Test

iPad Pro im Test: Das Biest aus Cupertino hat viel zu bieten

Das iPad Pro mit 11 Zoll. (Foto: t3n.de)

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Mit dem iPad Pro 2018 hat Apple den Vorgänger in jeder Hinsicht verbessert: deutlich mehr Power, mehr Features und ein neues Design. Das iPad Pro mit 12,9 Zoll ist beeindruckend – aber nicht günstig.

Legt man das neue iPad Pro neben seinen Vorgänger, wirkt letzterer wie ein Relikt aus einer anderen Zeit. Apple hat das neue 12,9-Zoll-Modell nicht nur deutlich geschrumpft und die Bezel merklich verkleinert, sondern eine Reihe sehnlich erwarteter Technologien eingeführt. Die aktuellen Pros kommen mit USB-C– statt Lightning-Anschluss, dem A12X Bionic, Face-ID und einer True-Depth-Kamera. Darüber hinaus ist das Gerät jetzt deutlich kleiner, kommt in einem komplett neuen Design und verfügt unter anderem über verbesserte Lautsprecher und Mikrofone. Das Ganze hat natürlich seinen Preis. Je nach Ausstattung kostet das iPad Pro mit 12,9 Zoll zwischen 1.100 und stolzen 2.100 Euro.

Design und Äußeres

Das iPad Pro mit 11 Zoll. (Foto: t3n)

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Das iPad Pro ist in Silber und Space Grey erhältlich. Am auffälligsten ist neben dem fehlenden Homebutton das industrielle Design, das sich deutlich von der kurvigen Form des iPad Pro 2017 abhebt. Das Gerät ähnelt auf den ersten Blick dem iPhone 5. Insgesamt orientiert sich das Design des iPad Pro wesentlich mehr an aktuellen Macbook Pros als an aktuellen iPhones oder seinen Tablet-Vorgängern. Die Bezel wurden stark reduziert und die abgerundeten Bildschirmecken fallen dem Betrachter direkt ins Auge. In Kombination mit dem fehlenden Homebutton resultiert das darin, dass es keine „richtige“ Ausrichtung des Geräts mehr gibt – kein Oben und kein Unten. Schon allein aus dem Grund hat Apple viel unternommen, damit die beim iPad neue Gesichtserkennung funktioniert, egal wie der Nutzer sein Tablet hält. Mehr dazu später.

Oben: Das iPad Pro mit 11 Zoll, unten: das iPad Pro mit 12,9 Zoll. (Foto: t3n)

Oben: Das iPad Pro mit elf Zoll, unten: das iPad Pro mit 12,9 Zoll. (Foto: t3n.de)

Der Powerbutton ist oben rechts positioniert und dient nicht nur dem Ein- und Ausschalten, sondern übernimmt auch noch einige andere Funktionen, die vorher auf dem Homebutton lagen. Dazu gesellen sich an der rechten Seite des Gehäuses die Lautstärkeregler. Ebenfalls rechts, allerdings in der Mitte, hat Apple einen farblich abgegrenzten Streifen untergebracht, der sowohl als magnetische Halterung als auch als Ladevorrichtung für den neuen Apple Pencil dient. Die Antennen für WLAN und Bluetooth sind in derselben Farbe gehalten und auf der Rückseite und an den Seiten deutlich zu erkennen. Entscheidet man sich für eine LTE-Variante, ist der SIM-Karten-Einschub ebenfalls auf der rechten Seite des Geräts zu finden.

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Der neue USB-C-Port befindet sich an derselben Position, wo vormals der Lightning-Anschluss zu finden war. Der Anschluss für das Smart Keyboard befindet sich jetzt mittig und unten auf der Rückseite des iPad Pro. Auf der Rückseite ist darüber hinaus ein Blitz und die erhabene Kameralinse untergebracht. Es fehlt allerdings jetzt der Kopfhöreranschluss und auch ein USB-C-auf-Klinken-Adapter ist nicht im Lieferumfang enthalten.

Besonders bei dem größeren Modell fällt auf, wie sehr Apple das Gehäuse geschrumpft hat. Links: das iPad Pro mit 12,9 Zoll aus 2018, rechts das Vorgängermodell – ebenfalls mit 12,9 Zoll. (Foto: t3n.de)

Das neue iPad Pro mit 12,9 Zoll ist deutlich kleiner als der Vorgänger und fühlt sich leichter an. Obwohl das aktuelle Gerät außerdem dünner ist, empfanden wir es haptisch im Vergleich zum alten iPad Pro als dicker. Das könnte an der fehlenden Abrundung des Gehäuses liegen und ist natürlich rein subjektiv. Dennoch liegt der neueste Vertreter der iPad-Familie wesentlich besser in der Hand und auch das neue Design gefällt uns sehr gut – nicht zuletzt, weil das Display jetzt noch mehr im Vordergrund steht.

