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Samsung Galaxy Note 9 im Test: „Einmal Smartphone mit alles, bitte“

Samsung Galaxy Note 9 im Test. (Foto: t3n.de)

Lesezeit: 11 Min.
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Das Samsung Galaxy Note 9 ist irgendwie langweilig. Es ist aber nicht langweilig, weil es schlecht ist, sondern im Gegenteil: Es gibt im Test kaum etwas an ihm auszusetzen. Außerdem hat es alles an Bord, was man sich von aktuellen Smartphones wünschen kann.

Optisch mag sich das neue Galaxy Note 9 kaum vom Vorgänger, dem Galaxy Note 8 (Test), unterscheiden, aber der Schein trügt: Samsung hat an nahezu jeder möglichen Stellschraube gedreht und es zudem zu einem der am komplettesten ausgestatteten Smartphones auf dem Markt gemacht. Es gibt aus Hardwaresicht kaum etwas, das nicht an Bord ist.

Design und Verarbeitung des Samsung Galaxy Note 9

Samsungs Galaxy Note 9 ist in der gleichen Designsprache des Note 8 und Galaxy S9 (Plus) gestaltet worden. Das Gerät ist dabei minimal eckiger als das Galaxy Note 8, der Bildschirm mit 6,4 statt 6,3 Zoll minimal größer, das Infinity-Display wirkt weniger stark um die Gehäuseseiten geschwungen, was manch einer bestimmt begrüßen dürfte.

Samsung Galaxy Note 9. (Foto: t3n.de)

Samsung Galaxy Note 9: Viel Display, keine Notch. (Foto: t3n.de)

Der Fauxpas des letzten Jahres – der ungünstig platzierte Fingerabdrucksensor – wurde behoben. Er befindet sich jetzt wie beim S9 unterhalb des Kameramoduls und ist damit weit besser erreichbar. Für meinen Geschmack könnte er indes noch etwas besser ertastbar sein, denn nur ein kleiner Rahmen umfasst den Sensor. Bei anderen Geräten ist der Scanner besser mit dem Zeigefinger erfühlbar. Man gewöhnt sich aber recht schnell daran, sodass das Entsperren leicht von der Hand geht. Optional könnt ihr das Note 9 auch mit eurem Gesicht entriegeln, auch klassische Entsperrmethoden wie die Eingabe eines Musters oder einer Pin sind möglich, aber angesichts der biometrischen Methoden unpraktisch. Die Gesichtserkennung ist bei weitem nicht so schnell wie etwa beim Huawei P20 Pro oder dem Oneplus 6.

Samsung Galaxy Note 9. (Foto: t3n.de)

Der Fingerabdrucksensor des Samsung Galaxy Note 9 ist etwas besser platziert als beim Vorgänger. (Foto: t3n.de)

In Sachen Verarbeitung liefert Samsung wieder Oberklasse: Rückseite und Front sind von Glas umgeben und durch einen Metallrahmen miteinander verbunden. Alles wirkt wie aus einem Guss. Durch die gläserne Rückseite kann Samsung wieder eine Qi-Wireless-Spule verbauen, damit ihr das Note 9 drahtlos aufladen könnt.

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Aufgrund des 6,4-Zoll-Displays ist das Note 9 natürlich nicht sonderlich klein, aber das ist neben dem Stift – Samsung nennt ihn S-Pen – eines der Markenzeichen der Gerätekategorie. Mittlerweile liegen große Bildschirme eh im Trend, sodass die Displaydiagonale schon beinahe normal ist. Das Galaxy S9 Plus (Test) besitzt zum Vergleich übrigens ein 6,2-Zoll-Display, das Oneplus 6 (Test) wartet mit 6,28-Display auf und künftige Geräte wie etwa das Pixel 3 XL und das Mate 20 Pro sollen einen 6,7- respektive 6,3-Zoll-Bildschirm erhalten. Die Bedienung mit einer Hand ist daher nur bedingt möglich, mit etwas Hand- und Fingergymnastik sind die wichtigsten Aktionen dennoch durchführbar.

