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Windows-Alternativen: Mit diesen Linux-Distributionen gelingt der Umstieg problemlos

Seit Mitte Januar 2020 leistet Microsoft keinen Support mehr für Windows 7. Dabei ist das OS noch weitverbreitet. Wir stellen euch heute acht Linux-Distributionen vor, die eine Alternative (nicht nur) für eure Windows-7-Installation sein könnten.

13 Min. Lesezeit
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Das Gerücht, die Windows-Alternative Linux sei nur etwas für Nerds, ist längst überholt. (Foto: Shutterstock)

Nach gut zehn Jahren hat Microsoft die Unterstützung der populären 7er Version seines Windows-Betriebssystems eingestellt. Funktionale Updates hatte es schon länger nicht mehr gegeben, nun aber gibt es nicht einmal mehr die wichtigen Sicherheitsupdates.

Dein Grund für Windows 7 kann dein Grund für Linux sein

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Auf den ersten Blick erscheint es unverständlich, dass Windows 7 im Jahr 2021 noch irgendwo installiert sein sollte. Tatsache ist aber, dass vor allem Behörden, aber auch viele Privatnutzer nach wie vor auf das Uraltsystem setzen. So sind etwa allein in Berlin von den rund 82.000 Rechnern in Senats- und Bezirksverwaltungen, bei Polizei, Feuerwehr, Justiz und Bürgerämtern erst 70 bis 75 Prozent auf Windows 10 umgestellt.

In Behörden hat das viel mit der eingesetzten Spezial-Software zu tun. Hier setzen Hersteller traditionell lieber auf eine ältere Betriebssystemversion als auf Bleeding Edge. Und es hat natürlich auch mit dem Alter der eingesetzten Hardware zu tun. Diese Begründung teilen sich Behörden mit vielen Privatnutzern.

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Ein guter Rechner ist eine Investition. Der soll schon einige Jahre halten. Gleichzeitig werden Betriebssysteme mit jedem Update ressourcenhungriger. Updates senken also auf Dauer die Arbeitsgeschwindigkeit. Da hilft es nichts, dass es für jeden Windows-7-Nutzer auch einen Update-Weg gibt, der zu einer gültigen Windows-10-Lizenz zu geringen Kosten führt. Die Hardware muss es leisten können.

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Dabei müssen die Computer nicht einmal uralt sein, um Probleme zu bereiten. Der Autor dieser Zeilen hat soeben ein Samsung-Notebook des Baujahrs 2013 mit Zorin OS ausgerüstet, weil Windows 10 unverschämt langsam geworden war. Und dieses Samsung-Notebook ist nun wirklich noch viel zu gut, um es zum E-Schrott zu geben. Mit Zorin OS, einem Ubuntu-Derivat, also einem Linux-Betriebssystem, läuft es wieder wie neu.

Linux eignet sich auch für den Desktop. Auf Servern ist es ohnehin führend. (Grafik: Stanislaw Mikulski/Shutterstock)

Gerade ältere Hardware profitiert von Linux

Der Vorteil beim Einsatz eines Linux auf einem älteren Gerät ist gerade die Hardwareunterstützung. Während brandneue Systeme häufig Probleme mit Linux haben, weil die Hersteller kein Geld für die Entwicklung von Treibern ausgeben wollen, haben das engagierte Community-Entwickler vielfach für ältere Hardware getan.

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So gibt es auch für eingefleischte Windows-Nutzer Gründe, zumindest mit einzelnen Geräten auf ein Linux-OS zu setzen. Denn irgendein älteres Gerät hat sicherlich jeder in der Ecke liegen. Ihr werdet euch wundern, zu welcher Performance das eigentlich ausgemusterte Stück noch in der Lage ist, sobald es unter Linux gestartet wird.

Die unüberschaubare Vielfalt der Linux-Distros

Linux-Distributionen – kurz Distros genannt –  gibt es in schier unüberschaubarer Vielfalt. Die Website Distrowatch ist praktisch die einzige Möglichkeit, den Überblick zu bewahren. Sie listet neben den zehn Haupt-Distributionen auch die unzähligen Derivate auf.

Gerade die auf einer der Hauptdistributionen basierenden Varianten sind häufig sehr zielorientiert zusammengestellt und eignen sich für spezielle Zwecke. Das kann etwa die Container-Unterstützung in der Cloud oder der Antrieb für Geräte im Internet der Dinge sein. Canonical hatte vor einiger Zeit sogar anwendungsspezifische Pakete etwa für den Betrieb eines Smarthome-Servers vorgestellt. Ebenso gibt es die Ein- und Umsteiger-Derivate, die das Ziel verfolgen, neue Desktop-Nutzer für eine Linux-Variante zu gewinnen.

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Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie die Komplexität des Linux-Systems reduzieren und auf den Bedarf von Desktop-Nutzern optimieren. So treffen solche Distributionen viele Vorentscheidungen, lassen den Nutzern am Ende aber stets die Möglichkeit, tiefer einzusteigen und das Linux so zu verändern, wie sie es sich wünschen.

