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Als Wahlhilfe ungeeignet: Microsofts KI-Chatbot liefert Falschinformationen zu Landtagswahl

Im Rahmen einer Studie untersuchte Algorithmwatch, wie zuverlässig Bing Chat politische Informationen liefern kann, etwa zur anstehenden bayerischen Landtagswahl. Das Ergebnis fällt eindeutig aus.

1 Min. Lesezeit
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Bing Chat macht aktuell noch einige Fehler. (Foto: Cfalvarez/Shutterstock)

Die 2017 gegründete Menschenrechtsorganisation Algorithmwatch hat Microsofts KI-Suchmaschine Bing Chat einem Test unterzogen. Dieser zeigt, dass aktuelle politische Entwicklungen eindeutig nicht die Stärke des Chatbots sind. Im Gegenteil: Bei Fragen rund um die Landtagswahl in Bayern verwechselt der Bing Chat Kandidaten, gibt Skandale falsch wieder und erfindet gar Prozentzahlen.

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Fragt man Microsofts KI-Suchmaschine, wann in Bayern der neue Landtag gewählt wird, antwortet diese mit dem 15. Oktober. Die Wahl findet allerdings am 8. Oktober statt. Wie Algorithmwatch außerdem offenbarte, bringt der Chatbot die Flugblattaffäre rund um den bayerischen Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger fälschlicherweise mit irreführenden Informationen über die Corona-Impfung in Verbindung und stellt damit einen vollkommen falschen Zusammenhang her. Auch bei Umfrageergebnissen zur bayerischen Landtagswahl konnte der Chatbot keine zuverlässigen Angaben machen.

Chatbot liegt nicht immer falsch – aber zu oft

Die Algorithmwatch-Studie zeigt auch, dass Bing Chat nicht immer falschliegt. Die Forschenden stellten insgesamt zehnmal innerhalb eines Zeitraums von zwölf Tagen Fragen zu Aiwanger. In acht Fällen waren die Antworten korrekt und enthielten sogar schlüssige Zusammenfassungen der Debatte.

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Karsten Donnay, Assistenzprofessor für politische Verhaltensforschung und digitale Medien an der Universität Zürich, reicht diese Erfolgsquote aber längst nicht. Er war an der Algorithmwatch-Recherche beteiligt und warnt angesichts der Ergebnisse vor einer „zu unkritischen Verwendung von KI“. Auch wenn KI-gestützte Suchmaschinen wie Bing Chat stetig weiterentwickelt werden, sei es vor allem bei politischen Themen gefährlich, sich Informationen mittels KI zu beschaffen und darauf basierend Meinungen zu bilden.

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Microsoft stellte seinen KI-Chatbot, der auf dem gleichen KI-Modell wie ChatGPT basiert, im Frühjahr als Erweiterung der klassischen Bing-Internetsuche vor. Seitdem erweiterte Microsoft Bing Chat um einen Sprachmodus.

Zudem wird die KI-Suchmaschine auch zunehmend mit anderen digitalen Plattformen verknüpft. Benutzer können die Bing-KI bereits bei Skype, im Edge-Browser sowie mit Chrome und Safari nutzen. Außerdem besteht die Möglichkeit, nicht nur mit Bing Chat Nachrichten auszutauschen, sondern auch Bilder per KI generieren zu lassen.

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