Samsung Galaxy Note 9 von allen Seiten
Samsung Galaxy Note 9. (Foto: t3n)

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Kurzum: Ja, das Design ist nicht neu, dennoch weiß es zu gefallen und ist hinsichtlich Verarbeitung und Wertigkeit auf höchstem Niveau angesiedelt. Hier gibt es nichts zu meckern, zumal der Fingerabdrucksensor endlich dort sitzt, wo er hingehört. In die Toilette (kann ja mal vorkommen) oder das Waschbecken darf das Note 9 auch ruhig plumpsen, denn es ist nach IP68 gegen Wasser (und Staub) geschützt.

Das Display des Samsung Galaxy Note 9: Klassenprimus

Samsung baut bekanntlich nicht nur Smartphones, sondern auch Displays und andere Komponenten. Bei der Displayentwicklung sind die Südkoreaner Marktführer, was sich auch am Super-AMOLED-Display des Note 9 bemerkbar macht. Der 6,4-Zoll-Bildschirm mit seiner Auflösung von 1.440 × 2.960 Bildpunkten und einer Pixeldichte von guten 514 ppi ist hell, gibt Farben knackig brillant wieder und auch im Sonnenlicht ist das Display noch gut ablesbar.

Samsung Galaxy Note 9. (Foto: t3n.de)

Im Samsung Galaxy Note 9 ist ein ausgezeichnetes Display verbaut. (Foto: t3n.de)

Dass es auch in Messungen von Experten sehr gute Resultate erzielt, zeigt der Test von Displaymate: Sie halten das Display für das beste am Markt und bewerten es mit der Note „A+“.

Standardmäßig ist der Bildschirm im sogenannten adaptiven oder anpassungsfähigen Modus eingestellt, den Samsung nach eigenen Vorstellungen kalibriert hat. Auf Wunsch könnt ihr es in den Systemeinstellungen anpassen: Die drei vorgegebenen Displaymodi AMOLED-Kino, AMOLED-Foto und Einfach. Diese entsprechen den Standard-Farbräumen DCI-P3, Adobe RGB und sRGB. Wählt ihr einen der angebotenen Modi aus, wird das Panel an den entsprechenden Farbraum angepasst. Neu ist das Feature nicht – ältere Modelle der Galaxy-Reihe haben es auch an Bord –, sinnvoll ist es auf jeden Fall.

Samsung Galaxy Note 9: Das erste mit Bluetooth-Stylus

Der Stylus, oder auch S-Pen, ist seit jeher Markenzeichen der Note-Serie. Mit den Note 9 bohrt Samsung die Funktionalität des Stiftes mithilfe von Bluetooth weiter auf. Wie bisher beherrscht der S-Pen mit seinen 4.096 Druckstufen bisherige Standardfunktionen wie das Festhalten handgeschriebener Notizen – selbst auf dem Lockscreen –, Screenshots erstellen und bearbeiten, digital unterschreiben, Textstellen markieren und übersetzen sowie GIFs basteln und mehr.

Samsung Galaxy Note 9. (Foto: t3n.de)

Samsung Galaxy Note 9. (Foto: t3n.de)

Durch die Integration des Bluetooth-Chips könnt ihr den Stylus des Note 9 nicht mehr nur in unmittelbarer Nähe des Displays verwenden, sondern das Note 9 auch aus bis zu zehn Metern Entfernung über den verbauten Knopf steuern. Ab Werk könnt ihr mit dem S-Pen die Kamera mit einem Langdruck auf den Button aus der Ferne aktivieren, ein Doppeltap auf den Knopf wechselt die Kamera von Haupt- auf Frontcam und wieder zurück. Ebenso dient der Knopf als Auslöser.

Auf Wunsch könnt ihr den Knopf aber auch nach eigenen Bedürfnissen belegen. Zudem unterstützt der Bluetooth-S-Pen bereits einige Apps: Im Einzelbildmodus der Samsung-Galerie-App könnt ihr per Pen zwischen den Bildern hin- und herspringen. In der Youtube-App oder anderen Medienplayern dient der Button des Stifts zum Starten und Stoppen der Wiedergabe – mit einem Doppelklick springt ihr zum nächsten Titel. Ob euer jeweiliger Player die Funktion unterstützt, müsst ihr testen – die Podcast-App Pocket Casts und Spotify werden beispielsweise unterstützt.

Samsung Galaxy Note 9. (Foto: t3n.de)

Der gelbe S-Pen schreibt auf dem Standby-Screen des Samsung Galaxy Note 9. (Foto: t3n.de)

Für den Businessbereich interessant: In Verbindung mit der Dex-Funktion des Note 9 – ihr könnt das Gerät per HDMI-Anschluss an einen externen Bildschirm oder einen Beamer anschließen – ist es etwa möglich, den S-Pen als Fernbedienung für Powerpoint-Präsentationen verwenden.

