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Ubisoft-Angestellte: „Konkurrieren wir mit EA um den Titel des meistgehassten Studios?“

Von den großen Publishern gehört Ubisoft zu denen, die am meisten in NFT investieren wollen. Doch nicht nur Videospiel-Fans sehen diese Pläne äußerst skeptisch. Auch die Angestellten haben dem Unternehmen nun deutliche Nachrichten hinterlassen.

2 Min. Lesezeit
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Ubisoft steht in Sachen NFT-Strategie gerade unter strenger Beobachtung von Gamern und Angestellten. (Foto: Shutterstock/Marko Aliaksandr)

In einem internen Messageboard, so berichtet der Bloomberg-Journalist Jason Schreier, hat Ubisoft eine Nachricht bezüglich ihrer NFT-Strategie gespostet. In der Botschaft soll das Unternehmen dargelegt haben, wie sie die Blockchain in Videospielen weiterhin nutzen wollen. NFTs und die Blockchain gehören nun schon seit einigen Monaten zu einem Fokus des Publishers, der vor allem für Spielereihen wie „Assassin’s Creed“, „Far Cry“ oder auch „Anno“ bekannt ist. So hat das Unternehmen im Dezember 2021 mit Ubisoft Quartz eine Plattform eröffnet, über die Ingame-Ausrüstung im Taktik-Shooter „Ghost Recon“ als NFT erworben werden können.

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Spieler und Spielerinnen haben diese Pläne mit zumindest gemischten Gefühlen aufgenommen. Schon das Ankündigungsvideo von Ubisoft Quartz wurde auf Youtube mit 31.000 Dislikes bedacht – bis das Unternehmen das Video schließlich versteckte. auch Indie-Plattform wie etwa itch.io machen sehr deutlich, was sie von dem Push in der Videospiel-Industrie hin zu NFT halten: Finanzbetrug seien die Non Fungible Tokens. Ubisoft allerdings scheint unbeirrt den Weg Richtung Blockchain gehen zu wollen. Erst kürzlich betonten Verantwortliche des Konzerns, dass „Gamer NFT einfach nicht verstehen“ würden. Die Nachricht im internen Messageboard ist also nur eine von vielen Botschaften des Unternehmens zu einem Thema, das vielen Gamern und Angestellten missfällt.

„Ein beschämender Tag“

Entsprechend sahen laut Schreier auch die Antworten auf die Nachricht aus: Es sei ein „zutiefst beschämender Tag“ soll etwa eine Person für alle anderen Mitarbeitenden sichtbar geschrieben haben. „Konkurrieren wir mit EA um den Titel des meistgehassten Studios?“, lautet eine weitere Nachricht von anscheinend vielen hunderten. Eine andere Person möchte derweil eine Möglichkeit gefunden haben, auch ohne NFT erfolgreich zu sein: „Wisst ihr, was auch viel Geld macht? Spektakuläre und bahnbrechende Blockbuster zu produzieren. Wieso konzentrieren wir uns nicht darauf?“

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Inzwischen hat Ubisoft Stellung genommen zum Artikel von Bloomberg, in dem die internen Nachrichten erstmals publiziert wurden. Man würde sich die Sorgen zu Herzen nehmen, heißt es von Unternehmensseite. Gleichzeitig sei man aber nicht erfreut, dass interne Nachrichten an die Öffentlichkeit gelangt seien. Das sei sowohl ein Verstoß gegen den Arbeitsvertrag als auch eine Verletzung des Vertrauens von Arbeitgeber zu Angestellten.

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NFT werden so schnell nicht verschwinden

Trotz des teils kräftigen Gegenwinds werden NFT aus Videospielen wohl so schnell nicht verschwinden – im Gegenteil. Die Gaming-Branche ist dafür bekannt, immer wieder Innovationen in Technik oder Gamedesign hervorzubringen, die viele andere Branchen oftmals positiv verändern. Genauso ist diese Industrie aber auch dafür bekannt, immer einen Weg zu finden, möglichst Viel Geld aus ihren Produkten zu pressen.

Mikrotransaktionen, Lootboxen oder „Pay to Win“-Mechaniken wurden anfangs genauso abgelehnt, gehören nun aber zum festen Repertoire vieler Videospiele. Da der Trend immer mehr in Richtung „Games as a Service“ geht, also Online-Games, die über lange Zeit immer wieder mit Updates versehen werden, suchen die Blockbuster-Studios stets nach Möglichkeiten, diese Spiele zu monetarisieren. NFTs sind der aktuelle Versuch, Ingame-Gegenstände möglichst hochpreisig zu verkaufen.

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Bevor der NFT-Hype abnimmt, wird er also wohl erstmal deutlich ansteigen – da immer mehr Konzerne versuchen werden, einen Teil dieses Kuchens abzubekommen. Sollte der Widerstand der Gamer dauerhaft hoch sein. Sollten sich dieser Widerstand vor allem auch in den Absatzzahlen niederschlagen – erst dann dürfte der Versuch, mit NFT noch mehr Geld zu machen, wieder verworfen werden.

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