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Zalando will Angebot um kuratierte Second-Hand-Mode erweitern

Für Zalando läuft es derzeit bei den Geschäftszahlen rund. (Foto: dpa)

Zalando kann für das abgelaufene Quartal Rekordzahlen vermelden. In Zukunft will die Online-Modeplattform das Luxussegment bei Bekleidung verstärkt besetzen und auch mit Second-Hand-Mode handeln.

Zalando setzt seinen Wandel vom reinen Modehändler zur Modeplattform fort. Die Zahlen im vierten Quartal 2019, die jetzt vorgestellt wurden, entsprechen weitgehend den Erwartungen und Prognosen. Danach verzeichnete das Unternehmen speziell im vierten Quartal 2019 deutliche Zugewinne mit einem Wachstum von 24,3 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro und einem Umsatzwachstum von 19,5 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro. Als wesentlicher Treiber stellte sich dabei die Cyber Week Ende November heraus. Außerdem hat Zalando sein Partnerprogramm deutlich ausgebaut: Zum Jahresende hatte das Partnerprogramm einen Anteil von 15 Prozent am Bruttowarenvolumen.

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Insgesamt hat Zalando im abgelaufenen Jahr 145 Millionen Bestellungen, mehr als 4 Milliarden Seitenaufrufe und 4,6 Millionen zusätzliche aktive Kunden verzeichnen können. Eine Rekordzahl von 31 Millionen Kundinnen und Kunden (2018: 26,4 Millionen) hat im vergangenen Geschäftsjahr bei Zalando bestellt. Die positive Entwicklung dieser Kundenkennzahlen übertrug sich in ein starkes finanzielles Wachstum. Im Geschäftsjahr 2019 steigerte die Onlineplattform für Mode und Lifestyle das Bruttowarenvolumen um 23,6 Prozent auf 8,2 Milliarden Euro (2018: 6,6 Mrd. Euro) und den Umsatz um 20,3 Prozent auf 6,5 Milliarden Euro (2018: 5,4 Mrd. Euro).

Zalando will Luxussegment stärken

Außerdem hat der Onlinehändler angekündigt, in Zukunft mehr in den Markt für Luxusmode einsteigen zu wollen. Um seinen Anteil am 38 Milliarden Euro großen europäischen Premium-Markt zu vergrößern, plant Zalando das Sortiment an Premium- und Luxusmode bis 2023 zu verdoppeln. Das Unternehmen führt seit Kurzem Marken wie Moschino Couture und Alberta Ferretti und wird die Kategorie durch inspirierende und relevante Angebote für Kunden und Marken weiter ausbauen.

„Die Premium-Kategorie ist in den letzten Monaten am schnellsten gewachsen und wir sehen großes Potenzial, darauf aufzubauen“, erklärte der Zalando-Co-Vorsitzende David Schneider. Insbesondere jüngere Zielgruppen sollen so adressiert werden. Zudem plant das Unternehmen, ab Herbst hochwertige Mode auch im Second-Hand-Verkauf anbieten zu wollen. Die Rede ist dabei von einer Lösung, bei der Kunden kuratierte Outfits erwerben können. Außerdem argumentiert Zalando hier mit dem Nachhaltigkeitsgedanken, der hier umgesetzt werde. Insgesamt plant Zalando 330 Millionen Euro Investitionen und will beispielsweise ein neues Verteilzentrum in Spanien schaffen.

Sondersituation Coronavirus

An der anvisierten Wachstumsstrategie bis 2023/24 hält Zalando weiter fest – und erwartet für das Jahr 2020 ein Wachstum im Warenvolumen von 20 bis 25 Prozent und ein Umsatzwachstum zwischen 15 und 20 Prozent. Daraus ergebe sich ein profitables Wachstum mit einem bereinigten EBIT zwischen 225 und 275 Millionen Euro. Wie stark der Sondereffekt Coronavirus hier einen Strich durch die Rechnung machen könnte, ist freilich noch nicht abzusehen.

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