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Diese Tracker sind der Grund für Werbung einer App trotz Deinstallation

Einige Apps akzeptieren keinen Schlussstrich. (Foto: Shutterstock)

Uninstall-Tracker machen es App-Entwicklern leichter, Nutzer auch nach der Deinstallation des Programms gezielt mit Werbung zu erreichen. Zu den Kunden sollen etwa Spotify und Yelp gehören.

Das sogenannte Uninstall-Tracking, also das Weiterverfolgen von Nutzern, nachdem diese etwa eine App gelöscht haben, dient Entwicklern eigentlich dazu, Fehler zu beheben oder Optimierungen vorzunehmen. Einige Unternehmen wie Adjust, Appsflyer, Moengage, Localytics und Clevertap bieten ihren Kunden allerdings an, entsprechende Tracker zum Ausspielen von gezielter Werbung zu verwenden, wie Bloomberg-Businessweek berichtet.

Personalisierte Werbung: Uninstall-Tracker sollen helfen, Ex-App-Nutzer zurückzubringen

Das Ganze geht offenbar folgendermaßen vor sich: Löscht ein iPhone- oder Android-Smartphone-Nutzer eine App, werden die Entwickler des Programms darüber informiert. Diese können jetzt mithilfe personalisierter Werbung versuchen, die Ex-Nutzer auf anderen Kanälen von der Rückkehr zu dem geschassten Programm zu überzeugen. Die Uninstall-Tracker befinden sich demnach in größeren Entwicklertool-Paketen. Zu den Kunden zählen laut dem Bericht unter anderem T-Mobile USA, Spotify und Yelp.

Die Tracker arbeiten mit sogenannten stillen Push-Benachrichtigungen. Darüber werden iOS- und Android-Apps im Normalfall regelmäßig angepingt, ohne dass der Nutzer darüber informiert wird. Mit diesem Verfahren können im Hintergrund zum Beispiel Social-Media-Feeds oder Inboxen aktualisiert werden. Reagiert eine App nicht auf ein solches Anpingen, wissen die Entwickler, dass das Programm deinstalliert wurde und erhalten Informationen über die Nutzer.

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Ob die Anbieter der Apps die Informationen über deren Löschung und den dahinterstehenden Nutzer dazu verwenden, diesen Nutzer mit personalisierter Werbung zu verfolgen, liegt allerdings in deren Verantwortung, verteidigen sich die Tracker-Anbieter gegenüber der Bloomberg-Businessweek. T-Mobile, Spotify oder Yelp haben sich nicht zu dem Bericht geäußert. Pikant ist allerdings, dass die Tracking-Tools offenbar gegen die Bestimmungen von Apple und Google verstoßen. Bisher haben die Konzerne aber noch nicht darauf reagiert.

Ebenfalls interessant: Anzahl der Werbe-Tracker ist seit DSGVO-Einführung rückläufig

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