Wir wollen euch einige Linux-Distributionen zeigen, die sich besonders für den Einstieg in oder den Umstieg auf das freie Betriebssystem eignen. Um die einzelnen Vorschläge auszuprobieren, müsst ihr sie nicht einmal auf eurem Computer installieren.

Die Unverbindlichkeit des Linux-Live-Systems

Vielmehr reicht es, sie von einem USB-Stick oder einer CD/DVD als sogenanntes Live-System zu booten. So laufen sie zwar etwas langsamer, ändern aber nichts an eurer sonstigen Installation. Beendet ihr die Sitzung und zieht den USB-Stick ab, startet beim nächsten Mal euer bisheriges Betriebssystem, als wäre nichts gewesen.

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Entscheidet ihr euch dann für den dauerhaften Einsatz, könnt ihr die Installation vom gleichen Medium wie das Live-System starten. In den allermeisten Fällen ist dabei sogar eine parallele Installation zu einem bestehenden Windows möglich, wenn auch unnötig. Immerhin wollt ihr euer Windows ja gerade durch etwas Leistungsfähigeres ersetzen.

Die folgenden Distros sollten dabei ganz oben auf eurem Zettel stehen.

Elementary OS

Na, das ist doch? Nee, das ist Linux. (Screenshot: t3n)

Na, das ist doch…? Nee, das ist Linux. (Screenshot: t3n)

Die Linux-Distribution Elementary OS gehört zu den erfolgreichsten Distros überhaupt und belegt derzeit Platz 11 bei Distrowatch. Elementary basiert auf Ubuntu, geht aber abseits vom Kern eigene Wege.

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Das wesentliche Unterscheidungsmerkmal zu anderen Distributionen ist der eigens entwickelte Pantheon-Desktop, der teils an Gnome erinnert, tatsächlich jedoch eine komplette Eigenentwicklung des Elementary-Projekts ist.

Überhaupt setzt Elementary OS konsequent auf Eigenlösungen, respektive solche, die wie das System selbst auf der freien GTK-Programmbibliothek aufsetzen, darunter Abiword oder Gnumeric als Text- und Tabellenbearbeitung. Crossplattform-Apps wie Firefox liefert Elementary nicht aus.

Für die Bereiche Web-Browsing, E-Mail, Dateien, Foto, Video und Musik sowie Kalender, Kamera und Programmierung bringt Elementary OS seine eigenen Anwendungen mit. Die Files-App des OS unterstützt auch Cloud-Speicherdienste.

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Insgesamt erinnert der Elementary-Desktop deutlich an macOS, was durch die Verwendung des alternativen Docks Plank noch verstärkt wird. Damit lässt sich nämlich das für macOS charakteristische Dock am unteren Bildschirmrand nahezu identisch nachbauen.

Um den Um- oder Einstieg zu erleichtern, kommt Elementary mit verschiedenen Assistenten, die dabei helfen, grundlegende Konfigurationen beim ersten Start nach der Installation vorzunehmen. Das erleichtert das User-Onboarding. Ein Begrüßungsscreen sorgt für ein persönlicheres Anmeldeerlebnis.

Bei der App-Distribution setzt Elementary auf das eigene App-Center, das mit Unterstützung der Open-Source-Technologie Flatpak eine sichere und privatsphäre-freundliche Methode der App-Bereitstellung bietet. Auch für Apps, die Nutzer nicht aus dem App-Center, also Elementarys App-Store, laden, kann Flatpak für mehr Sicherheit sorgen. Hierfür haben die Entwickler die Funktion Sideload entworfen, die für Downloads und Installationen außerhalb des App-Stores vorgesehen ist.

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Das Elementary-Team hat sich einem monatlichen Release-Zyklus verpflichtet und bringt zuverlässig einmal im Monat ein Update-Paket heraus, das neben Fehlerbehebungen oder Sicherheitsverbesserungen auch neue Features an Bord haben kann.

Die Distribution ist von der Website frei zu laden und kostenlos nutzbar. Die Entwickler hoffen jedoch auf eine Spende.

Zorin OS

Die irische Distribution Zorin OS basiert ebenfalls auf Ubuntu. Sie richtet sich vor allem an Windows-Umsteiger. In der kostenpflichtigen Ultimate-Version bringt sie auch eine macOS-Optik mit. Die Ausgaben Core, Lite und Education stehen kostenlos zur Verfügung, weisen aber nicht den gleichen Funktionsumfang auf.

Zorin OS ist in der Bedienung Windows sehr ähnlich. Bei der Programmauswahl haben die Entwickler darauf geachtet, solche Apps zu wählen, die Windows-Software in Optik und Bedienung nahe kommen. Zorin OS bringt einen eigenen App-Store mit, über den Software einfach nachinstalliert werden und aktuell gehalten werden kann. Dabei setzt Zorin OS wie Elementary auf Flatpak.

