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Umstieg auf neue E-Autos fast immer besser als alte Verbrenner weiterzufahren – laut Studie

Laut einer neuen Studie gibt es kaum ein Szenario, in dem es – aus Umweltsicht – besser wäre, den alten Verbrenner weiterzufahren als sich ein neues E-Auto zuzulegen. Das widerspricht direkt einer, allerdings auch umstrittenen VDI-Studie.

2 Min. Lesezeit
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Neue Elektroautos fast immer besser als (alte) Verbrenner. (Foto: Southworks/Shutterstock)

Seit Jahren wird auch in Fachkreisen sehr kontrovers darüber diskutiert, welche Vorteile Elektroautos für die Umwelt bieten. Ist es etwa besser, von einem alten Verbrenner schnell auf ein neues E-Auto umzusteigen?

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CO2-Rucksack bei E-Autoherstellung

Der VDI (Verein Deutscher Ingenieure) etwa hatte im Dezember 2023 eine Studie veröffentlicht, laut der ein vollelektrisches Auto erst nach 90.000 Kilometern Laufleistung eine bessere Ökobilanz hat als ein Verbrenner. Grund: Der bei der Herstellung von Batterie und Fahrzeug anfallende CO2-Rucksack.

Die Berechnung des VDI war in den vergangenen Wochen teils scharf kritisiert worden. So seien die CO2-Werte bei der Akkuherstellung zu hoch, die Verbrauchswerte der zum Vergleich herangezogenen Verbrenner dagegen zu niedrig angesetzt.

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E-Auto: Klimavorteil gegenüber Verbrennern

Eine neue Studie des Instituts für Energie- und Umweltforschung in Heidelberg (Ifeu) kommt jetzt zu einem ganz anderen Ergebnis als der VDI. Demnach entstehe für eine Elektroauto schon ab einer Fahrleistung von 44.000 Kilometern ein Klimavorteil gegenüber Verbrennern, wie Golem schreibt.

Geht man von einer durchschnittlichen Gesamtfahrleistung von 220.000 Kilometern aus, spart ein Elektroauto gegenüber einem Verbrenner in diesem Szenario satte 25 Tonnen CO2 ein.

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Umstieg auf E-Auto: Je früher, desto besser

Und die Studienautor:innen vom Ifeu gehen sogar noch einen Schritt weiter. Je früher man vom Verbrenner auf ein E-Auto umsteigt, desto mehr CO2 könne eingespart werden. „Am günstigsten schneidet nicht die Weiternutzung des alten Verbrenners ab, sondern der (sogar vorzeitige) Austausch gegen das Elektroauto“, wie es in der Studie heißt.

Von 1881 bis heute: Die Geschichte des E‑Autos in Bildern Quelle: picture alliance / akg-images

Eine Einschränkung macht die Studie aber: Sollten die nach dem Umstieg auf das E-Auto hierzulande ausgemusterten Verbrenner im meist außereuropäischen Ausland noch lange weiter in Betrieb sein, könnte es zu negativen Effekten kommen.

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Alte Verbrenner aus dem Verkehr ziehen

Daher wäre es aus Klimasicht wünschenswert, beim Neukauf eines E-Autos den alten Verbrenner gleich aus dem Verkehr zu ziehen. Verschärfte Ein- und Ausfuhrbestimmungen hätten die Lage aber in den vergangenen Jahren deutlich entspannt.

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3 Kommentare
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Selbstdenker

Was für eine absurde Industrie-Propaganda, bar jeden gesunden Menschenverstandes.
Erinnert an die Logik einer Abwrackprämie, die ebenfalls der Verbraucher zahlt.
Wenn ein E-Fahrzeug stets zehntausende KM Laufleisrzng benötigt, um mit dem Verbrenner CO2-technisch mitzuhalten, ist ganz besonders der gebrauchte Verbrenner CO2-technisch im Vorteil. Ganz abgesehen vom dreckigen Strommix.

Antworten
Arno Kling

Es wäre ehrlicher, wenn man die CO2 Verschmutzung für die Herstellung des Fahrzeugs mit einbezieht. Und dank der Batterien sieht ein E-Auto in Wahrheit miserabel aus.

Abgesehen davon ist ein E-Auto in einem kalten Winter eine Bestrafung. Ich weiss, wovon ich rede.

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Kommentator

Genau darum ging es doch in beiden Studien. Hast du den Artikel überhaupt gelesen? Was denkst du woraus dieser ominöse CO2-Rucksack in den Studien besteht? Das ist die Differenz die bei der Produktion beider Fahrzeuge entsteht.

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