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Udoo: Entwicklerboard kombiniert Vorteile von Raspberry Pi und Arduino

Das Kickstarter-Projekt Udoo macht derzeit von sich reden. Die Macher haben einerseits das Finanzierungsziel von 27.000 US-Dollar um 1.000 Prozent überschritten und andererseits ein Produkt, das die Vorteile von Raspberry Pi und Arduino kombiniert. Darüber hinaus soll es sowohl mit Linux als auch Android laufen.

Udoo: läuft mit Android und Linux – fertig im September

Die Entwickler beabsichtigen mit Udoo die Vorteile der offenen Arduino-Plattform, die durch viele Schnittstellen und flexible Anschlüsse glänzen kann, mit der Performance des Raspberry Pi zu verknüpfen. Dafür setzen sie auf eine Kombination aus zwei Prozessoren: dem 1GHz Freescale i.MX 6 SoC und dem ARM SAM3XE Atmel, der auch im Arduino DUE zum Einsatz kommt. Der Freescale-Prozessor soll wahlweise als Dual- oder Quadcore-Version angeboten werden. Die Rechenpower der Prozessoren soll die des Raspberry Pi übertreffen und dennoch energieeffizient sein.

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Udoo: das Entwicklerboard soll ca. 100 US-Dollar kosten. (Foto: Udoo)

Wie bereits erwähnt, kommt der Udoo mit allerlei Schnittstellen, die man von Arduino-Geräten kennt und vom Atmel-Controller gesteuert. Doch hier kommt das Interessante: Die vom Atmel-SoC erfassten Daten können auch vom Freescale-Chip verarbeitet werden.

Zu den weiteren Spezifikationen des Udoo-Minirechners gehören ein Gigabyte RAM, ein HDMI-Ausgang, WiFi, miniUSB- und microSD-Ports. Der Rechner bootet von einer microSD-Karte wie ein RaspBerry-Pi-Board. Das Betriebssystem kann so einfach durch den Austausch der SD-Karten binnen weniger Sekunden gewechselt werden. Standardmäßig ist Linaro, eine Linux-Distribution, die speziell auf ARM-Prozessoren abgestimmt ist, installiert. Durch diese Software kann auch das Arduino IDE Development Environment angesprochen werden und Daten direkt auf den SAM3X Arduino-Prozessor senden, ohne zusätzliche Kabel zu legen. Darüber hinaus kann Udoo auch mit einer angepassten Version von Android 4.0.4 umgehen – bis zur Auslieferung des Boards will man eine aktuelle Android-Version fertig haben. Eine Übersicht über die technischen Daten des Udoo findet ihr auf der Kickstarter-Seite.

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Udoo: zwei Welte auf einem Board vereint. (Foto: Udoo)

Das Board, das von einem Team aus verschiedenen Universitäten entwickelt wird, ist nach eigenen Angaben zu 80 Prozent fertig. Es müssen lediglich ein paar kleine Fehlerkorrekturen in Hard- und Software vorgenommen werden, um für einen September-Start gerüstet zu sein.

Preislich spielt es aufgrund der anspruchsvolleren Hardware in etwas anderen Regionen als Raspberry Pi. Ursprünglich hätte man für 99 US-Dollar eines der Boards auf Kickstarter erstehen können, nur kostet die Dual-Core-Version mit WiFi-Modul und Ethernet 109 US-Dollar – die Quad-Core-Variante wird für 129 US-Dollar angeboten. Darüber hinaus gibt es noch sogenannte Starter-Kits, die außer dem Board noch ein Netzteil, ein HDMI-Kabel sowie zwei Acht-Gigabyte-SD-Karten enthalten.

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5 Kommentare
limepix
limepix

Das ist meiner Meinung nach an der Idee vorbei, einen kostengünstigen Computer für wirklich jedermann zur Verfügung zu stellen. Ein Raspi oder auch ein Arduino haben gerade deshalb den Reiz für mich, weil man sie für ~25 bis 30 Euro bekommt. Sollte ich wirklich so viel Power in brauchen, dann greife ich doch gleich zu etwas wie einem Nettop, oder Ähnlichem…

Antworten
Chris

Wie schon limepix richtig sagt, ist die Idee von Udoo zwar nicht schlecht, aber wenn ich dann auch wirklich mehr Leistung möchte, greife ich auf einen Nettop. Auch die Größe von Udoo gefällt mir gar nicht, da sie noch größer ist als ein Raspi. Ich bleibe bei meinem Raspi und entwickel weiter :-)

Antworten
alaim
alaim

Meine frage wäre dahingehend, wenn das eine Kombination vom Raspi und Arduino ist, ob allein mit dem Udoo Board auch die Möglichkeit hat, die elektronik über die Pins anzusteuern?
Da ich nicht ganz so der Experte bin, würde ich mich auf eine Antwort freuen ohne Vorurteile zu hegen, gegen meine Frage.

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