News

Amazon könnte in die deutsche Fußgängerzone kommen

Amazon Go, der kassenlose Supermarkt. (Foto: Shachima/ Shutterstock)

Nach Erfolgen in den USA und Großbritannien denkt Amazon nun offenbar darüber nach, in Deutschlands Fußgängerzonen stationäre Läden zu eröffnen. Das ließ Amazons Deutschland-Chef Ralf Kleber durchblicken.

Im Gespräch mit der Welt am Sonntag äußerte sich Amazon-Manager Ralf Kleber zwar vorsichtig, aber doch deutlich. Sein Unternehmen wisse, dass Kunden offline einkaufen und dass sie Vielfalt mögen. Konkreteres wollte er allerdings nicht preisgeben.

Mit Popup-Stores Erfahrungen gesammelt

Erfahrungen hat Amazon im stationären Handel durchaus, auch in Deutschland. Verschiedentlich hatte der E-Commerce-Riese temporäre Popup-Stores eröffnet, offenbar um zu sehen, wie ein stationäres Format in Deutschland funktionieren würde. In den USA und Großbritannien ist Amazon mit dem neuen kassenlosen Go-Konzept, sowie der Whole-Foods-Biokette und anderen Formaten bereits vertreten.

Echo und Alexa sollen verstärkt eingesetzt werden

Im Gespräch mit der Welt am Sonntag kündigte Kleber darüber hinaus an, künftig verstärkt auf das sprachgesteuerte Einkaufen per Echo und Alexa setzen zu wollen. Dabei würden die Echo-Geräte zu strategischen Preisen verkauft, um deren Verbreitung zu fördern.

Echo Dot mit Uhr

Amazon spendiert dem Echo Dot eine Uhr. (Bild: Amazon)

Keine Kooperation mit Gewerkschaften

Deutlich wurde der Amazon-Manager in der Frage des Umgangs mit deutschen Gewerkschaften. Diese bezeichnete er demonstrativ als „Dritte“, mit denen Amazon eine Zusammenarbeit für nicht erforderlich erachtet. Man müsse nicht einer „bestimmten Vereinigung“ angehören, um ein „sozial gerechter Arbeitgeber“ zu sein. Immerhin biete Amazon „gute Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten“, zahle „ordentliche Gehälter“ und habe gewählte Betriebsräte.

Im Jahr 2019 sei zudem die Zahl der unbefristeten Arbeitsverhältnisse in Deutschland auf über 20.000 gestiegen. Das entspricht einer Steigerung von knapp 15 Prozent. In Anbetracht der Tatsache, dass Deutschland global der zweitgrößte Markt für Amazon ist und der E-Commerce-Riese weltweit rund 650.000 Mitarbeiter beschäftigt, erscheint die Zahl dennoch weiterhin gering.

Passend dazu: Amazons neues Ladenkonzept offenbart übergreifende Strategie

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Schreib den ersten Kommentar!

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!

Hey du! Schön, dass du hier bist. 😊

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team bestehend aus 65 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Danke für deine Unterstützung.

Digitales High Five,
Stephan Dörner (Chefredakteur t3n.de) & das gesamte t3n-Team

Anleitung zur Deaktivierung