Die Systemeinstellungen können im Zorin OS über grafische Menüs erledigt werden, die Windows-Nutzern geläufig vorkommen werden. Insgesamt gestaltet sich der Einstieg sehr einfach. Die Einrichtung kann auch gänzlich ohne Linux-Kenntnisse unfallfrei erfolgen. Nach der Installation ist das OS bereits voll funktionsfähig. Es hat Software für das Büro und die Internetnutzung bereits an Bord, sodass Nutzer praktisch sofort produktiv arbeiten können.

Für Nutzer von Windows 7 auf vorhandenen Systemen dürfte die Lite-Version am attraktivsten sein. Denn die hier eingesetzte Desktop-Umgebung Xfce ist schlank und jener des Microsoft-Systems am ähnlichsten. Xfce bringt auch die höchste Performance für sehr alte Hardware.

Ansonsten ist Zorin OS eine aktuelle Distribution, die bereits die zehnte Generation der Intel-Prozessoren unterstützt. Zorin OS kann mit Android-Smartphones verbunden werden.

Linux Lite

Linux Lite 5.0 sollte Windows-Nutzern schnell vertraut werden. (Screenshot: Lite Linux)

Linux Lite ist eine weitere Distribution, die auf Ubuntu basiert. In der eben erschienenen Version 5.0 besteht der Unterbau aus Ubuntu 20.04 LTS.

Aktuell bringt die Distro im Auslieferungszustand den Linux-Kernel 5.4.0-33, Libreoffice 6.4.3.2, Gimp 2.10.18, Thunderbird 68.8.0 und den Firefox 76.0.1 mit. Der Einsatz eines verhältnismäßig aktuellen Linux-Kernels sorgt unter anderem dafür, dass Linux Lite auch unter aktuellerer AMD-Hardware wie der Renoir-Plattform genutzt werden kann. Wer Linux Lite auf einem aktuellen Notebook einsetzen will, sollte ein Update auf den Kernel 5.8 in Erwägung ziehen oder eine Distro wählen, die diesen bereits integriert, etwa Ubuntu 20.10 Groovy Gorilla.

Neben Ubuntu setzt Linux Lite auf die freie Desktop-Umgebung Xfce, die einen schlanken grafischen Oberbau verspricht und mit dem neuesten Fenstermanager eine deutlich verbesserte Anpassbarkeit an die persönlichen Vorlieben des Nutzers mitbringt. Xfce ist kompatibel zu Gnome und KDE und kann daher auch Programme ausführen, die für die alternativen Desktopumgebungen geschrieben wurden.

Natürlich kann Linux Lite auch mit einer der anderen Desktopumgebungen betrieben werden. Das würde allerdings dem Konzept der Distribution zuwiderlaufen, immerhin ist Linux Lite von seinen Entwicklern ausdrücklich dazu geschaffen worden, potenziellen Interessenten zu zeigen, wie einfach die Bedienung eines Linux-Betriebssystems sein kann. Den Eindruck unübersichtlich großer Linux-Boliden wollte das Team vermeiden.

Um Ein- und Umsteiger bestmöglich zu unterstützen, fügt Linux Lite dem unterliegenden Ubuntu eine Reihe an Tools und Programmpaketen hinzu, die vor allem den Umgang mit dem System erleichtern sollen. Für den blutigen Anfänger empfehlen sich besonders das „Welcome Center“ und das in Version 5.0 stark erweiterte „Help Manual“. Bei den beiden Helferlein handelt es sich zum Ersten um eine Art Onboarding-Tool und zum Zweiten um eine opulent illustrierte Hilfedatei, die der Einsteiger direkt vom Desktop aus starten kann.

Mit dem „Linux Lite Control Center“ liefert die Distro eine zentrale Anlaufstelle für nahezu alle Systemeinstellungen, zudem gibt es mit dem Whisker Menu ein dem Windows-Startmenü ähnelndes Systemmenü, das auf die gleiche Weise bedient wird, wie sein Windows-Pendant. Für das Nachinstallieren von Software hat Linux Lite den eigenen Paketmanager „Lite Software“ an Bord, der einem App-Store ähnelt. Hier finden sich nicht nur populäre Programme wie Chrome, Spotify oder die Spiele-Plattform Steam.

Das gut 1,4 Gigabyte große ISO lässt sich über einen USB-Stick oder eine DVD installieren, aber auch als Live-System zum Testen nutzen. So könnt ihr risikofrei schauen, ob die Distro euren Geschmack trifft.

Linux Mint

Linux Mint in der Cinnamon-Edition. (Screenshot: Linux Mint)

Linux Mint basiert auf Ubuntu und wurde 2006 gestartet. Mint wird oft als das „umfangreichere Ubuntu“ bezeichnet, bietet aber mehr als nur neue Anwendungen. Im Distrowatch-Ranking liegt Mint inzwischen vor Ubuntu.