Der S Pen kann als Fernbedienung eingesetzt werden. (Screenshot: t3n.de)

Der S-Pen kann als Fernbedienung eingesetzt werden. (Screenshot: t3n.de)

Bei der Präsentation per S-Pen sollten Nutzer indes die Zeit im Blick behalten, denn nach etwa 30 Minuten ist Schluss. Dann muss der Stift zum Aufladen ins Note 9 gesteckt werden. Die Ladezeit ist mit nur 40 Sekunden allerdings so kurz, dass ihr nach einer kleinen Trinkpause oder Fragerunde weiter präsentieren könnt. Die kurze Ladezeit erreicht Samsung dadurch, dass sie keinen Akku, sondern einen Superkondensator verbauen, der drahtlos geladen wird.

(Foto: t3n.de)

Die Bluetooth-Funktion ist übrigens standardmäßig aktiviert, wenn ihr die Bluetooth-Verbindung in den S-Pen-Einstellungen ausstellt, steht der Stift nur noch für die Standardfunktionen bereit.

Der S-Pen ist sicherlich nicht jedermanns Sache, für etwa 50 Prozent der Kunden eines Geräts der Note-Serie sei dieser aber neben dem großen Display ein ausschlaggebendes Kaufargument, so Samsung. Die neuen Bluetooth-Funktionen dürften für diese Konsumentengruppe durchaus einen Mehrwert darstellen und womöglich erst recht zum Kauf bewegen. Wer den Stylus an seinem Smartphone aber ohnehin nicht vermisst, dürfte auch die Fernbedienungsfunktionen nicht zwingend als Mehrwert betrachten.

Ausstattung und Performance des Samsung Galaxy Note 9

Samsung Galaxy Note 9. (Foto: t3n.de)

Inhalt:

Mit dem Note 9 hat Samsung gewissermaßen eine eierlegende Wollmilchsau erschaffen. Es ist alles an Oberklasse-Komponenten verbaut, was man sich vorstellen kann. Angefangen vom schnellen Exynos-98120-Chip, der auch schon im Galaxy S9 (Plus) seine Dienste verrichtet, über sechs respektive acht Gigabyte RAM und 128 oder 512 Gigabyte internen UFS-2.1-Speicher bis hin zum Hybrid-SIM-Karteneinschub, mit der ihr optional eine Micro-SD-Karte zur Speichererweiterung um bis zu 512 Gigabyte einlegen könnt – damit könnt ihr das „große“ Note 9 mit bis zu einem Gigabyte Speicher bestücken. Anstelle einer Speicherkarte könnt ihr aber auch eine zweite Sim-Karte einstecken.

In puncto Performance bewegt sich das Note 9 wie zu erwarten auf oberem Niveau und gleichauf mit dem S9 und anderen Geräten der Güteklasse jenseits der 800 Euro. Im Alltag läuft das Note 9 entsprechend flüssig und ohne Beanstandungen. Auch anspruchsvolle Anwendungen bewerkstelligt das Gerät, ohne zu meckern. Die Wäremeentwicklung des Note 9 hält sich dank eines neuen Kühlungssystems in Grenzen – es wird unter Last zwar warm, aber nicht heiß.

