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Unbegrenzter Urlaub: „Jeder soll sich als Mini-CEO in der Company fühlen“

Die Meinungsforscher von Appinio gewähren ihren Mitarbeitenden unbegrenzte Urlaubstage. Gründer Jonathan Kurfess erklärt im t3n Podcast, warum das sinnvoll ist und was es dafür braucht.

3 Min. Lesezeit
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Unbegrenzte Urlaubstage: „Intern hat das Ganze einen riesigen Impact“, sagt Jonathan Kurfess. (Foto: Appinio)

Urlaub, so lang man möchte? So oft man möchte? Immer mehr Unternehmen bieten ihren Mitarbeitenden unbegrenzte Urlaubstage an. In der Vergangenheit machten es unter anderem US-amerikanische Internetfirmen wie Facebook, Netflix und Dropbox vor, hierzulande haben Unternehmen wie der Matratzen-Fabrikant Casper und die Werbeagentur Serviceplan von sich Reden gemacht. Auch die Hamburger Belegschaft des Meinungsforschungsstartups Appinio zählen seit drei Wochen zu den Glücklichen. Gründer Jonathan Kurfess hat auf Linkedin die Neuregelung angekündigt und schrieb: „Das ist es, was ich gerne von meinem ehemaligen Arbeitgeber bekommen hätte.“ Doch was genau verbirgt sich hinter der Ankündigung?

Unbegrenzte Urlaubstage setzen Vertrauen voraus

Appinio-Gründer Kai Grana, Jonathan Kurfess und Max Honig setzen auf Vertrauen und Flexibilität. (Foto: Appinio)

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Im t3n Podcast gibt Kurfess einen Einblick. Es habe etwas gebraucht, bis die Idee zur Unlimited-Vacation-Policy in ihm gereift sei: „Anfang wusste ich gar nicht, dass es sowas gibt“, erklärt er. „Wir hatten wie jedes andere Unternehmen auch eine konkrete Anzahl an Urlaubstagen.“ Ausschlaggebend für den Sinneswandel war vor allem die Erkenntnis, dass Appinio binnen weniger Jahre zu einer enormen Erfolgsstory geworden ist und das auch und gerade aufgrund der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die „mit extrem hoher intrinsischer Motivation alles für das Unternehmen getan haben“, so Jonathan Kurfess. Der Gründer hat erfahren, wie eigenverantwortlich sein Team arbeitet, und glaubt, dass es das Vertrauen nun auch beim Urlaubsanspruch verdient habe.

„Alle bei Appinio sollen selbst entscheiden, wann, wo und wie sie arbeiten.“

Kurfess ist überzeugt, dass so ein Vorstoß zu einer besseren Lebensqualität führt. „Alle bei Appinio sollen selbst entscheiden, wann, wo und wie sie arbeiten.“ Überhaupt sei es so, dass Arbeit und Privates immer mehr verschmelzen und es sowieso schwierig sei, immer alles akkurat abzugrenzen. Der eine Kollege arbeitet gern am Abend, die andere auch mal am Wochenende. Wiederrum andere nehmen sich tagsüber raus, um für das Kind da zu sein. Man sei seit jeher bei der Arbeitszeit flexibel gewesen und somit sei es nur konsequent, das auch beim Urlaub zu sein. Einzig und allein eine Vorgabe bleibt unantastbar: Das gesetzliche Mindestmaß von 20 Tagen muss genommen werden. In manchen Teams seien Absprachen zudem wichtiger als in anderen.

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Jonathan Kurfess erklärt anderen Arbeitgebenden im t3n Podcast, dass es unbedingt Vertrauen gegenüber den Kolleginnen und Kollegen als Voraussetzung braucht, damit unbegrenzte Urlaubstage ihr volles Potenzial entfalten können. Nicht nur die Zufriedenheit im Team steige an, sondern auch die Produktivität. „Intern hat das Ganze einen riesigen Impact“, sagt er und verweist außerdem darauf, dass das Unternehmen auch nach außen hin noch attraktiver als Arbeitgeber wird. Die Unlimited-Vacation-Policy sei auch beim Kampf um Fachkräfte ein gutes Argument für Appinio. „Die Regel unterstreicht unsere Unternehmenskultur und bestätigt unser Selbstverständnis davon, dass sich jeder als Mini-CEO in der Company fühlen soll.“

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Das ganze t3n-Gespräch hört ihr hier!

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