Die Entwickler haben durch eine Vielzahl grafischer Werkzeuge die Benutzerfreundlichkeit von Ubuntu verbessert. Dabei setzten sie sinnvolle Vorschläge vonseiten der Community schnell um. Bei der Installation will Mint dem Nutzer bestmögliche Ergebnisse liefern, weshalb es etwa proprietäre Treiber und Codecs anstandslos integriert.

Eine neue Linux-Mint-Version steht meist einige Wochen nach der stabilen Version von Ubuntu zur Verfügung. Neben der Haupt-Edition mit dem eigenentwickelten Cinnamon-Desktop gibt es noch Editionen mit den Desktops Mate, einem Gnome-2-Nachfolger und Xfce, der schlanksten und performantesten der drei Umgebungen.

Bei der Softwareausstattung verlässt sich Mint auf bewährte Lösungen wie Firefox oder Libreoffice, schneidet aber durchaus manchmal alte Zöpfe ab. So ersetzte das Team in Version 19.3 den populären und stabilen VLC-Player im Standard durch das sehr neue und in einer frühen Version vorliegende Tool Celluloid. Glücklicherweise ist der VLC-Player nur einen Klick weit entfernt und über die integrierte Paketverwaltung schnell nachzuinstallieren.

Aktuell ist die Version 20, die auf Ubuntu 20.04 LTS basiert und bis 2025 unterstützt werden soll. Alle Editionen können über diverse Mirror-Server weltweit als ISO heruntergeladen werden.

PCLinuxOS aka PCLOS

PCLinuxOS in der KDE-Variante. (Screenshot: PCLOS)

PCLOS ist eine im Jahr 2003 gestartete US-amerikanische Distribution, die auf Mandrake Linux zurückgeht und sich besonders durch ihre verlässliche und umfangreiche Hardwareerkennung einen Namen gemacht hat. Wie der Name erkennen lässt, ist das System voll auf den Desktop-Einsatz zugeschnitten.

Um PC-Anwendern ein möglichst umstandsloses Nutzererlebnis zu bieten, setzt PCLOS auf maximale Kompatibilität. So liefert die Distro teils proprietäre Treiber und Codes mit, die Nutzer voraussichtlich brauchen werden, die aber nicht der reinen Lehre der Open-Source-Welt entsprechen, weil sie etwa unklaren Lizenzregelungen unterliegen.

Bei der Desktop-Umgebung hat sich PCLOS nicht festgelegt. Es werden Varianten mit Xfce, Mate und KDE angeboten. Die Paketverwaltung, also die Verwaltung verfügbarer und installierter Software erfolgt klassisch via APT und Synaptic.

PCLOS wird schon seit 2007 als sogenanntes Rolling Release veröffentlicht. Updates erfolgen nicht zu festgelegten Zeitpunkten, sondern bei Bedarf über die Paket-Verwaltung. Das soll die weitestgehende Aktualität aller Komponenten gewährleisten.

Die Distribution wird über verschiedene internationale Mirrors als ISO-Download angeboten. Der erfolgt direkt von den FTP-Servern des jeweiligen Mirrors und mag modernen Nutzern etwas antiquiert erscheinen, funktioniert aber reibungslos.

MX Linux

MX Linux. (Screenshot: MX Linux)

MX Linux ist die Nummer 1 im Distrowatch-Ranking. Das Betriebssystem entstand aus dem Zusammenschluss der ehemals getrennt entwickelnden Communities von Antix und Mepis, was die ungewöhnliche Herkunftsangabe Griechenland/USA erklärt.

MX Linux fokussiert sich klar auf die Desktop-Nutzung und will auch als OS für die Hosentasche wahrgenommen werden. Die Distribution basiert auf dem Stable-Branch der Haupt-Distros Debian und Antix und setzt auf die schlanke Xfce-Umgebung. Xfce ist von der Bedienung besonders nah an Windows und bringt den vertrauten Look mit.

Neben der eleganten Optik überzeugt MX Linux mit einem hohen Grad an Abstraktion in der Systemkonfiguration und deren Handling. Nahezu alle Einstellungen können in der grafischen Oberfläche der eigens entwickelten MX Tools vorgenommen werden. Das System gilt als überaus stabil und hochperformant.

Die Einrichtung des Systems kann ohne Linux-Kenntnisse vorgenommen werden. Die Installation wird aus dem Live-System initiiert. Um die Partitionierung kümmert MX Linux sich automatisch, erlaubt aber natürlich den Eingriff des Nutzers.

Bei den Zusatz-Apps bleibt MX Linux bei bewährter Kost, also Firefox für das Web, Gimp für die Bildbearbeitung, Libreoffice fürs Büro. Weitere Software lässt das System auf verschiedenen Wegen ein. Mit dem MX Package Installer erhalten Nutzer einfachen Zugriff auf die populärsten Apps, sortiert nach Einsatzkategorien. Der Installer nutzt zudem die Flatpak-Technologie. Linux-Veteranen können aber auch APT oder Synaptics für die Softwareverwaltung verwenden.

