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Apple plant eigenständiges AR- und VR-Headset bis 2022 – AR-Brille später

(Foto: Zeiss)

Geht es nach Apple, sollen Augmented-Reality-Brillen das iPhone beerben: 2022 soll das erste AR-Headset, ein Jahr später eine AR-Brille erscheinen. Das Ende des iPhones sei dennoch noch eine Dekade entfernt.

Wie das Portal The Information berichtet, hat Apple während eines Führungskräfte-Meetings im Oktober die Produkt-Roadmap für zwei Augmented-Reality-Geräte angekündigt. Entgegen erster Gerüchte soll das erste AR-Headset nicht schon 2020 erscheinen, sondern zwei Jahre später. Allem Anschein nach lässt Apple sich lieber etwas mehr Zeit, um die Post-iPhone-Ära einzuläuten.

AR-Brille von Apple: Die Post-iPhone-Ära beginnt wohl 2022

Apples nächste große Wette nach dem iPhone ist Augmented Reality (AR). Apple-Chef Tim Cook hatte schon vor zwei Jahren betont, wie wichtig die Technologie sei. Im gleichen Jahr führte das Unternehmen mit iOS 11 in Form von AR-Kit AR-Anwendungen ins eigene Ökosystem ein, die in den letzten Jahren sukzessive verbessert wurden. Zuletzt sind im Juni Patentanträge mit Skizzen entdeckt worden, die eine AR-Brille und einige Funktionen beschreiben.

Apple-Chef Tim Cook ist AR-Fan. (Foto: Apple)

Eine AR-Brille wird es dem Bericht von The Information (Paywall) wohl erst 2023 geben. Zunächst ist ein Jahr früher mit einem Headset zu rechnen, das einer schlanken Oculus Quest ähneln könnte. Während die Oculus-Brille nur VR unterstützt, soll Apples Lösung neben VR- auch AR-Fertigkeiten besitzen. Hierfür würden externe Kameras verwendet, um die Umgebung des Benutzers abzubilden – inklusive der Umrisse von Personen, Möbeln und Räumen. Das Headset soll ein hochauflösendes Display an Bord haben, um Informationen anzuzeigen und virtuelle Objekte mit der realen Welt verschmelzen zu lassen. Den Apple-Mitarbeitern wurde dem Bericht zufolge mitgeteilt, dass das Unternehmen Entwickler ansprechen würde, um ab 2021 Software für das Headset zu entwickeln.

Frau nutzt Hand-Tracking mit der Oculus Quest VR-Brille.

Apples AR-Headset soll in etwa so aussehen wie Oculus‘ autarke VR-Brille Quest – nur etwas schlanker. (Bild: YouTube / Oculus)

Im Unterschied zum Headset, das nur zeitweise getragen werden soll, könne die AR-Brille für einen längeren Zeitraum genutzt werden, so The Information. Dem Bericht zufolge würden derzeitige Prototypen aussehen wie teure Sonnenbrillen mit dickerem Rahmen, in dem Prozessor und Akku untergebracht seien. Weiter teste Apple Gläser, die sich abdunkeln, wenn die AR-Funktion aktiv sei. Auf diesem Wege soll den Mitmenschen signalisiert werden, dass das Gegenüber anderweitig beschäftigt ist.

Apples AR-Brille soll dem Patentantrag zufolge nicht nur die Außenwelt mit Sensoren erfassen, sondern auch Teile des Gesichts. (Screenshot: USPTO)

Apples AR-Brille soll dem Patentantrag zufolge nicht nur die Außenwelt mit Sensoren erfassen, sondern auch Teile des Gesichts. (Screenshot: USPTO)

Bloomberg bestätigt Bericht über Apples AR-Pläne

Bloomergs Mark Gurman, der für seinen guten Draht zu Apple bekannt ist, bestätigte Teile des Berichts von The Information. Er ergänzte, dass Apple seinen Quellen zufolge die AR-Roadmap erst kürzlich nach hinten geschoben hätte. Das AR/VR-Headset werde laut Gurman in erster Linie für Gaming, Videos schauen und für virtuelle Meetings konzipiert.

Gurman sagt auch, dass in den AR-Produkten ein neues 3D-Sensor-System verbaut werden soll, das als eine Weiterentwicklung der Face-ID-Gesichtserkennung verstanden werden könne. Teil des Sensor-Systems sei ein Time-of-Flight-Sensor, der bereits in der nächste iPad-Pro-Generation Einzug halten soll, die Anfang 2020 angekündigt werden, so der Bloomberg-Reporter. Die 2020er iPhone-Modelle würden diesen Sensor ebenso bekommen.

Mit den AR-Produkten würde Apple sein stark wachsendes Wearable-Segment, bestehend aus der Apple Watch, den Airpods und Beats-Produkten, erweitern und zugleich erste Schritte zur Ablösung des iPhones beschreiten. Die Abkehr vom iPhone würde indes nicht von jetzt auf gleich geschehen: Leitende Apple-Angestellte gehen laut The Information davon aus, dass AR-Devices das iPhone in etwa zehn Jahren ersetzen könnten.

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