Test

Xiaomi Mi Note 10 im Test: Langer Atem und fünf Kameras für alle Fälle

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MIUI 11: Etwas hübscher, etwas produktiver

Xiaomi liefert das Mi Note 10 noch mit Android 9 aus, während andere Mi-Modelle wie das 9T Pro bereits das Update auf Android 10 erhalten haben. Allerdings ist es bereits in die neue hauseigene Oberfläche namens MIUI 11 gekleidet. Diese bietet viel Neues für Auge und Ohr. So lässt sich das Always-On-Display mit Kaleidoskop-Zifferblättern noch variantenreicher dem eigenen Geschmack anpassen. Und wer mag, lässt sich mit Naturklängen wie Vogelzwitschern und Wasserfall wecken oder auf Nachrichten hinweisen. Das ist nett, aber eher nicht kaufentscheidend.

Bedauerlicher ist, dass die neuen Produktivitätsfunktionen den geweckten Erwartungen noch nicht standhalten. So verfügt die Notizen-App jetzt auch über einen Bereich für To-dos. Aber dieser fällt so rudimentär aus, dass er Aufgaben-Apps von Drittanbietern nicht das Wasser reichen kann. Es lassen sich nur ganz schlicht Aufgaben mit einmaligen Terminerinnerungen anlegen. Weiterführende Funktionen wie Terminwiederholungen, Teilaufgaben oder die Zuweisung an andere Nutzer fehlen.

Ferner bewirbt Xiaomi drahtloses Drucken. Wenn wir aber ein Dokument via Drucker-Symbol zu Papier bringen wollen, vertröstet uns ein Hinweisfenster, dass die Funktion „bald zur Verfügung“ stehe.

Die Zifferblätter des Always-On-Display lassen sich mit MiUI 11 noch feiner individualisieren. (Screenshot: t3n.de)

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Praktisch ist dagegen die neue Dokumentenvorschau in der Dateien-App. Damit lassen sich beispielsweise Textdokumente in einer mobilen Ansicht darstellen und deren Wörter zählen, ohne die Datei mit einem Verarbeitungsprogramm zu öffnen. Sofern WPS Office installiert ist, lässt sich die Datei auf Knopfdruck auch bearbeiten.

Fazit zum Test des Xiaomi Mi Note 10: Starkes Budget-Flaggschiff

Insgesamt erweist sich das Xiaomi Mi Note 10 im Test als ein richtig gutes Smartphone der gehobenen Mittelklasse, das viel Leistung zu einem moderaten Preis bietet. Das Modell besticht durch eine umfangreiche Kamera-Ausstattung, die alle gängigen Foto-Situationen abdeckt. Die Bildqualität, die die Software aus der Kamera herausholt, bewegt sich auf sehr hohem Niveau. Die Kamera-App selbst reagiert aber teilweise viel zu träge. Völlig beeindruckt sind wir von der außerordentlichen Laufzeit des großen Akkus. Das Display macht Spaß und die Rechenleistung stößt im Alltag an keine Grenzen.

Angesichts des vergleichsweisen niedrigen Preises gibt das Xiaomi Mi Note 10 im Test keinen echten Anlass zur Kritik. Der Hersteller leistet sich keine nennenswerten Schwächen. Die Spitzenmodelle anderer Hersteller bieten in Sachen Displayhelligkeit, Rechenleistung, Bildqualität und vorinstallierter Apps noch ein Quäntchen mehr, kosten aber auch 200 bis 300 Euro mehr.

Das Xiaomi Mi Note 10 ist ab sofort ab 499 Euro* erhältlich, aktionsweise sogar schon für 50 Euro weniger. Eine Version mit mehr RAM (acht Gigabyte) und Flashspeicher (256 Gigabyte) wird Xiaomi als Mi Note 10 Pro vermarkten. Wann diese Version erscheint, hat der Hersteller noch nicht bekannt gegeben.

Pro:

  • Tolle Kamera-Hardware mit flexibler Brennweitenausstattung
  • Ausdauernder Akku mit zwei Tagen Laufzeit
  • Display mit brillanten Farben
  • Niedriger Preis für ein Flaggschiff-Modell

Contra:

  • Träge Kamera-App mit langem Speichervorgang
  • Hohes Gewicht als Kehrseite eines großen Akkus
  • Speicher nicht per Karte erweiterbar
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Dein t3n-Team

2 Kommentare
Ich
Ich

„Fünf Kameras – so viele Aufnahmeeinheiten hat noch kein Smartphone-Hersteller auf eine Seite eines Geräts verbaut.“
Also Anfang des Jahres erschien bereits das Nokia 9 Pureview mit fünf Kameras auf der Rückseite, aber gut.

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Berti Kolbow-Lehradt

Danke für den Hinweis. Wird korrigiert.

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