Zum Beitragszeitpunkt ist MX Linux 19.2, das am 2. Juni 2020 freigegeben wurde, die aktuelle Version. Die Version setzt Xfce 4.14 und den Kernel 5.6 ein. Für die Aktualisierung des Systems ist ein eigener Updatemanager zuständig, der sich bei Bedarf beim Nutzer meldet und verfügbare Updates signalisiert.

Anders als andere Distros bietet MX Linux weiterhin eine Version mit 32Bit-Kernel an. Neben der Hauptversion mit 64Bit-Kernel können Nutzer besonders aktueller Hardware auch eine darauf optimierte Variante herunterladen. Alle Versionen stehen als ISO oder Torrent zum Download bereit.

Deepin

Deepin: Das schönste Linux? (Screenshot: Distrowatch)

Deepin ist eine recht neue Distribution der gleichnamigen Firma aus dem chinesischen Wuhan. Deepin 20 basiert nicht (mehr) auf Ubuntu, sondern auf Debian 10.5 „Buster“. Bis zur Vorversion, dem 2015 erschienenen Deepin 15, verwendete die Distribution Ubuntu als Grundlage und wechselte erst kürzlich zu Debian.

Anstelle einer der üblichen Desktop-Umgebungen setzt das chinesische Entwicklerteam auf eine Eigenentwicklung, die Deepin-Desktop-Umgebung (DDE). Deepin gehört sicherlich zu den „schönsten” LInux-Distributionen.

Die DDE weist starke optische Ähnlichkeiten zu macOS auf, erlaubt aber wesentlich mehr Anpassungen als das System aus Cupertino. So können Nutzer im sogenannten Designmodus etwa ein Dock wie unter macOS, alternativ aber im sogenannten Leistungsmodus eine Taskleiste wie unter Windows verwenden. Das Dock kann zudem an allen vier Bildschirmseiten platziert werden.

Deepin wird recht schnell auf die jeweils aktuellen stabilen Kernel aktualisiert und bietet daher einen vergleichsweisen sehr guten Hardware-Support. So werden auch aktuelle Prozessoren wie AMDs neue Ryzen-Serie oder Intels Tiger Lake unterstützt.

Deepin ist durch die optische Nähe zu wahlweise macOS oder Windows für Umsteiger aus beiden Lagern interessant. Der integrierte App-Store namens Deepin-Store listet allerdings Software mit einer gewissen Verzögerung, sodass Nutzer, die stets die aktuellsten Versionen haben wollen, wissen müssen, wie Installationen unter Linux grundsätzlich funktionieren. Echte Einsteiger sind daher möglicherweise mit einer anderen Distro besser bedient.

Distrowatch listet die Distribution stabil in den Top 20 der beliebtesten Linux-Betriebssysteme. Gerade in China ist Deepin überaus populär. Dabei ist sie mehr oder weniger komplett in deutscher Sprache verfügbar. Da, wo es im Detail noch an Übersetzungen mangelt, findet ihr englische Texte vor. Das trübt den Eindruck aber nicht.

Deepin kann über die Download-Seite geladen und von einem USB-Stick installiert werden. Das 2,6 Gigabyte große Image kann aus verschiedenen Quellen, sogar aus einem Google Drive bezogen werden. Deepin 20 ist im September 2020 veröffentlicht worden.

Ubuntu

Ubuntu 20.04 LTS. (Screenshot: Canonical)

Zu guter Letzt sei noch Ubuntu selbst erwähnt. Das System wurde erstmals 2004 angekündigt und konnte sich schnell zur populärsten Linux-Distribution entwickeln. Der Grund dafür war vor allem, dass Projektgründer Mark Shuttleworth erhebliche finanzielle Mittel einsetzte, um etwa kostenlose CDs an alle Interessenten zu verschicken. Ubuntu sollte das „Linux für den Menschen“ werden und war insofern selbst schon als Einsteiger-System gedacht.

Das OS basiert wiederum auf „Sid“, einem Entwicklungszweig von Debian. Ubuntus Updatezyklus ist verlässlich halbjährlich. Standard-Releases werden neun Monate lang mit Updates versorgt. Alle zwei Jahre, zuletzt im April 2020, erscheinen sogenannte LTS-Versionen (LTS = Long Term Support, Langzeitunterstützung), die fünf Jahre lang mit Updates versorgt werden.

Ubuntu bietet unter anderem einen Migrationsassistenten für Windows-Nutzer und die einfache Installation proprietärer Treiber für ATI- und NVIDIA-Grafikkarten. In den letzten Jahren hat sich Ubuntu in der Community einiges an Unbeliebtheit erworben, weil die Entwickler deutliche Änderungen an der grafischen Benutzeroberfläche und der dahinterliegenden Technologie vorgenommen hatten.

