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Mit dem Laser gegen die Naturgewalten

Hallo und willkommen zum t3n Daily vom 17. Januar. Heute geht es um einen Hochleistungslaser als Blitzableiter und eine mögliche Lösung für den Fachkräftemangel. Außerdem: Kryptowährungen für N26-Kund:innen, Chaos bei Tesla in Grünheide und eine umstrittene Text-KI.

4 Min. Lesezeit
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Blitzeinschläge sind zwar faszinierend, kosten aber auch eine Menge Geld. (Foto: John D Sirlin/Shutterstock)

Wir hoffen, du hattest einen guten Tag, und wollen dir jetzt noch ein paar spannende Informationen mit auf den Weg in den Abend geben. t3n Daily gibt es auch als Podcast und als Newsletter. Hier kommen die Themen des Tages.

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Durchbruch in der Forschung: Wenn der Laser den Blitz ableitet

Der Donner hallt, es schüttet aus Kübeln und am Gewitter-Himmel zucken Blitze. Was für viele ein faszinierendes und auch furchteinflößendes Naturschauspiel ist, ist für Deutschland vor allem ein enormer Kostenfaktor. Blitzeinschläge verursachen jährlich Schäden in mehrstelliger Millionenhöhe. Zeit für eine Revolution bei der Blitzschutztechnik.

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Einem Team von französischen Wissenschaftler:innen ist am Schweizer Berg Säntis nun eine Premiere gelungen: Sie haben einen Blitz per Laserstrahl umgeleitet. Experimentiert wird mit dieser Technik schon seit den 1990er-Jahren, doch erst jetzt können die Forscher:innen einen Erfolg vermelden.

Der Berg Säntis wurde dabei nicht ohne Grund als Forschungsgelände gewählt: Bis zu 100 Mal schlägt dort jährlich der Blitz ein – ideale Voraussetzungen also für den Hochleistungslaser des Teams, der mithilfe von Sensoren und Kameras die Blitzentladungen aufzeichnet. Nach einem Probelauf von über sechs Stunden kam dann der Durchbruch: Der aufgezeichnete Blitz wand sich um den Laserstrahl und schlug schließlich in den Blitzableiter ein. Für die Wissenschaftler:innen ist das der klare Impuls, die Technik weiterzuentwickeln – und künftig einen entscheidenden Beitrag für laserbasierte Blitzschutztechnik an Flughäfen, Startrampen und ähnlichen Infrastrukturen zu liefern.

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Bezahlte Bildungszeit: Die Lösung für den Fachkräftemangel?

Der Fachkräftemangel hat Deutschland fest im Griff. Im Ringen um mögliche Lösungen gibt es jetzt einen neuen Vorschlag von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil: Bezahlte Bildungszeit für Arbeitnehmer. Bitte, was? Nach österreichischem Vorbild sollen sich Beschäftigte für Aus- und Weiterbildungen künftig bis zu ein Jahr Auszeit nehmen können. Alternativ können auch zwei Jahre in Teilzeit genommen werden.

Gekoppelt an das sogenannte Weiterbildungsgesetz ist ein Weiterbildungsgeld von der Agentur für Arbeit, das ähnlich wie das Elterngeld funktionieren soll. An finanziellen Mitteln sollen für das neue Gesetz bis 2026 pro Jahr rund 770 Millionen Euro fließen. Darüber hinaus gibt es noch einen Zuschuss von 190 Millionen aus dem Bundeshaushalt.

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Fachkräfte werden in so gut wie allen Branchen händeringend gesucht. Besonders gravierend ist der Mangel aber in der IT mit Bereichen wie Softwareentwicklung oder Datensicherheit, wo geschätzt 137.000 qualifizierte Kräfte fehlen. Also, wer will: Auszeit nehmen und fleißig lernen, um bald für eine der begehrten Stellen infrage zu kommen!

N26 steigt in den Kryptohandel ein

Wer mit Kryptowährungen wie Ether oder Bitcoin handelt, nutzt dafür meist spezielle Börsen oder Apps. N26-Kund:innen haben hier bald einen Vorteil: Sie brauchen dafür bloß noch ihre normale Banking-App. Neben Bitcoin und Ether will N26 in Zusammenarbeit mit dem österreichischen Fintech Bitpanda insgesamt über 180 weitere Token anbieten. Damit ist N26 eine der ersten europäischen Banken, die in das Feld der Kryptowährungen einsteigt.

N26-Kund:innen bekommen das neue Feature in den nächsten Wochen schrittweise in der Banking-App präsentiert. Der Handel funktioniert dann über Identitätsnachweis und Teilnahmeberechtigung direkt über das N26-Konto. Die Gebühren belaufen sich pro Bitcoin-Trade auf 1,5 Prozent, für alle andere Coins sind es 2,5 Prozent. N26 will mit dem neuen Service und dem geschlossenen Handelssystem vor allem Kryptoneulinge ansprechen. Die alten Kryptohasen sind dagegen wahrscheinlich eher vorsichtig – und bleiben bei dem, was sie schon kennen.

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Überlastung und Überwachung: Chaos und Sorge bei Tesla in Grünheide

Schlechte Bezahlung, unerfahrenes Management, genereller Frust: In der Tesla Gigafactory in Grünheide ist die Stimmung auf dem Tiefpunkt. Die laut den Mitarbeiter:innen „chaotischen Zustände“ rufen jetzt auch die Gewerkschaft IG Metall auf den Plan. Berichtet wird etwa von einer sehr hohen Arbeitsbelastung mit Wochenendarbeit und viel Unsicherheit im Alltag. Doch vor allem eine mögliche Bespitzelung macht der Tesla-Belegschaft Sorgen. Der Autobauer soll für die Überwachung gar ehemalige Geheimdienstmitarbeiter als spezielle Security Intelligence Investigators angeworben haben.

Das alles reicht aus, um auch die Politik auf die fast schon sektenähnlichen Zustände in Grünheide aufmerksam zu machen. So fordern etwa Parteimitglieder der Arbeitnehmerfraktionen aus SPD und CDU mehr soziale Standards und engmaschigere Kontrollen bei Tesla. Eindruck dürfte das auf Tesla aber keinen machen.

KI ChatGPT bald für Microsoft-Azure-Kund:innen verfügbar

KI können immer mehr – unter anderem auch Texte schreiben. Und zwar keinen unverständlichen Buchstabensalat, sondern richtige Sätze in einem verständlichen Kontext – wie ein Mensch eben. Eine KI, die damit zuletzt für viel Aufsehen gesorgt hat, heißt ChatGPT und kommt vom Entwickler OpenAI. Nun will OpenAI-Großinvestor Microsoft die Software einem breiteren Publikum über seinen Cloud-Dienst Azure zugänglich machen, wie es in einem Blogeintrag des Konzerns heißt.

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Der Plan sorgt für einige Bedenken. Kann die KI etwa auch für wissenschaftliche Hausarbeiten und Essays genutzt werden? Werden durch die Technik vielleicht Fehler und Vorurteile schneller verbreitet? Microsoft betont im Blog einen verantwortungsvollen Umgang mit der KI und verweist auf entsprechende Sicherheitsmaßnahmen.

Das war es schon wieder mit dem t3n Daily für heute. Noch viel mehr zu allen Aspekten des digitalen Lebens, des Arbeitslebens und der Zukunft findest du rund um die Uhr auf t3n.de.

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