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Amazon: Das sind die Gründe, warum Alexa weiblich ist

Siri, Google Assistant, Cortana und Alexa – sie alle haben eine weibliche Stimme und größtenteils auch einen Frauennamen. Zufall ist das nicht. Warum die Zukunft digitaler Sprachassistenten anscheinend weiblich ist, zeigt die Forschung.

Von Tatjana Anisimov
2 Min.
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Amazon hat seinen digitalen Sprachassistenten Alexa nach einer Stadt benannt. (Foto: Shutterstock / seewhatmitchsee)

Amazons virtueller Sprachassistent wurde im Juni 2015 geboren, wohnt in einem Zylinder und ist eine Frau. Sie heißt Alexa und wurde von ihren Entwicklern nicht zufällig so getauft.

In einem Interview mit Business Insider erzählt Daniel Rausch, Chef von Amazons Smart-Home-Abteilung, warum der Sprachassistent eine Frauenstimme besitzt: „Wir haben dazu geforscht und festgestellt, dass die Stimme einer Frau sympathischer wirkt und besser angenommen wird.“
So erklärt auch ein Sprecher von Amazon, dass zahlreiche Tests durchgeführt worden seien, um eine möglichst angenehme Stimme zu identifizieren. Am Ende habe sich die von Alexa, so wie wir sie nun kennen, durchgesetzt.

Forschung zeigt: Weibliche Computerstimmen sind angenehmer

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Über den Ablauf der Tests gab Amazon laut Business Insider keine Auskunft. Wer einen Blick auf die Forschung wirft sieht, dass bereits Untersuchungen zu der Wahrnehmung von Computerstimmen mit ähnlichen Ergebnissen existieren. In einem Experiment von 2008 fand ein Forschungsteam der Indiana University heraus, dass eine weibliche Computerstimme von Männern und Frauen als „herzlicher“ empfunden wird.

Dem amerikanischen Medienunternehmen Vocativ sagte ein Microsoft-Sprecher, dass auch ihr Unternehmen umfangreich dazu recherchiert und festgestellt habe, dass Frauenstimmen eine gewisse „Wärme“ und „Herzlichkeit“ ausstrahlen würden, die mit Hilfsbereitschaft assoziiert werden. „Wir entschieden uns für einen hilfsbereiten digitalen Assistenten basierend auf diesen Forschungsergebnissen“, so der Sprecher.

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Alexa, Siri und Co: Rund 90 Prozent der Nutzer sind mit den voreingestellten Stimmen zufrieden

Eine weitere Untersuchung der Stanford University aus dem Jahr 2006 zeigt außerdem, dass Computer mit klaren geschlechtlich-zugeordneten Stimmen bestimmte Erwartungen und Rollenverständnisse beim Benutzer auslösen. Technologie-Unternehmen scheinen mit der Wahl der weiblichen Stimmen für ihre Sprachassistenten Eigenschaften wie Herzlichkeit und Fürsorglichkeit hervorrufen zu wollen.

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Beide Untersuchungen sind nun bereits einige Jahre her. Dass Microsoft, Google und Amazon bei ihren eigenen Tests offenbar zu ähnlichen Erkenntnissen gekommen sind, zeigen die voreingestellten Standardstimmen der Sprachassistenten: denn diese sind immer weiblich. Glaubt man einer Umfrage der Marktforscher von Norstat, sind etwa 90 Prozent der Befragten mit der voreingestellten Stimme von Alexa, Siri, Cortana und Google Assistent insgesamt zufrieden.

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Die Namensherkunft von Amazons Alexa ist laut Daniel Rausch übrigens nicht durch das weibliche Geschlecht abgeleitet, sondern von einer Stadt:
„Alexa bezieht sich auf die Bibliothek von Alexandria. In der Antike war dies eine Bibliothek, die jede Frage beantworten konnte und das gesammelte Wissen der damaligen Welt beheimatete.“

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