Welche Distribution solltet ihr wählen?

Alle hier vorgestellten Distributionen richten sich an Desktop-Nutzer und stellen als solche gute Betriebssysteme für den täglichen Bedarf dar. Aufgrund der grundsätzlichen Offenheit des Linux-Systems kann jede der genannten Distros so umgebaut werden, dass sie weitgehend einer anderen entspricht – mit Ausnahme der eigenentwickelten Tools.

Das vorausgeschickt eignen sich für den Ein- oder Umstieg vor allem Zorin OS, Linux Lite und das Elementary OS, weil hier ganz besonders geringe Einstiegshürden bestehen. Die Entwickler fokussieren sich klar auf das reibungslose Onboarding neuer Nutzer und bieten besonders viel Hilfestellung und Automatismen, um Neunutzer schnell arbeitsfähig zu machen. Der Autor dieser Zeilen setzt derzeit auf das Zorin OS.

Habt ihr auch schon den Umstieg auf Linux in Erwägung gezogen? Wenn nein, warum nicht? Wenn ja, welche Distributionen habt ihr ins Auge gefasst?

(Der Beitrag wurde am 24. Oktober 2020 umfassend aktualisiert und um die Distribution Deepin erweitert.)

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14 Kommentare
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dennis
dennis

Der Artikel stellt genau das dar warum niemand richtig Lust auf Linux und dessen Veröffentlichungen hat. Da werden als erstes schon mal Behauptungen aufgestellt, die pauschal Updates schlecht machen. Jeder, der sich mit Software ausgekennt, weiß, dass es so nicht laufen muss. Aber es wird einfach so behauptet und das auch noch jeglichem Update unterstellt….

Dann folgen die üblichen Pros von Fakten, gefolgt von Zahlen, die man selbst natürlich nicht überprüfen kann.

Aber dann geht es richtig los, so wie man es von Linux Vertretern kennt: Da werden Begriffe rausgehauen, mit denen man einfach nichts anfangen kann, Szenarien dargestellt, die dem privatem Nutzer nichts nutzen oder niemals eintreten.

Linux und deren Fans und, ich nenne sie mal, Werber, verstehen einfach nicht, dass man keine Lust hat sich mit all den technsichen Dingen zu befassen. Niemand hat Lust sich mit diesem Begriffen zu beschäftigen. Linux kommt immer ziemlich von oben herab beim Enduser an. So ist das leider und der Artikel macht da keine Ausnahme.

Ich selbst nutze Linux, bin selbst ein Ubuntu User. Trotzdem empfinge ich das immer so, wie beschrieben und das ist seit… ja, eigentlich schon immer so.
Wenn ich an so Dialog denke: Jemand sagt, dass er ein Problem in Windows hat und jemand steht dabei uns ist ein Linux Fanby, dann kommt immer so ein Spruch wie: „Mit Linux hab ich das nicht“, „Ich hab immer die Kontrolle über das OS“ und so weiter und so fort…

Dabei ist ganz offensichtlich, dass diese Fanboys das OS als Spielwiese sehen. Der normale User nutzt das OS, um Programme auszuführen, zu arbeiten etc. Das OS soll funktionieren und man möchte sich nicht damit beschäftigen. Warum glaubt ihr ist der Mac so erfolgreich? Warum glaubt ihr geht MS den Weg wie sie ihn mit W10 eingeschlagen haben?

Wenn ihr schon einen solchen Artikel schreibt, dann bitt an den Enduser gerichtet und nicht von Linus Fanboy an Linux Fanboy. Und seid auch ehrlich: Es gibt einfach nciht jede Software für Linux. Durchbrecht den Kreis doch mal endlich, dann wird das auch mal was mit der Verbreitung von Linux.

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Dieter Petereit

Moin Dennis! Danke für deinen Kommentar, mit dem ich aber leider nichts anfangen kann. Ich wüsste nicht, wo ich Updates pauschal schlecht gemacht hätte oder wo ich zu tief in Linux-Terminologie eingetaucht wäre. An sich war mein Ziel, gerade keine Angst oder Unlust vor dem OS zu erzeugen. Und von wegen Fanboi. Ich benutze Betriebssysteme nur und betrachte sie nicht als Spielwiese ;-) Gruß, D.

Antworten
Dereinst
Dereinst

Dennis hat im Großen und Ganzen recht und ich empfinde es ebenso. Ich arbeite Win als Basis, nicht als Spielwiese. Die Hardware und die Programme müssen laufen, der Rest interessiert nur wenig.
In jedem Umsteigerartikel wird auf Dinge verwiesen, die Win User nicht kennen und brauchen. Also Nullinformation bzw. Nullrelevanz haben. Wie „erinnert an Gnome…“ und ähnliches. Gnome kennt kein Windowsuser und dementsprechend gibt es keine Erinnerung daran. Das eine Dispritution nun keine Crossplattform Apps anbietet, ist IMHO kein Pro Argument… Gar nichts bekanntes wirkt für Eroberer und seeeehr Neugierige vielleicht anziehend. Für alle anderen eher abstoßend. Und dies geht durch fast alle Linux (für Umsteiger) Artikel. Also, die eigentlich angesprochene Zielgruppe wird so nicht nur knapp verfehlt, sondern sogar ziemlich deutlich.