Spezifikationen des Samsung Galaxy Note 9 und Galaxy Note 8 im Vergleich

 
Modell Samsung Galaxy Note 9 Samsung Galaxy Note 8
Display 6,4 Zoll WQHD-Super-AMOLED (2.960 x 1.440 Pixel) 6,3 Zoll WQHD-Super-AMOLED (2.960 x 1.440 Pixel)
Betriebssystem Android 8.1 Oreo mit Samsung Experience 9 Android 8.1 Oreo mit Samsung Experience 9
Prozessor Exynos 9810 Octa Core (@max. 2,7 GHz) Exynos 8895 Octa-Core (2,3 GHz Quad-Core; 1,7 GHz Quad-Core), 10nm
Arbeitspeicher 6 bzw. 8 GB RAM LPDDR4 6 GB RAM LPDDR4
Interner Speicher 128 bzw. 512 GB UFS-2.1-Speicher (per microSD-Karte erweiterbar – bis 512 GB) 64 GB UFS-Speicher (per microSD-Karte erweiterbar; ca. 51,2 GB frei verfügbar)
Akkukapazität 4.000 mAh (fest verbaut) 3.300 mAh (fest verbaut)
Hauptkamera 2x 12 MP mit AF; variable Blende f/1.5/2,4 und f/2.4 (2x-Zoom) 2 x 12 MP (Dual-Pixel), f/1.7- und 2.4-Blende; optischer Bildstabilisator
Frontkamera 8 MP mit AF; f/1.7 8 MP mit AF; f/1.7
Konnektivität WLAN 802.11 a/b/g/n/ ac, Bluetooth 5.0, GPS, LTE Cat. 18 (Gigabit-LTE) WLAN 802.11 a/b/g/n/ ac, Bluetooth 5.0, GPS, LTE Cat. 16 (für Deutschland offiziell nur Cat. 9)
Sonstiges Fingerabdrucksensor, Irisscannner, Hybrid-SIM (Standard) Wireless-Charging, wasser- und staubdicht (nach IP68) Fingerabdrucksensor, Irisscannner, Dual-SIM (optional), Wireless-Charging, wasser- und staubdicht (nach IP68)
Abmessungen 161,9 x 76,4 x 8,8 mm 162,5 x 74,8 x 8,6 mm
Gewicht 201 g 195 g
Farben Schwarz, Blau Schwarz, Gold
Preis (UVP) 999 Euro (128GB); 1249 Euro (512 GB) 999 Euro*

Weiter geht es mit schnellem Gigabit-LTE nach Cat.18, WLAN nach ac-Standard, Bluetooth 5, Stereolautsprecher, die etwas lauter als beim S9 sind, und kabellosem Laden. Der großen Akku sollte auch nicht außer Acht lassen werden.

Samsung Galaxy Note 9: Endlich mit dickem Akku

Nach dem Akku-Vorfall mit dem Note 7 hatte Samsung sich als Konsequenz beim Note 8 dazu entschlossen, einen mit 3.300 Milliamperestunden eher konservativ bemessenen Energiespeicher zu verbauen. Dass die Südkoreaner sich von dem Schreck vor zwei Jahren erholt haben und mehr auf Sicherheit setzen, beweist der 4.000-Milliamperestunden-Akku des Note 9.

Dank des großen Akkus können selbst die meisten Heavy-User sorglos ohne Netzteil das Haus verlassen. Laut Samsung soll das Note 9 einen Tag lang ohne Steckdose auskommen können – diese Aussage können wir im Alltagstest bestätigen. Bei moderater Nutzung sind auch mal bis zu anderthalb Tage drin. Die Laufzeit variiert natürlich, je nachdem wie viele Apps installiert und genutzt werden und wie viele Mail-Accounts sowie andere Dienste Pushnachrichten senden. Ebenso für die Laufzeit ausschlaggebend sind Faktoren wie die Qualität des Mobilfunksignals und ob das Gerät mit dem WLAN-Netz verbunden ist.

Kurzum: Mit dem Akku des Note 9 bewegt Samsung sich wieder in die richtige Richtung, die etwa Huawei schon seit Jahren mit seiner Mate-Serie und seit 2018 auch mit der P-Serie verfolgt. Gut so!

Samsung Galaxy Note 9: Kamera vom S9 mit „Intelligenz“

Samsung Galaxy Note 9. (Foto: t3n.de)

Samsung Galaxy Note 9 kommt mit S9-Kamera. (Foto: t3n.de)

Die schon sehr gute duale Zwölf-Megapixel-Kamera, die Samsung im Galaxy 9 verbaut hat, steckt auch im Note 9. Entsprechend könnt ihr euch über eine variable Blende, die im Automatikmodus eigenständig zwischen f/1.5 und f/2.4 wechselt, freuen. Ambitionierte Phoneografen können im Pro-Modus der Kamera-App manuell zwischen den beiden Blenden entscheiden. Unterschiede hinsichtlich der Bildqualität zum S9 könnt ihr nicht erwarten – sie liefert sehr ansehnliche Resultate bei Tag und auch bei Dunkelheit.

Frontseitig steckt die gleiche Acht-Megapixel-Kamera mit f/1,7-Blende und Autofokus, die Samsung schon seit dem Galaxy S8 einsetzt. Eine solide Wahl.