Display

Im Gegensatz zum aktuellen iPhone Xs setzt Apple für das iPad Pro nicht auf ein Oled-Display, sondern auf LCD-Technologie mit einer Auflösung von 2.732 mal 2.048 Pixel und bis zu 120 Hertz. Besonders die Bildwiederholrate sorgt dafür, dass sich die Nutzung und das Zeichnen mit dem Apple Pencil noch flüssiger anfühlt. Die abgerundeten Display-Ecken wurden bereits angesprochen. Was die einen als kleines Detail hinnehmen, ist für die anderen eine echte Besonderheit, denn abgerundete Ecken bei einem LCD sind nicht so einfach umzusetzen. Aktuelle Display-Technologien wie True Tone für das Anpassen des Weißpunkts an das Umgebungslicht sowie „P3 Wide Color Gamut“ (P3-Farbraum) sind ebenfalls mit von der Partie.

Die Punktdichte liegt unverändert bei 264 ppi, was aber durchaus ausreichend erscheint, denn es kommt dabei weniger auf die Quantität als auf die Qualität an. Dank des größeren Farbraums sind die 264 ppi beim iPad Pro kein Problem. Die Leuchtdichte ist mit 600 Nits allerdings nicht hell genug, um wirklich volles HDR zu ermöglichen.

Laut Apple verfügt das iPad Pro über eine nicht reflektierende Beschichtung und ist Fingerabdruckabweisend. Beides konnten wir in unserem Test nicht bestätigen. Zwar halten sich die Spiegelungen auf dem Display in Grenzen, aber dennoch sind sie deutlich wahrzunehmen. Auch Fingerabdrücke fanden sich schon nach kurzer Nutzung auf unserem Testgerät. Den heiligen Gral für Touch-Devices hat Apple also noch nicht gefunden.

Audio beim iPad Pro

Für die neue Version des Tablets hat Apple erneut Hand an Lautsprecher und Mikrofone gelegt. Insgesamt wurde dadurch die Stereo-Wiedergabe merklich verbessert. Im Briefing legte das Unternehmen großen Wert auf den Hinweis, dass es sich bei dem Lautsprechersystem um das dünnste handelt, das jemals produziert wurde. Das Gerät beherbergt in seiner aktuellen Iteration mittlerweile fünf Mikrofone und damit drei mehr als sein Vorgänger. Die zusätzlichen Mikrofone sollen in erster Linie die Sprachqualität bei Facetime und bei Stereoaufnahmen von Videos verbessern.

Das iPad Pro ist unter der Haube bemerkenswert

Das iPad Pro wird vom A12X angetrieben. Dabei handelt es sich um ein sehr performantes System-on-a-Chip (SoC), das wie Huaweis Kirin 980 in einem 7-Nanometer-Prozess gefertigt wird. Damit ist der Chip nicht nur kleiner als die Vorgängergeneration, sondern benötigt bei höherer Performance auch weniger Energie. Das SoC beinhaltet neben der CPU mit acht Kernen, die im Gegensatz zu älteren Modellen gleichzeitig angesprochen werden können, die GPU, erstmals eine Neural-Processing-Unit – Apple nennt das Neural-Engine, einen Integrated-Memory-Controller, den Storage-Controller, einen Image-Signal-Processor und mehr.

Das neue iPad Pro bietet so viel Performance, dass es Anwendungen wie das kommende Photoshop von Adobe unterstützt. (Bild: Apple)

Der A12X Bionic ist bei Single-Core-Operationen im Vergleich zum Vorjahresmodell rund 35 Prozent schneller und bei Multi-Core-Operationen ganze 90 Prozent flinker. Die Hardware wird ihre volle Power erst mit zukünftigen Apps und vielleicht sogar erst mit iOS 13 voll ausspielen können. Ein erstes Beispiel, das den Chip so richtig testen könnte, ist Adobe Photoshop CC, das bei der Präsentation des neuen iPad Pro als Beta gezeigt wurde. Die CPU ist dank der Möglichkeit, alle acht Kerne gleichzeitig nutzen zu können, auf Par mit einigen Macbook-Pro-Modellen – beeindruckend, wenn man bedenkt, dass der Prozessor in einem so dünnen und passiv gekühlten Gehäuse seiner Arbeit nachgeht.

Ist das iPad Pro besser als die Xbox One S?