Geraldo
Geraldo

Danke für diesen Beitrag – die Ubuntu´s werden Ihnen danken (;-
Fehlt da nicht Arch basierten Distros – Manjaro ist ja auch weit vorne. Aber selbst Debian kommt nur durch MX-Linux vor.
Aber bei so vielen Linux-Distributionen ist es auch ganz schön schwer eine Auswahl zu treffen.
Danke und liebe Grüsse.
Geraldo

Antworten
Dieter Petereit

Hallo. Ja, die Auswahl einer solchen Liste ist natürlich immer subjektiv. Die genannten Distros sind aber sicherlich gut geeignet und wer interessiert sich schon dafür, welche Haupt-Distro drunter liegt? Siehe andere Kommentare hier ;-)

Antworten
Riff Raff
Riff Raff

(Das geht nicht gegen den Autor des Artikels – ich denke nicht, dass er ein „Fanboy“ ist)

Super Dennis!
Auch wenn ich das mit den Updates in diesem Artikel nicht so wahrgenommen habe – ABER:

Dein gesamter Beitrag stimmt ansonsten zu 100%.
Auch ich nutze von Ubuntu, Arch, Mint alles an Linux (bin bei Mint hängengeblieben).
beruflich administriere ich AIX Unix, HP-UX, RedHat und Windows7 und 10.

Seit Jahren bemängel ich auch diese Kompliziertheit von Linux und dieses FanBoy-Getue, alleine schon für diese Aussage werden die Fanboys wieder schreien „Linux ist nur der Kernel und nicht das Release“.
Exakt dieses problem ist es, was meine Verwandten, Familie und Freunde davon abhält auf Linux zu wechseln – sie verstehen es nicht, sie wollen es nicht verstehen und, ich finde, sie müssten es auch nicht verstehen. Darum nutzen sie Macs und Windows – weil niemand wissen will, was unter der Haube los ist. niemand will sich jedes mal fragen „Hab ich jetzt apt, rpm, dpkg, yum, rug????“
Meine Familie ist jedesmal schon abgeschreckt, weil Linux Mint mit JEDEM UPDATE (mit JEDEM!!!) meine Grafiktreiber zerhaut und ich an der Kommandozeile den nvidia-treiber wieder re-installieren muss. DAS kann man 08/15-usern einfach nicht zumuten!

Es ist ein Spagat – die Nerds sollen ihre Installation zu 100% unter Kontrolle haben – aber die „normalos“ sollten damit nicht genervt werden – und: Das System muss stabil funktionieren!
Ein weiteres problem: Die FanBoys sagen immer „Linux ist total stabil“ – das stimmt nur bedingt; solange man nichts installiert ist es gut – aber schon bei einem ganz normalen Update kann es Dir den boot-loader zerschiessen – das darf nicht passieren!

Und es gibt natürlich viel zu viele Releases; manche unterscheiden sich nur im Window-manager – was soll der Mist? Wie soll jemand entscheiden, welche Distro er/sie möchte? Linux-Fanboys antworten dann IMMER „Du musst wissen, was Du damit tun willst“ – meine Frau würde antworten „Hä? Alles natürlich; alles, was ich machen möchte, so wie bei Windows“

Dieses „von oben herab“ macht mich seit Jahren traurig – ich hab mit Suse 1995 angefangen und seitdem hat sich absolut nichts (oder kaum) geändert.

Für mich sind die Unix/Linux-Derivate die besten OS der Welt, aber die Vermarktung ist grausam schlecht.

Antworten
Dieter Petereit

Die teils akademischen Diskussionen, die rund um Linux gang und gäbe sind, schrecken mich ebenfalls ab. Da habt ihr alle Recht. Und Linux Mint ist da ein besonders radikales Beispiel, denn deren Hauptentwickler gibt ja so etwas wie den Chefideologen freier Software. Das dürfte auch dein Nvidia-Problem erklären, oder? All das kann man aber dem OS nicht anlasten.

