband für Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien Bitkom hat Ende 2019 ermittelt, dass inzwischen 124.000 Stellen in Deutschland unbesetzt sind. Im Jahr zuvor waren es noch 84.000 Stellen. Die hohe Nachfrage spüren vor allem auch Betreiber von Jobplattformen wie Gehalt.de, Monster oder Stepstone. Erstere haben jetzt die Trendberufe für 2020 ermittelt – auf Basis von Sucheinträgen der Nutzer, offenen Stellen sowie Erfahrungen aus Gesprächen mit Unternehmen. Gefragter denn je: IT-Berater.

IT und Nachhaltigkeit: Top-Berufe 2020

„Berater werden zunehmend attraktiver, da es Unternehmen am eigenen IT-Nachwuchs mangelt“, heißt es von einem Gehalt.de-Sprecher. Externe IT-Experten seien nicht nur besonders begehrt, sondern gehörten auch zu den Top-Verdienern in Deutschland mit rund 78.710 Euro im Jahr. Doch auch Softwareentwickler im Backend-Bereich haben gute Jobaussichten und können auf ein Jahresgehalt von 62.940 Euro hoffen. „Wer sich heute für ein Studium der Informatik einschreibt und es erfolgreich beendet, muss sich um spätere Beruf- und Karrierechancen keine Sorgen machen“, heißt es weiter. Auch Big-Data-Experten wie der Data-Scientist oder Data-Artist verdienen gut: erstere rund 61.962 Euro und letztere rund 53.057 Euro im Jahr, so Gehalt.de.

Ebenfalls in den Top 10 zu finden: Scrum-Master. Der Begriff „Scrum“ bedeutet so viel wie „Gedränge“. Dahinter steckt ein Modell aus dem agilen Projektmanagement, das helfen soll, ausformulierte Ideen möglichst störungsfrei in hochwertige Produkte umzusetzen. Sie sorgen für eine reibungslose Erledigung der Aufgaben zwischen dem Entwickler- und Produktteam. „Scrum-Master nehmen die Rolle von Beobachtern und Moderatoren ein, überwachen Prozesse und führen das Team situativ“, erklärt ein Gehalt.de-Sprecher den Beruf. Unternehmen, die mitten in der Digitalisierung ihrer Prozesse stecken, kommen nur noch selten ohne einen Scrum-Master aus, der Projekte koordiniert. Entsprechend verdienen sie: rund 58.879 Euro im Jahr.

„Satte 124.000 IT-Stellen sind in Deutschland unbesetzt.“

Auch dem Beruf des CSR-Managers (Corporate-Social-Responsibility) attestieren die Betreiber der Jobplattform gute Zukunftsaussichten. „Bereits im Zeitalter der Industrialisierung haben sich Unternehmen um ihre Mitarbeiter und ihr soziales Umfeld gekümmert. So wurden beispielsweise Wohnungsbauten, die Gründung von Schulen oder Kultureinrichtungen gefördert“, so ein Gehalt.de-Sprecher. „In den 70er Jahren trat verstärkt der Naturschutz in den Vordergrund, der uns auch heute zusammen mit dem Klimaschutz zunehmend beschäftigt.“ Entsprechend suchen CSR-Manager nach Möglichkeiten, das Geschäftsmodell nachhaltiger zu gestalten. Das Einkommen beträgt derzeit rund 50.302 Euro im Jahr.

Nachhaltigkeit ist auch immer wieder Thema in der Autoindustrie. Während Verbrennungsmotoren ins Abseits geraten, wird der Ruf nach Elektroingenieuren lauter. Tesla will in Brandenburg einen neuen Standort für seine Elektrofahrzeuge errichten und auch Volkswagen setzt auf die Trendtechnologie, indem der Konzern bei Audi an die 2.000 neue Stellen in Aussicht stellt. Für Elektroingenieure sind die Zeiten somit rosig. Die Chancen auf dem Arbeitsmarkt für Mechatroniker sowie Energie- und Elektrotechniker sind demnach nicht nur jetzt, sondern auch noch in Zukunft sehr gut. Ingenieure der Elektrotechnik verdienen laut Gehalt.de rund 60.500 Euro. Ein Jahresgehalt, das sich sicher sehen lassen kann.

Alten- und Krankenpfleger – ein Job mit Zukunft?

Auch wenn die Berufe der Alten- und Krankenpfleger traditionell selten Thema bei t3n sind, sind sie nicht weniger wichtig. Das sieht auch Gehalt.de so und prognostiziert den Fachkräften ein gutes Jahr 2020. Denn die Nachfrage nach Menschen, die soziale Berufe ausüben, steigt konstant. Seit Jahren ist die Rede vom sogenannten Pflegenotstand. Die Bertelsmann-Stiftung erklärt in ihrem Pflegereport 2030, dass bis zum Jahr 2030 ganze 500.000 Vollzeitkräfte fehlen werden. Die Politik habe schnell zu reagieren, und das könnte sich für den Berufsstand in Zukunft lohnen. Aktuell sieht die Realität jedoch oft düster aus. Überstunden und geringe Bezahlung machen den Fachkräften zu schaffen. Das Jahresgehalt geht selten über 40.000 Euro.

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Jobsuche: Die kostenlose Truffls-App für iOS und Android ist ein Tinder für Bewerber. Wer auf der Suche nach einem interessanten Job ist und fündig wird, swipt einfach nach rechts und schickt einen Lebenslauf ab. Antwortet das Unternehmen, kommt es zum Match. (Grafik: t3n / dunnnk)

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