Bei der Vorstellung des neuen iPad Pro war Apple erstaunlich selbstbewusst und lautstark, was die Grafikfähigkeiten seines Tablets im Vergleich zu aktuellen Heimkonsolen anging. Man mag vom vollmundigen Marketing halten was man will und spekulieren, ob der Konzern in Sachen Games – ein zugegeben erfolgreiches Segment, in das Apple eher durch Zufall geschlittert ist – in naher Zukunft eine andere Strategie verfolgen will. Fest steht, dass das neue iPad Pro grafisch deutlich performanter als sein Vorgänger ist. Das Unternehmen hat einen weiteren Kern in die GPU gebracht, sodass jetzt insgesamt sieben Kerne für eine laut Apple mehr als doppelt so gute Grafik-Performance wie beim Vorgänger sorgen.

Bisher dürfte die verbesserte Grafik-Leistung, bis auf einige wenige Ausnahmen, bei größeren Game-Produktionen in erster Linie für Fotografen, Grafiker und andere Professionelle interessant sein. So lange der App-Store nicht mehr Spiele wie ein Civilization 6, ein aktuelles Xcom oder das, während der Keynote präsentierte, NBA 2K19 bietet, ist ein Vergleich mit aktuellen Spielekonsolen müßig.

Bye Lightning, Hello USB-C

Seit dem neuen iPad Pro ist das iPhone allein auf weiter Flur, denn Apple hat mittlerweile allen anderen Geräteklassen statt eines Lightning-Ports einen USB-C-Anschluss spendiert. Der neue Port erlaubt es nicht nur, das Tablet an einen externen Bildschirm anzuschließen, sondern öffnet das iPad Pro auch für andere – wenn auch nicht alle – Geräte. So lassen sich unterschiedliche Kameras, Kopfhörer und anderes Zubehör anschließen. Das iPad Pro lässt sich dank USB-C sogar dazu nutzen, das eigene iPhone oder eine mobile Spielekonsole zu laden.

Der USB-C-Anschluss des iPad Pro 12,9. (Foto: t3n)

Der USB-C-Anschluss des iPad Pro 12,9. (Foto: t3n.de)

Allerdings gibt es bereits berechtigte Kritik an den Limitierungen, die Apple für den USB-C-Port vorgesehen hat: Externe Speichermedien lassen sich nicht am iPad Pro nutzen. Selbst beim Anschluss einer Kamera, um Fotos von selbiger auf das iPad Pro zu übertragen, müssen Fotografen den Umweg über die Fotos-App nehmen und können die Bilder nicht direkt in Lightroom, Affinity Photo oder ihre bevorzugte Bildbearbeitungsanwendung importieren.

Insgesamt begrüßen wir die Einführung von USB-C beim iPad Pro sehr, aber für ein Gerät, das das „Pro“ im Namen trägt, sind die beschnittenen Möglichkeiten doch etwas enttäuschend.

Kamera, True Depth und Face-ID

Zugegeben: Die Kamera gehört beim iPad traditionell zu den weniger wichtigen Komponenten. Wenn man sich nicht gerade im Urlaub zu Affen machen und das iPad als Fotoapparat verwenden will, bleibt nicht viel mehr als Facetime, Scannen und Augmented-Reality-Anwendungen. Beim neuen iPad Pro gibt es aber dennoch einige Neuerungen, die nicht zuletzt vor der für diese Geräteklasse erstmals eingeführten Gesichtserkennung durchaus Sinn ergeben.

Die rückseitige Kamera bietet eine Blende von f/1,8, 12 Megapixel, Video-Aufnahmen mit 4K oder 1.080p bei wahlweise 60 oder 30 fps und 720p bei 30 fps, Smart HDR und Live Photos. Dazu kommt ein vierfacher LED-Blitz.

Das iPad Pro mit 11 Zoll. (Foto: t3n)

Erstmals in dieser Geräteklasse von Apple mit von der Partie: Face-ID. Hier das iPad Pro mit elf Zoll. (Foto: t3n.de)

Die Frontkamera bietet eine Blende von 2,2 und sieben Megapixel. Dazu kommen Smart HDR sowie der Portrait-Mode und Portrait-Lighting wie beim iPhone. Mithilfe der sogenannten True-Depth-Sensoren kann die Kamera ein 3D-Modell des Gesichts des Nutzers erstellen – die Grundvoraussetzung für Face-ID. Da der Homebutton beim neuen iPad Pro fehlt, lässt sich das Gerät dank dieser Technologie mit dem eigenen Gesicht entsperren. Das funktionierte in unserem Test ähnlich wie bei neueren iPhones erstaunlich gut und zuverlässig.