Antworten
dovermascot
dovermascot

Kleine Verdrehung der Tatsachen? Lefebre ist jetzt nicht gerade für „Radikalismus“ bekannt, noch ist ausgerechnet die Distro Mint ein Aushängeschild für die „reine“ Lehre des Opensource. Dafür haben sie auch soviel rüffel eingesteckt, dass zumindest teilweise proprietäre Software ausgelagert wurde statt per default
installiert zu sein. Speziell Cinammon hatte aber zeitweilig Problem mit dem Nvidia-Treiber, das hat aber nichts
mit irgendwelchen Diskussionen zu tun. Generell ist Nvidias Vorgehensweise problematisch für Opensource-Systeme, wie Linux es ist, dafür kann aber niemand außer Nvidia was.

dovermascot
dovermascot

@Petereit
Ich glaube kaum, dass Lefebre irgendeine radikale Ideologie verfolgt. Gerade Mint ist dafür bekannt, dass es
die Grenzen von „frei“ und „unfrei“ zugunsten der Endanwender verschwimmen lässt, war es doch die erste größere Distro, die auch unfreie Codecs und Treiber gleich mitinstalliert hat.
Lefebre hat ein Problem mit Snap von Ubuntu, hier geht es aber um eine unredliche Verknüpfung eines
Formates mit einem unfreiem Appstore. Nvidia hingegen ist seit Jahren dafür bekannt, der Opensource-Gemeinschaft (also diejenigen, die auch Linux entwickeln!) nicht entgegenkommt, was die Treiber angeht.
Das liegt aber weder an Mint, Lefebre oder Linux sondern ist Nvidias kommerzielle Entscheidung, AMD zeigt ja, dass es auch anders geht.

arnulf
arnulf

Moin,
Linux Systeme sind kein Windows, es ist und bleibt eine Illusion die seit Jahren wie eine Monstranz voran getragen wird.
Wenn man nur *buntus kennt sollte man die Finger von solchen Artikeln lassen. Es gibt viele gute GNU/Linux die ihre arbeit zur vollsten Zufriedenheit erfüllen.
Wer Windows braucht soll es benutzen. Dann ist alles gut und jeder hat seine Ruhe.
Gruß

Antworten
dennis
dennis

Hm… Stammen diese Sätze nicht von Dir?
„werden Betriebssysteme mit jedem Update ressourcenhungriger. Updates senken also auf Dauer die Arbeitsgeschwindigkeit. “

Das mit den Begriffen kannst Du natürlich nicht verstehen, weil Du im Thema bist. Frag mal einen Raketen-Wissenschaftler und danach jemand, der ihm zuhören musste. Da wirst Du ähnliches wiederfinden.

Also mit der Selbst spiegelung ist es bei Dir nicht so, oder?

Antworten
dovermascot
dovermascot

„Updates senken also auf Dauer die Arbeitsgeschwindigkeit und sind deswegen zu vermeiden“
Das ist derselbe Satz, wie du ihn offensichtlich interpretierst, aber wie er nicht da steht.
Leider lässt du deinen Frust, den offenbar andere Artikel zu Linux in dir ausgelöst haben, zu
Unrecht an diesem Artikel (bzw dessen Autor) aus, der sich explizit an Win7-User wendet.
Die haben u.U. ältere Hardware, müssen also u.U. mit Updates (die es ja nur für 10 noch gibt) also
Leistungseinbußen hinnehmen oder wollen erst gar nicht auf Win10 umsteigen, weswegen sie
einen OS-Wechsel überhaupt noch gar nicht vorgenommen haben.
Und denen kommt der Artikel schon entgegen.
„Seit Jahren bemängel ich auch diese Kompliziertheit von Linux und dieses FanBoy-Getue“
„Dabei ist ganz offensichtlich, dass diese Fanboys das OS als Spielwiese sehen.“
Ja, Kinners, das geht mir bei „manchen“ Linuxfans ähnlich aber was haben wir alle offenbar gemeinsam?
Keiner von uns arbeitet aktuell an einem „besserem“ Linux (korrigiert mich, falls ich mich da irre),
insofern ergibt das Lamentieren unter einem solchen Artikel auch keinen Sinn.

„Das OS soll funktionieren und man möchte sich nicht damit beschäftigen. “

Für diese Leute ist der Artikel offenbar nicht, denn man muss schon sein OS dafür selbst installieren wollen.
Abgesehen davon dass der Mac nur bedingt erfolgreich ist, will das Gros der Leute tatsächlich sich nicht
mit dem OS beschäftigen – aber die gehen dann auch nicht auf eine Tech-Seite um Artikel über
verschiedene OS und deren Vor/Nachteile zu lesen. Insofern ist auch hier dein Hinweis mit dem
Enduser schlichtweg sinnfrei: die angesprochenen Enduser sind schon die Richtigen. Die anderen lesen hier gar nicht mit.

Antworten
Franz
Franz

Aber wehe man hat ein Programm wie Multisim oder einen neuen Scanner. Dann sollte man eine virtuelle Windows Maschine besitzen.

Antworten
Sandra
Sandra

Mir fehlt ganz klar Fedora.
Breite Geräteunterstützung, moderner Paketmanager, klarer Releasezyklus, guter Upgradprozess auf die nächste version, Benutzerfreundlich, große Community, etc. etc.

Antworten

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