Vollkommen ohne Neuerungen ist die Kamera aber nicht: Denn Samsung hat der Kamera-Software eine „intelligente Assistenzfunktion“ verpasst, die dem Nutzer beim Fotografieren helfen soll. Sie umfasst eine Szenenerkennung, die nach Analyse des Motivs die richtigen Kamera-Einstellungen wählt. Gänzlich neu ist das Ganze nicht: Huawei bietet eine ähnliche Funktion im Mate 10 Pro und der P20-Serie an. Große Unterschiede zu Fotos, die ohne diesen Modus geschossen wurden, sind jedoch nicht auszumachen.

Samsung Galaxy Note 9: Testfotos

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Testfotos in Originalauflösung findet ihr auf Google-Fotos.

Ebenso neu und sinnvoll ist eine Assistenzfunktion der Kamera, die auf mögliche Aufnahmefehler aufmerksam macht. So weist sie darauf hin, wenn eine Person auf dem Bild etwa die Augen geschlossen hat oder das Bild verwackelt ist. Im Testlauf hat das nicht zuverlässig funktioniert. Verwackelte Bilder wurden beispielsweise nicht erkannt, sodass die App keinen Warnhinweis anzeigte. Hinsichtlich der smarten Funktionen sollte Samsung noch nachbessern, während an der allgemeinen Qualität der Kamera nichts zu beanstanden ist.

Samsungs Galaxy Note 9 kommt noch mit Android 8.1 Oreo

Samsung Galaxy Note 9. (Foto: t3n.de)

Samsung Galaxy Note 9. (Foto: t3n.de)

Softwareseitig läuft das Note 9 noch mit Android 8.1 Oreo ab Werk, obwohl Google schon Android 9 Pie (Test) veröffentlicht hat. Das überrascht leider wenig, da Samsung für die Anpassung seiner eigenen Nutzeroberfläche, der Samsung Experience, erfahrungsgemäß etwas länger braucht. Dass es Pie erhalten wird, wurde uns seitens des Herstellers versichert. Einen konkreten Zeitrahmen wollte man uns nicht nennen. Durch Googles „Update-Turbo“ Project Treble hoffen wir, dass es nicht allzu lange dauert.

Ein Blick auf den Launcher des Galaxy Note 9. (Bild: t3n.de)

Ein Blick auf den Launcher des Galaxy Note 9. (Bild: t3n.de)

An neuen Funktionen ist nicht viel zu vermelden. Einzig Dex Light ist eine Erwähnung wert: Die Desktopoberfläche für externe Displays funktioniert ohne Dex-Station – ihr müsst das Note einfach per HDMI-Kabel an einen Bildschirm anschließen, schon läuft’s. Das Display des Smartphones dient dabei als Touchpad oder Keyboard. Aus Performance-Gründen lässt Samsung für diese Funktion nur fünf Apps gleichzeitig zu, was aber in der Regel ausreichen dürfte, sofern die Funktion erwünscht ist.

Der Bixby-Button des Galaxy Note 9 lässt sich softwareseitig nicht deaktivieren. (Foto: t3n.de)

Der Bixby-Button des Galaxy Note 9 lässt sich software-seitig nicht deaktivieren. (Foto: t3n.de)

Die einzige derzeit noch enttäusche Funktion am Note 9 ist Samsungs Assistent Bixby. Nicht nur der dedizierte Hardware-Button unterhalb des Lautstärkewippe ist weiterhin vorhanden und lässt sich auf dem Note 9 nicht mehr deaktivieren, sondern eine deutsche Lokalisierung lässt auf sich warten. Wir verstehen Samsungs Wunsch danach, sein eigenes smartes Ökosystem auszubauen, solange das Ganze aber nicht flächendeckend verfügbar ist, sollte der Bixby-Button wenigstens mit einer anderen Funktion belegt werden können. Hier wäre beispielsweise der Google Assistant sinnvoller. Es wird  vermutet, dass eine deutsche Bixby-Version noch in diesem Jahr erscheinen soll. Dann wird sich zeigen, ob der Assistent praktisch ist, oder wir uns noch mehr einen umprogrammierbaren Hardware-Button wünschen.