Im Gegensatz zum iPhone klappt das nicht nur im Porträt-Modus, sondern auch im Landscape-Modus. Auch kein Problem ist das Entsperren, wenn das iPad beispielsweise rechts neben dem Haupt-Monitor auf dem Schreibtisch steht und somit nur eine schräge Sicht auf den Anwender hat. Sollte der Nutzer aus Versehen die Kamera mit einer Hand verdecken, weist ein kleiner Pfeil auf dem Display darauf hin, wo sich die Kamera befindet, damit der Nutzer die Art und Weise anpassen kann, wie er das iPad Pro hält. Die True-Depth-Kamera erlaubt darüber hinaus die Nutzung von Animoji und Memoji sowie AR-Sticker in Facetime und iMessage.

Der neue Apple Pencil

Trotz beeindruckender Performance, neuem Design, Face-ID und anderen Neuerungen, ist der überarbeitete Apple Pencil sicher für manche potenziellen Kunden der eigentliche Star. Schon die erste Version des Stiftes war ein mächtiges Eingabegerät, das wie für ein Tablet gemacht schien. Die neue Version ist ähnlich responsiv und einfach zu benutzen, aber hat darüber hinaus noch den ein oder anderen Trick im Ärmel. Das auffälligste Merkmal – bei dem man sich fragt, warum das nicht schon beim ersten Apple Pencil umgesetzt wurde – dreht sich um das Laden und Aufbewahren des Stifts. Apple wurde bei der ersten Version mit Häme überschüttet, da sich der Pencil nur aufladen ließ, wenn man ihn in den Lightning-Port des iPads steckte. Das sah nicht nur seltsam aus, sondern war auch überaus unpraktisch. Dazu kam, dass Nutzer die Kappe für den Anschluss leicht verlieren konnten und der Stift nach Gebrauch in der Regel nicht direkt beim iPad Pro verstaut wurde.

Illustrieren auf dem iPad Pro 12.9 der dritten Generation. (Foto: t3n)

Der neue Apple Pencil ist eine sinnvolle Verbesserung zur ersten Generation. (Foto: t3n.de)

Das alles ist Geschichte, denn der neue Apple Pencil ist magnetisch und dockt bei Nichtgebrauch am Rand des iPad Pro an. Dort wird er auch direkt induktiv wie der S-Pen des Galaxy Note 9 (Test) geladen. Der aktuelle Pencil kann jetzt auch kontextbasiert bei bestimmten Apps Aktionen auslösen, wie zum Beispiel den Wechsel zwischen unterschiedlichen Werkzeugen. Ebenfalls praktisch: Tappt der Nutzer mit dem Apple Pencil einmal auf das ausgeschaltete Display, öffnet sich automatisch die Notizen-App. Wer den Apple Pencil in Aktion sehen will, der sei auf das kurze Video am Anfang dieses Artikels verwiesen, in dem wir einen unserer Grafiker auf Pencil und iPad Pro losgelassen haben.

Der Eingabestift ist jetzt an einer Seite abgeflacht und die Oberfläche ist darüber hinaus weniger glatt, sodass sich der Pencil besser halten lässt.

Ein Wort der Warnung: Der neue Apple Pencil funktioniert nicht mit älteren Modellen des iPad Pro. Und der alte Apple Pencil funktioniert ebenso wenig mit dem neuen iPad Pro. Wer an seinem ohnehin schon nicht ganz günstigem neuen iPad Pro einen Apple Pencil nutzen will, muss dafür zusätzliche 135 Euro auf den Tisch legen.

Das neue Smart Keyboard Folio

Gleiches gilt für das neu vorgestellte Smart Keyboard Folio, das für die 12,9-Zoll-Version mit stattlichen 219 Euro zu Buche schlägt. Das Zubehör bietet neuerdings zwei unterschiedliche Blickwinkel – einer davon ist für den Gebrauch auf einem Tisch und einer für den Gebrauch auf dem Schoß gedacht. Hält man das iPad Pro in der Hand, klappt man die Tastatur nach hinten und hat – weniger schön – die Finger auf den Tasten, die allerdings in dieser Position deaktiviert sind.

