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Weiterbildungsgesetz angekündigt: Was hinter der Bildungszeit steckt

Ein neues Weiterbildungsgesetz soll Beschäftigten die Möglichkeit einer bezahlten Bildungszeit geben. Ein Vorbild gibt es auch: Österreich. Das steckt hinter dem Plan.

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Weiterbildungsgesetz: Bildungszeit nach österreichischem Vorbild. (Foto: Shutterstock/Fizkes)

Geht es nach dem Willen des Bundesarbeitsministers Hubertus Heil (SPD), sollen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer künftig während ihrer Beschäftigung in bezahlte Bildungszeit gehen können. „Wir werden nach österreichischem Vorbild eine Bildungszeit in Deutschland ermöglichen“, sagte Hubertus Heil der Deutschen Presse-Agentur (DPA).

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Dafür soll ein Weiterbildungsgesetz eingeführt werden, dass die Bildungszeit und einige weitere Maßnahmen regelt. Laut der DPA solle es in den nächsten Wochen bereits im Bundeskabinett beschlossen werden. Ziel sei es, Beschäftigten hinsichtlich des immer drängenderen Fachkräftemangels zusätzliche Chancen zu eröffnen, so Hubertus Heil.

Bildungszeit nach österreichischem Vorbild

In Österreich können Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer für maximal ein Jahr eine berufliche Auszeit für eine Aus- oder Weiterbildung nehmen. Diese Auszeit kann auch in Teilzeit über zwei Jahre ausgeübt werden. Binnen dieser Zeit können Beschäftigte auch ein Weiterbildungsgeld beim Staat anmelden – das sich ähnlich einer Elternzeit zusammensetzt.

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„Über Mittel der Bundesagentur für Arbeit wird dabei der Unterhalt sichergestellt, und zwar auf Höhe des Arbeitslosengeldes, also 60 Prozent für Alleinstehende, 67 Prozent mit Kind“, so Bundesarbeitsminister Hubertus Heil gegenüber der DPA weiter. Künftig sollen alle Potenziale ausgeschöpft werden. „Hier müssen wir alle Register ziehen“, so Hubertus Heil.

Das finanzielle Volumen des Vorhabens soll laut dem Bundesminister bei der Bundesagentur für Arbeit bis zum Jahr 2026 aufwachsend rund 771 Millionen Euro jährlich betragen. 190 Millionen Euro sollen aus dem Bundeshaushalt dazukommen. Demgegenüber stünden Beitrags- und Steuereinnahmen durch den Aufbau von Beschäftigung.

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Fachkräftemangel in allen Branchen eklatant

„Unternehmen suchen händeringend Fachkräfte“, so Heil. Ob im Handwerk, in der Pflege oder in der IT. Der Fachkräftemangel gilt als größte Wachstumsbremse neben der Inflation und dem Klimawandel. Auch Zuwanderung von ausländischen Fachkräften sowie bessere Ausbildungschancen junger Menschen sind Teil des Planes der Bundesregierung, Fachkräftelücken zu schließen.

In der IT-Branche fehlen der deutschen Wirtschaft allein 137.000 Fach- und Führungskräfte. Vor allem in der Software-Entwicklung, der IT-Sicherheit und der Datenauswertung werden Expertinnen und Experten händeringend gesucht. Die Kosten unbesetzter Stellen gehen für die Gesamtwirtschaft inzwischen in die Milliarden, für einzelne Unternehmen in die Zehntausende.

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