Fazit: Wenig zu bemängeln, aber hoher Preis

Samsung Galaxy Note 9. (Foto: t3n.de)

Samsung Galaxy Note 9. (Foto: t3n.de)

Abgesehen vom in Deutschland noch sinnfreien Bixby hat Samsung mit seinem Galaxy Note 9 ein rundum gelungenes Paket geschürt, das in seinem Funktionsumfang seinesgleichen sucht. Hier seien etwa der S-Pen, ein großer Akku inklusive kabellosem Laden mit recht langer Laufzeit, IP68-Zertifizierung, eine gute Dual-Kamera und Dual-Sim mit optionaler Speichererweiterung zu nennen. Es macht Spaß, mit dem großen AMOLED-Display zu interagieren und zu lesen.

Selbst für Freunde, die ihre großen Musik- oder Videobibliotheken immer lokal auf ihrem Smartphone mit sich führen müssen, ist das Note 9 keine schlechte Wahl, stehen ihnen doch beim großen Modell beinahe ein Terabyte Speicher zur Verfügung. Das Note 9 ist mit seinem Einstiegspreis von 999 Euro* zwar nicht günstig, der massive Funktionsumfang und die wenigen Schwächen dürften den Preis für einige Nutzer mit Sicherheit rechtfertigen. Benötigt ihr allerdings keinen S-Pen oder einen großen Akku, könnt ihr auch etwa zum Galaxy S9 Plus greifen – das Gerät ist mit 6,2 Zoll minimal kleiner, besitzt aber dennoch zahlreiche der Festures des Note 9 und kostet etwa 300 Euro *weniger.

Pro: 

  • tolles Display
  • sehr gute Verarbeitung
  • schnelles System
  • IP68 (Schutz gegen Wasser und Staub)
  • 128 Gigabyte Speicher beim Basismodell
  • gute Laufzeit
  • gute, schnelle Kamera
  • erweiterbarer Speicher
  • kabelloses Laden

Contra:

  • recht hoher Preis
  • Bixby-Button kann stören
  • deutsche Bixby-Lokalisierung fehlt

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4 Kommentare
aditya
aditya

Samsung’s continuing to tweak the internals to make its device more suitable for gaming. The water-carbon cooling system tweaks the liquid cooling system found on the device since the S7

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Tino
Tino

Und wieder mal wird nicht daraufhin gewiesen das die Frontkamera absoluter Müll ist.
1249,-€ für was.
Bei Selfie ist der Hintergrund unscharf und verschwommen.
Das Betreibt Samsung seit 2017.
Meine Frau ihr S5 macht weitaus schönere Bilder.
Meine Tochter hatte das J3 2016 auch dort war der Hintergrund scharf.
Mein A5 2017 mit 2x 16MP war echt das letzte.
Ebenso mein S9 , was ich kaufe weil ich glaubte das ein Samsung um die 1000,-€ dies nicht macht.
Schön das die Presse dieses nicht erwähnt.
Und noch schön Werbung macht, wie toll doch Samsung ist.
Nach dieser Enttäuschung haben wir nun alle ein iPhone.
Die Technik ist zwar von Samsung aber die Bekloppte Software nicht.
Was nützen 2/3 Kameras wenn der Hintergrund verschwommen bleibt.
Oder mega Plastisch aussehen.
Die Rückkameras hingegen sind echt gut.
Nur Selfies sind damit sehr umständlich zu machen.
Aber dann ist auch der Hintergrund scharf.
Und das auch beim neuen Note 9 , wie peinlich ist das denn bitte.
Wer Selfie Bilder ausdrucken möchte , oder gar ein Photobuch erstellt.
Wo die Selfie Bilder größer als der Handy Bildschirm ist , wird schnell sehen was für ein Müll Samsung da einem verkauft.

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Bausa
Bausa

Die Probleme hat ich nie mit einen Samsung.. Aktuell hab ich das S9 und da ist der Hintergrund auch beim Selfie scharf, es sei denn ich mach das Selfie mit der Rückkamera dann widerum ist der Hintergrund unscharf.

Antworten
Tino
Tino

Lustig
Mach mal ein Selfie mit einem S5 , und ein aktuelles iPhone .
Oder auch ein älteres iPhone .
Vielleicht noch das J3 2016 .
Und nun vergleiche die Bilder.
Ich rede vom Hintergrund ab 5 Meter.
Mach mal denn Vergleich ,, vielleicht hast Du ein paar Freunde die andere Geräte haben.
Nur Mal zum Spaß.

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