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Aus Angst vor der EU: Microsoft will Teams nicht mehr mit Office bündeln

Um eine formelle EU-Untersuchung zu vermeiden, wird Microsoft in Zukunft Office nicht mehr mit Teams zusammenpacken. Wettbewerber Slack hatte sich beschwert.

2 Min.
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Schenken einander nichts: Kläger Slack und Techmulti Microsoft. (Foto: Ascannio/Shutterstock)

Microsoft zwingt seine Office-Kund:innen in Zukunft nicht mehr, gleichzeitig die Kooperationssoftware Teams mitzuinstallieren. Zwei interne Quellen gaben gegenüber der Financial Times an, das Unternehmen wolle damit offizielle Kartellermittlungen von EU-Behörden verhindern.

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Konkurrent Slack hatte sich 2020 bei der Kommission beschwert und angemahnt, die Zwangsbündelung sei wettbewerbswidrig. Die Informant:innen sagten, dass es noch Gespräche gebe, wie der neue Mechanismus ausgestaltet sein soll.

Office soll mit und ohne Teams funktionieren

In Zukunft sollen Kund:innen Office sowohl mit als auch ohne Teams kaufen können, so die Microsoft-Mitarbeiter:innen. Wie genau das realisiert werden soll, sei noch in der Abstimmung. Sie sagen außerdem, dass dieser Weg noch nicht endgültig verabschiedet wurde. Angeblich laufen die Gespräche weiter.

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Es sei zudem noch unklar, ob die bei Microsoft präferierte Lösung ausreiche, um Ermittlungen vorzubeugen. Beobachter:innen rechnen damit, dass sich der Konzern nur so weit von dem Bundle entfernt, wie es nötig ist, um einem Kartellverfahren zu entgehen. Die Meinung der EU-Kommission dazu ist bisher nicht bekannt.

Slack kontra Microsoft

Die Klage von Slack, damals noch nicht in der Hand von Salesforce, kam zur pandemiebedingten Hochzeit des Homeoffice. Sowohl Slack als auch Teams verzeichneten explosionsartige Zuwächse. Slack gab damals an, in der EU nur einen „neutralen Schiedsrichter“ zu suchen, „der die Fakten prüft und das Recht durchsetzt“.

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Microsoft reagierte mit Gesprächsangeboten: „Wir arbeiten weiterhin kooperativ mit der Kommission bei ihren Untersuchungen zusammen und sind offen für pragmatische Lösungen, die den Bedenken der Kommission Rechnung tragen und den Kund:innen zugutekommen.“

Microsoft und die Kartellbehörden der EU

Die Europäische Union hat schon lange ein strenges Auge auf Techkonzerne und gebündelte Software. So warf die Kommission Microsoft 2008 vor, eine marktbeherrschende Stellung auszunutzen, indem es den Browser Internet Explorer mit Windows verschweißte.

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Das Unternehmen gelobte Besserung. Da es in der Folge sein Versprechen nicht einhielt, verdonnerte die EU es 2013 auf 561 Millionen Euro Strafe. Aktuell prüft der Staatenbund, ob der Kauf des Spielemultis Activision gegen das Kartellrecht verstoßen könnte. Es sieht momentan so aus, als ob die EU der Akquisition von Microsoft zustimmen werde.

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