Anzeige
Anzeige
News

Von Instagram und Twitter gesperrt: Jetzt kauft Kanye West die Plattform Parler

Bei Twitter und Instagram ist Rapper Kanye West nach einem antisemitischen Posting gesperrt. Die Antwort des Rappers: Er will die rechte Social-Media-Plattform Parler kaufen.

2 Min.
Artikel merken
Anzeige
Anzeige
Rapper Kanye West ist in der Vergangenheit immer wieder durch krude Ausfälle, rassistische und antisemitische Kommentare aufgefallen. (Foto: Shutterstock/Liam Goodner)

„Dieser Deal wird die Welt verändern und die Art und Weise, wie die Welt über Meinungsfreiheit denkt“: Mit diesen Worten hat George Farmer, CEO von Parlement Technologies, am 17. Oktober verkündet, dass der US-Rapper Kanye „Ye“ West die Social-Media-Plattform Parler übernehmen will.

Anzeige
Anzeige

Parler: Hier soll Kanye West „nie wieder befürchten müssen, aus den sozialen Medien entfernt zu werden“

Konkrete Details zum Deal gibt es in der ersten Pressemitteilung von Parlement Technologies nicht, nur, dass er noch in diesem Jahr über die Bühne gehen soll. Und ein Statement vom kaufwilligen Rapper: „In einer Welt, in der konservative Meinungen als umstritten gelten, müssen wir sicherstellen, dass wir das Recht haben, uns frei zu äußern.“

Die Beiträge, die auf Parler gepostet werden, sind oft allerdings mehr als nur „konservative Meinungen“: Die Plattform ist ein Sammelbecken für rechte, rechtsextreme und verschwörungstheoretische Inhalte. Auch zahlreiche Trump-Anhänger:innen haben sich dort in den letzten Jahren vernetzt, eine Auswertung von GPS-Daten zeigt beispielsweise, dass am gewaltsamen Sturm des Kapitols im Januar 2021 zahlreiche Parler-Nutzer:innen beteiligt waren.

Anzeige
Anzeige

Als Konsequenz war die App zeitweise sowohl aus Googles Play Store, als auch aus Apples App Store entfernt worden. Mittlerweile ist sie in beiden Stores wieder verfügbar, weil Parler entsprechende Änderungen versprochen hatte.

Parlement-Technologies-CEO Farmer postuliert in der Pressemitteilung zur geplanten Übernahme, Kanye „Ye“ West würde „nie wieder befürchten müssen, aus den sozialen Medien entfernt zu werden“. Damit spielt er auf einen Vorgang an, der mit dafür gesorgt haben könnte, dass West Parler zu „seiner“ Plattform machen will: Sowohl Twitter als auch Instagram haben in den vergangenen Tagen die Konten des Musikers gesperrt, nachdem der sich auf seinen Profilen antisemitisch geäußert hatte.

Anzeige
Anzeige

Kanye West: Krude Ausfälle, Rassismus und eine Falschbehauptung im Fall George Floyd

West, der seinen Namen 2021 offiziell in „Ye“ geändert hat, ist in den letzten Jahren immer wieder durch krude Ausfälle und rassistische Beleidigungen aufgefallen. Der Rapper ist an einer bipolaren Störung erkrankt, mit der extreme psychische Schwankungen einhergehen.

Der aktuellste Eklat neben den antisemitischen Postings auf Twitter und Instagram: Nach der Tötung des Afroamerikaners George Floyd hatte West erklärt, er wolle dessen Hinterbliebenen mit einer Millionensumme unterstützen. Jetzt wendet sich die Familie von Floyd gegen den Rapper – weil der am 16. Oktober 2022 im Podcast „Drink Champs“ eine Falschbehauptung über die Todesursache des 46-Jährigen verbreitet hat.

Anzeige
Anzeige

„Sie haben ihm Fentanyl gespritzt. Wenn man genau schaut, sieht man, das Knie von dem Typen [Derek Chauvin] war nicht mal auf seinem [George Floyds] Hals“, postuliert West im Podcast. Der Anwalt der Familie, Lee Meritt, schrieb daraufhin auf Twitter, dass man deswegen eine Klage gegen West erwägen würde.

„Die Behauptung, Floyd sei an Fentanyl und nicht an der strafrechtlich und zivilrechtlich festgestellten Brutalität gestorben, untergräbt und schmälert den Kampf der Familie Floyd.“ Die Autopsien, die nach Floyds Tod einerseits im Auftrag von dessen Familie und andererseits von staatlichen Gerichtsmediziner:innen durchgeführt worden waren, unterschieden sich zwar deutlich, kommen aber beide zu dem Schluss, dass die körperliche Gewalt durch die Polizisten zumindest mitverantwortlich für Floyds Tod war.

Mehr zu diesem Thema
Fast fertig!

Bitte klicke auf den Link in der Bestätigungsmail, um deine Anmeldung abzuschließen.

Du willst noch weitere Infos zum Newsletter? Jetzt mehr erfahren

Anzeige
Anzeige
Kommentare

Community-Richtlinien

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!
Hallo und herzlich willkommen bei t3n!

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team von mehr als 75 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Schon jetzt und im Namen der gesamten t3n-Crew: vielen Dank für deine Unterstützung! 🙌

Deine t3n-Crew

Anleitung zur Deaktivierung
Artikel merken

Bitte melde dich an, um diesen Artikel in deiner persönlichen Merkliste auf t3n zu speichern.

Jetzt registrieren und merken

Du hast schon einen t3n-Account? Hier anmelden

oder
Auf Mastodon teilen

Gib die URL deiner Mastodon-Instanz ein, um den Artikel zu teilen.

Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Kommentar abgeben

Melde dich an, um Kommentare schreiben und mit anderen Leser:innen und unseren Autor:innen diskutieren zu können.

Anmelden und kommentieren

Du hast noch keinen t3n-Account? Hier registrieren

Anzeige
Anzeige