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Bitcoin soll 2021 über 130 Terawattstunden Energie verbraucht haben – so viel wie Argentinien

Der Energieverbrauch für das weltweite Bitcoin-Netzwerk soll sich 2021 auf 134 Terawattstunden belaufen haben. So viel Strom verbraucht etwa Argentinien im Jahr. Ein großer Teil der Energie wird dabei aus Kohle gewonnen.

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Bitcoin: Mining und Transaktionen verbrauchen viel Strom. (Bild: dpa)

Der hohe Energieverbrauch ist ein Problem für den Bitcoin – insbesondere so lange, wie die Stromgewinnung nicht komplett aus regenerativen Quellen erfolgt. Die Ressourcenhungrigkeit ist etwa für den Wirtschaftswissenschaftler Eswar Prasad von der Cornell University einer der Hauptgründe dafür, dass der Bitcoin in naher Zukunft verschwinden könnte. Wie hoch der Energieverbrauch des Bitcoin-Netzwerks tatsächlich ist, wird nicht offiziell erhoben. Aktuelle Schätzungen liefern aber ein verheerendes Bild der Lage.

Bitcoin-Mining frisst viel Energie

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Laut Digiconomist, das mit dem sogenannten Bitcoin Energy Consumption Index regelmäßig den wahrscheinlichen Verbrauch an Ressourcen durch Bitcoin-Mining und Transaktionen misst, soll sich der Strombedarf im vergangenen Jahr auf 134 Terawattstunden summiert haben. Damit hat sich der Energieverbrauch gegenüber dem Vorjahr ungefähr verdoppelt – und entspricht dem von Argentinien. Tendenz: stark steigend. Auf aktuellem Niveau würde der jährliche Stromverbrauch sich sogar auf über 200 Terawattstunden belaufen.

Und das ist noch lange nicht alles. Denn beim Bitcoin-Mining fällt auch jede Menge Elektroschrott an – laut Digiconomist sind das rund 28,5 Kilotonnen im Jahr. Das entspricht etwa der Menge an kleinem IT-Equipment, der in den Niederlanden jährlich im Müll landet. Noch anschaulicher wird es, wenn man Stromverbrauch und E-Schrottmenge auf eine Transaktion herunterbricht. Dann könnte mit dem Stromverbrauch einer Bitcoin-Transaktion der Bedarf eines US-Haushalts über 75 Tage gedeckt werden. Der entstehende Müll entspräche dem von fast zwei iPhones – pro Transaktion.

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Strom für Bitcoin-Netzwerk aus Kohle gewonnen

Ebenfalls wenig erfreulich ist, dass dem ähnlichen Index der University of Cambridge zufolge fast 40 Prozent des Stroms aus Kohle gewonnen werden. Und das liegt nicht nur am Bitcoin-Mining in Ländern wie Kasachstan oder der Mongolei, wohin viele Mining-Kapazitäten nach ihrem Verbot in China gebracht wurden. In den USA scheint derzeit die Reaktivierung eigentlich schon stillgelegter Kohle- oder Gaskraftwerke im Trend zu liegen, um mit dem dort gewonnen Strom riesige Bitcoin-Mining-Anlagen zu betreiben.

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Kommentare (1)

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MrX

Wieviel Energie frisst denn eigentlich Facebook, Instagram, die Herstellung von unnötigen China Gagets etc.?

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