Der flachere Aufstellwinkel des neuen iPad Pro (hinten) ist steiler als der des Vorgängermodells beim Smart Keyboard. (Foto: t3n)

Der flachere Aufstellwinkel des neuen iPad Pro (hinten) ist steiler als der des Vorgängermodells beim Smart Keyboard. (Foto: t3n.de)

Wer das erste Smart Keyboard mochte, wird das Smart Keyboard Folio sogar noch lieber mögen. Tastaturen sind per se eine sehr subjektive Angelegenheit. Auch wenn man kein Freund von Tasten ohne wirklichen Anschlag ist – das Smart Keyboard Folio tut, was es soll. Persönlich bevorzuge ich eine „richtige“ Tastatur und koppele lieber ein externes Keyboard mit dem iPad Pro, wenn ich mehr als eine kurze Mail verfasse. Was sich in jedem Fall verbessert hat, ist die Nutzung auf dem Schoß. Die vorherige Version war für mich diesbezüglich einfach nicht nutzbar.

iPad Pro 2018: Preis und Verfügbarkeit

Das iPad Pro ist in den Farben Silber und Space Grey erhältlich. Die von uns getestete 12,9-Zoll-Version kostet in der kleinsten Konfiguration mit WLAN und 64 Gigabyte rund 1.100 Euro und mit LTE rund 1.250 Euro. Die beste Konfiguration mit einem Terabyte Speicher, zusätzlichen zwei Gigabyte RAM (insgesamt sechs) und LTE reißt ein Loch von 2.100 Euro in die Brieftasche. Die 11-Zoll-Variante geht bei rund 900 Euro los und kostet in der besten Konfiguration rund 1.900 Euro. Alle Konfigurationen und Preise finden sich auf der Apple-Website. Zusätzlich zu den neuen Modellen wird auch weiterhin das iPad Pro mit 10,5 Zoll angeboten.

Fazit

Die neuen iPad Pros gehören mit Sicherheit zu den beeindruckendsten Hardware-Revisionen, die Apple je auf den Markt gebracht hat. Die Performance ist gegenüber den Vorjahresmodellen erstaunlich – was nicht zuletzt der CPU und GPU des A12X und der Integration der Neural-Engine zu verdanken ist. In Verbindung mit dem überzeugenden Display mit einer Refresh-Rate von 120 Hertz erhalten Käufer ein Gerät, das sich für viele professionelle Anwendungen nutzen lässt. Hier sei jedoch noch mal die Software angesprochen, denn weder iOS 12 noch die meisten aktuellen Apps reizen die Hardware auch nur ansatzweise aus.

Links: das iPad Pro mit 12,9 Zoll aus 2018, rechts das Vorgängermodell. (Foto: t3n)

Links: das iPad Pro mit 12,9 Zoll aus 2018, rechts das Vorgängermodell. (Foto: t3n.de)

Ein großer Schritt nach vorne ist auch der Wechsel von Lightning auf USB-C. Allerdings beschränkt Apple den Anschluss unserer Meinung nach zu stark. Es wäre toll gewesen, wenn sich auch externe Speichermedien hätten anschließen lassen, aber das hätte natürlich das Geschäft mit Geräten, die mehr Speicherplatz bieten, kaputtgemacht. Als im Alltag mindestens genau so praktisch erweist sich Face-ID.

Doch nicht nur rein auf dem Papier ist das neue iPad Pro seinem Vorgänger um Längen überlegen – das komplette Look and Feel lässt das Vorjahresmodell ziemlich alt aussehen. Dazu tragen unter anderem die deutlich kompaktere Form (auch wenn 12,9 Zoll immer noch 12,9 Zoll und damit recht groß bleiben), die verringerten Bezel, die abgerundeten Ecken des Displays und allgemein das Design des Gehäuses bei.

Das iPad Pro ist 2018 noch mal deutlich besser geworden – fast in allen Belangen. Allerdings hat das seinen Preis, und der dürfte für viele Nutzer insbesondere dann zu hoch sein, wenn sie zusätzlich zum iPad Pro noch einen Apple Pencil und ein Smart Keyboard Folio erwerben wollen.

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Ein Kommentar
Rolf
Rolf

Der schmale Rand wird von vielen als enormer Vorteil gepriesen, so auch von Euch. Er erweist sich aber nicht für jeden als solcher. Als Beweis braucht man sich nur Euer Video über das Illustrieren mit dem neuen iPad anzusehen. Der Zeichner muss vorsichtig sein, damit der mit er haltenten Hand nicht auf dem Bildschirm kommt. Er hält das Tablet nur leicht von unten und hat es nicht so sicher in der Hand wie es bei dem älteren Modell der Fall ist. Fazit – ein breiterer Rand kann auch von Vorteil sein.
Was die gesteigerte Leistung betrifft – ich bin mit meinem 12,9 aus dem Vorjahr noch an keine Grenze gestoßen. Daher ist ein Umstieg auf das neuere Modell kein Muss, auch wenn nach Eurer Meinung Welten zwischen den Geräten liegen.

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