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Twitter kauft Social-Podcasting-App Breaker

Der Kurznachrichtendienst hat die Social-Podcasting-App übernommen und integriert das Team aus zweierlei Gründen in das Unternehmen.

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Twitter versucht neben seinem Kerngeschäft weitere Felder zu erschließen. Ein probates Mittel dazu: Übernahmen. (Foto: Shutterstock)


Twitter arbeitet schon länger an audiofähigen Chaträumen unter dem Namen „Spaces“. Um diese Funktion weiter auszubauen, hat das Unternehmen Breaker gekauft. Die Podcast-App konzentriert sich auf soziale Elemente und hat vor einem Jahr die erste Version in die App-Stores gestellt. Über den Kaufpreis schwiegen die Beteiligten.

Twitters Entwicklungschef Michael Montano gab noch ein weiteres Einsatzgebiet für die ehemaligen Mitarbeiter des Startups bekannt. Sie sollen helfen, „die Gesundheit der öffentlichen Konversation auf unserem Dienst zu verbessern“. Die Breaker-App schaltet das Unternehmen zum 15. Januar ab. Ein Blogeintrag leitet Nutzer von Breaker an, die OPML-Liste ihrer Abonnements zu exportieren, um sie in anderen Podcast-Programmen aufzurufen. Auch für selbst gehostete Podcasts stehen Hilfestellungen zur Übertragung bereit.

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Twitter Spaces heißt das audiobasierte Netzwerkprojekt, auf das sich die Breaker-Gründer besonders freuen. Momentan befindet es sich in einer Testphase für ausgewählte Nutzer. Es soll der App Clubhouse gleichen, die ähnliche Diskussionsforen bietet. Das Unternehmen machte keine detaillierten Angaben dazu, an welchen Funktionen das Breaker-Team arbeiten soll. Da die Diskussionen live stattfinden, könnte Twitter es jedoch damit beauftragen, die Audio-Chats zum späteren Anhören vorzubereiten. Interessenten wären dann in der Lage, die Gespräche im Nachhinein anzuhören und zu kommentieren.

Der Breaker-Deal reiht sich in eine längere Liste von Podcast-Mergern ein. So kaufte Amazon kürzlich Wondery für 300 Millionen US-Dollar, sowie Sirius für ähnlich viel Geld Stitcher. Zusätzlich war Spotify auf dem Podcast-Content-Markt sehr aktiv. Beobachter sehen die „niedrigen“ Kaufpreise als Hinweis dafür an, dass sich mit Podcasts nur begrenzt Geld verdienen lässt. Der Gewinner der Übernahme sei Twitter, das mit dem Handel wichtige Talente hinzugewinne, um sich auf dem aufstrebenden Markt für sprachbasierte Social-Media-Plattformen zu positionieren. Dessen Aufstieg wird mit der Pandemie zusammengebracht. Sie halte die Menschen zu Hause fest und lasse sie nach neuen Kontakt- und Austauschmöglichkeiten suchen.

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