Tool-Tipp

Videokonferenzen aufpeppen – so funktionieren virtuelle Hintergründe bei Zoom

In der Videokonferenz von zuhause aus am Strand liegen? Mit den virtuellen Hintergründen von Zoom geht's! (Gegen alberne Gesichter hilft das Feature übrigens nicht.) (Screenshot: t3n)

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Habt ihr ein unaufgeräumtes Homeoffice zu verstecken oder einfach Lust auf einen abwechslungsreichen Backdrop bei Videokonferenzen? Virtuelle Hintergründe bei Zoom machen’s möglich – wir zeigen euch, wie’s geht.

Immer mehr Video-Calls und Konferenzen finden in Heimarbeit statt. Dabei möchtet ihr vielleicht nicht unbedingt das unaufgeräumte Arbeitszimmer, die heimische Küche oder die Familienfotos an der Wand hinter dem Sofa an Vorgesetzte und Kollegen streamen. Wenn ihr für eure Kommunikation den Video-Conferencing-Dienst Zoom* benutzt, könnt ihr mit der zugehörigen Software den Hintergrund in eurem Videobild ausblenden. Voraussetzung ist leistungsfähige Hardware – oder eine einfarbige Oberfläche wie ein Greenscreen.

Am besten und hardware-schonendsten funktionieren die virtuellen Hintergründe mit einem Greenscreen, der in eurem Rücken hängt. (Screenshot: t3n)

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Wie bei jeder Anwendung, die die „Chroma-Key“ genannte Technik nutzt, wird ein Bild – in diesem Fall ein Foto – als Ebene unter das Videobild gelegt und dadurch erst einmal komplett überlagert. Anschließend geht die Software, hier Zoom, daran, alle Bereiche des „oben liegenden“ Videobildes in einer bestimmten Farbe unsichtbar beziehungsweise durchsichtig zu machen. An diesen Stellen wird dann das „unten liegende“ Foto sichtbar.

Virtuellen Hintergrund einschalten

Um das Feature zu aktivieren, öffnet ihr das Einstellungen-Fenster von Zoom und wählt „Virtueller Hintergrund“. Sofern euer Rechner nicht die Mindestvoraussetzungen erfüllt, müsst ihr hier den Haken bei „Greenscreen-Technik“ setzen. Seid ihr bereits in einer laufenden Konferenz, könnt ihr das Feature über den kleinen Pfeil neben dem Kamerasymbol am unteren Bildrand ansteuern.

Über das kleine Plus wählt ihr Bilddateien von eurer lokalen Festplatte aus, die dann euren Hintergrund ersetzen. Zoom versucht eigenständig, die auszublendende Farbe zu erkennen. Funktioniert das nicht richtig, könnt ihr den kleinen, ovalen Button in der Vorschau anklicken und dann im Videobild genau die Farbe wählen, die Zoom für euch „durchsichtig“ machen soll.

Für Desktop-Rechner ist mindestens ein Intel-i5-, besser ein i7-Vierkernprozessor zusammen mit macOS 10.13 oder Windows 10 Voraussetzung, damit ihr auf einen Greenscreen verzichten könnt. Für die iOS-App müsst ihr mindestens ein iPhone 8 oder neuer am Start haben.

Tipps zum Greenscreen-Einsatz

Der Begriff Greenscreen ist hier etwas irreführend. Ihr müsst nicht unbedingt einen tatsächlich grünen Hintergrund in eurem Rücken haben – theoretisch tut es fast jede einfarbige Oberfläche. Ausdrücklich zu empfehlen sind jedoch grün oder blau, da beispielsweise bei weiß, rot oder schwarz auch Teile eures Videobildes durchsichtig werden, die zu sehen sein sollten – etwa Haare, Augenbrauen, Kleidung oder Bereiche eures Gesichtes. Natürlich solltet ihr je nach Hintergrundfarbe aufpassen, was ihr anhabt. Ein grünes Shirt vor einem Greenscreen wird dann ebenso durchsichtig.

Setzt ihr einen Greenscreen ein, solltet ihr auf Objekte achten, die die gleiche Farbe wie euer Hintergrund haben – sie werden mit ausgeblendet. Hier ein grünes Buch, das gleiche gilt für Klamotten. (Screenshot: t3n)

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Ihr könnt euch als Greenscreen verhältnismäßig günstig ein einfaches Stofftuch in der jeweiligen Farbe zulegen und es beispielsweise mit Reißzwecken hinter euch befestigen. Alternativ tut es aber auch ein passend gefärbtes, großes Bettlaken, eine Tischdecke oder dergleichen. Habt ihr noch nichts in der Art parat und/oder auch keine Aufhängemöglichkeit, wollt den virtuellen Hintergrund aber unbedingt nutzen, gibt es passende Produkte günstig im Onlinehandel* – alternativ auch in teuer, dafür komfortabler.*

Stets wichtig ist außerdem, dass ihr vor eurem Hintergrund gut ausgeleuchtet seid, da sich die Software sonst manchmal verschluckt, weil Farben nicht klar erkannt werden. Verzerrte Schatten, die ihr hinter euch auf euer virtuelles Hintergrundbild werft, sind nur effektiv zu vermeiden, wenn ihr mindestens zwei Lichtquellen habt, die sowohl euch als auch euren Greenscreen im Rücken beleuchten.

Ein kleiner Zusatztipp für Brillenträger: Achtet bei euren Video-Konferenzen mit virtuellem Hintergrund auf das Zusammenspiel eures Bildschirms mit euren Augengläsern. Spiegelt sich euer farbiger Hintergrund etwa im Display eures Laptops, mag sich diese Spiegelung wiederum in euren Brillengläsern spiegeln – die ja eure Kamera abfilmt. Das kann genau dort zu unschönen Effekten führen, wo eure Konferenzpartner eigentlich eure Augen sehen sollten.

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3 Kommentare
Benny
Benny

Dazu wichtig zu erwähnen ist vielleicht, dass „zoom“ ziemlich umstritten ist was den Datenschutz angeht. Die tracken alles was geht: https://zoom.us/de-de/privacy.html

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Thomas
Thomas

Wir nützen einfach die Gratis-Version von: http://www.chromacam.me
klappt perfekt.

Antworten
Telkowand - Der Video Hintergrund für Videokonferenzen aus dem Home Office

Bei Videokonferenzen im Homeoffice ist ein professioneller Video Hintergrund praktisch. Warum nur Virtuell, wenn es auch professioneller geht? Sie sind im Homeoffice – also in Ihrer Küche, Ihrem Wohnzimmer oder gar Ihrem Schlafzimmer. An den Wänden hängen Familienfotos, es herrscht das übliche Chaos, Sie haben keinen neutralen Hintergrund für Skype Call oder Zoom Meeting. Mit der Telkowand können Sie leicht und schnell eine professionelle Atmosphäre schaffen und Ihr Zuhause bleibt privat.

Weiteres unter: https://www.formwandler-interactive.com/professioneller-videohintergund-fuer-die-videokonferenz-im-home-office-in-zeiten-von-corona

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