Analyse

Apple: Es gibt ein Leben nach „Peak iPhone“!

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Apple hat es auf den Fernseher abgesehen

Hinzu kommt, dass sich die Hinweise auf Apples kommende große Plattform verdichten, und es ist nicht nur die Apple Watch. Apple meint es ernst mit der Eroberung des Fernsehers als weitere große Plattform. Der Strategiewechsel deutete sich bereits an, als Apple auf der CES bekannt gab, dass die über iTunes vertriebenen Filme und Serien künftig ohne Umweg über Apple TV auf Smart-TVs von Samsung verfügbar sein werden – weitere Hersteller sollen folgen.

Wer Apple kennt, weiß, wie ungewöhnlich es für den Konzern ist, die vollständige Kontrolle über das Nutzerleben aus der Hand zu geben, und sich auf die Plattform eines fremden Herstellers zu begeben. Es muss Apple also sehr ernst damit sein, den großen Bildschirm im Wohnzimmer zu erobern. Ab April wird Apple laut Medienberichten außerdem Streaming-Abos direkt über die Apple-TV-App anbieten statt den Umweg über Apps von Drittanbietern zu gehen. Außerdem soll es eine Art Netflix für Videospiele planen – also noch mehr Content für den großen Bildschirm.

Content-Schlacht zwischen Netflix, Apple und Amazon

Der bekannte Apple-Journalist Peter Kafka fasst bei Recode zusammen, was sich aus Tim Cooks jüngsten Äußerungen zum Thema TV ableiten lässt und kommt zu dem Schluss, dass Apples Pläne für die Übernahme des großen Bildschirms „beinahe gekommen sind.“ Im Kern von Apples Strategie steht demnach, die eigenen Inhalte auf möglichst viele Plattformen und Geräte zu bringen. Gleichzeitig integriere Apple via iTunes auch die Streaming-Plattformen von Fremdanbietern wie Hulu. Apple gehe davon aus, dass es über iTunes auch Inhaltspakete verkaufen könne, die mit den Angeboten der großen Kabel-TV-Anbieter in den USA und Netflix konkurrieren können.

Diese Strategie hat einen Preis: Letztlich gehört auch ein massiver Einkauf von Inhalten von Filmen bis zu TV-Shows dazu – zum Beispiel mit Oprah Winfrey. Doch das Ziel ist klar: Die Einnahmen aus dem Bereich Dienstleistungen und Inhalte sollen wachsen, die iPhone-Abhängigkeit weiter reduziert werden.

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Ob die Eroberung des großen Bildschirms tatsächlich gelingt, ist natürlich offen – insbesondere, da Netflix und Amazon ihre Vormachtstellung sicher nicht kampflos aufgeben werden und weiterhin viel Geld in Inhalte investieren. Doch endlich eröffnet sich durch die Strategie eine sinnvolle Verwendung der riesigen Bargeldreserven, die Apple seit vielen Jahren anhäuft. Mit zuletzt 245 Milliarden Dollar Geldreserve ließe sich der eine oder andere Blockbuster finanzieren.

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