Analyse

Alexa für die Ohren: Amazon arbeitet offenbar an Airpods-Alternative

Auch Amazon will am lukrativen Markt der True-Wireless-Kopfhörer teilhaben. (Symbolbild: AlanVeob / Shutterstock)

Amazons Alexa ist einer der beliebtesten Sprachassistenten. Jetzt will Amazon eine weitere Möglichkeit entwickeln, um den Kunden auf Schritt und Tritt zu begleiten.

Der Trend zu True-Wireless-Kopfhörern ist ungebrochen. Den Durchbruch hat Apple mit den Airpods erzielt und inzwischen sind nahezu alle großen Smartphone- und Unterhaltungselektronik-Marken mit eigenen Bluetooth-fähigen Ohrhörern am Start. Offenbar will auch Amazon den Trend zu hochwertigen Bluetooth-Kopfhörern nicht verpassen. Das Unternehmen arbeitet dem Vernehmen nach an einem True-Wireless-Kopfhörer, der zusätzlich noch Alexa-fähig sein soll.

Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit dem Fall vertraute Personen berichtet, soll das fertige Produkt in der zweiten Jahreshälfte auf den Markt kommen. Man wolle, so heißt es in dem Bericht, aber eine bessere Tonqualität als beim Apple-Vorbild ermöglichen – eine echte Herausforderung angesichts des knappen Platzangebots der Ohrhörer.

Auch in anderer Hinsicht will Amazon offenbar noch eine Schippe drauf legen: So sollen die Ohrhörer auch per Gestensteuerung Befehle entgegennehmen können, um etwa Telefonate anzunehmen oder zu beenden oder auch den nächsten Musiktitel aufzurufen. Ähnlich wie zahlreiche andere Vertreter des Genres werden die Ohrhörer über ein Case geladen, das zugleich als Aufbewahrungsmöglichkeit dient. Ähnlich wie bei den zahlreichen Mitbewerbern besteht neben der Bluetooth-Anschlussmöglichkeit keine weitere Möglichkeit der Verbindung, etwa via Klinkenstecker. Preislich dürften die Amazon-Hörer deutlich unterhalb des Preises für Apples Airpods liegen – das war zumindest in vergleichbaren Fällen immer das Ziel des Onlinehändlers.

Amazon hat bei Hardware anderes Geschäftsmodell

Der erste Versuch, Alexa in In-Ears zu bekommen, wäre das allerdings nicht. Bereits 2017 hat das Startup Bragi mit The Dash Pro entsprechende In-Ear-Kopfhörer vorgestellt. Dennoch dürfte gerade Amazon selbst zum einen ein anderes Preissegment anvisieren und auch aufgrund seiner Marktmacht deutlich bessere Chancen haben, ein solches Produkt zu etablieren.

Denn das Geschäftsmodell, das Amazon mit Produkten der Echo-Reihe verbindet, ist ein vollkommen anderes als das eines klassischen Hardware-Herstellers: Es geht derzeit vor allem darum, das Kopf-an-Kopf-Rennen gegen den aufholenden Google-Assistenten zu gewinnen. Und dazu war Amazon in der Vergangenheit zu einigen Zugeständnissen bereit. Gerade in dieser Woche verzichtet das Unternehmen im Rahmen der Frühlingsangebote auf einen Teil seiner gerade bei den Eigenprodukten ohnehin knappen Marge.

Doch gerade solche Kopfhörer haben in vielerlei Hinsicht Potenzial: Zwar hat sich Amazon mit den Echo-Geräten einen festen Platz in den Wohnräumen der Kunden gesichert, mit einem Kopfhörer ist man aber noch ein Stück näher am Kunden dran. Der soll in die Lage versetzt werden, die Steuerung, etwa von Musik oder anderen Medieninhalten, per Zuruf über Alexa zu erledigen und könnte im besten Fall auch für Bestellungen per Voice-Commerce gewonnen werden.

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