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Analyse

Chatbots, Sport-News und Taxi-Buchungen: Wie Unternehmen den Facebook-Messenger nutzen

Unternehmen und Marken wollen ihre Kunden dort erreichen, wo sie sich aufhalten. Aus dem Grund öffnet Mark Zuckerberg den Facebook-Messenger für kommerzielle Zwecke. Wir zeigen sechs unterschiedliche Beispiele, wie das aussehen kann.

4 Min.
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6 coole Beispiele, wie Unternehmen den Facebook-Messenger nutzen

CC BY 2.0)

Der Facebook-Messenger wird immer interessanter für Marken aller Art. Einst war er ein privater Rückzugsort, um mit Freunden in Kontakt zu treten. Doch mehr und mehr öffnet Facebook die Nachrichten-Funktion beziehungsweise -Applikation, um die Nutzer und Unternehmen zu verbinden.

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Dabei werden verschiedene Nutzungsszenarien in Betracht gezogen: So lässt sich der Messenger hervorragend für den Kundendienst hinzuziehen. Möglich ist auch ein Newsticker im Chatfenster. Oder der Kauf von Produkten und Dienstleistungen, der von einem intelligenten Chatbot abgewickelt wird.

Facebook will den Messenger für kommerzielle Zwecke öffnen – so viel steht fest und zwar nicht erst seit der derzeit stattfindenden f8-Konferenz in San Francisco, wo Mark Zuckerberg vor wenigen Stunden über die neuen Pläne informiert hat. Wir haben uns auf die Suche nach Beispielen der letzten Wochen gemacht, die euch zeigen, wo die Reise hingeht.

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1. KLM zeigt Bordkarten und Flug-Updates im Facebook Messenger

KLM-Boarding geht jetzt auch über den Facebook-Messenger. (Grafik: KLM)

KLM-Boarding geht jetzt auch über den Facebook-Messenger. (Grafik: KLM)

Die KLM-Airline gilt schon seit der „Business on Messenger“-Veröffentlichung in 2015 als fester Partner von Facebook. Die Fluglinie hat zudem im März dieses Jahres erstmals bekanntgegeben, dass ihre Kunden künftig neben dem Kundendienst über den Facebook-Messenger diverse weitere Service-Funktionen in Anspruch nehmen können.

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In dem Sinne können Fluggäste beispielsweise Bordkarten im Chat-Fenster ablegen und Check-in-Erinnerungen sowie Flug-Updates auf Wunsch automatisiert erhalten. Über eine Live-Chat-Funktion sollen KLM-Kunden zudem direkte Fragen oder auch Umbuchungswünsche an den Support richten können.

2. Bild.de-News zu Transfergerüchten oder dem Lieblingsverein

Transfer-Gerüchte per Chat: Bild verschickt Nachrichten via Messenger. (Screenshot: t3n.de)

Transfer-Gerüchte per Chat: Bild verschickt Nachrichten via Messenger. (Screenshot: t3n.de)

Sportbegeisterte sind bei Bild in der Regel an der richtigen Adresse. Das Medium ist bekannt für gute Kontakte in die Bundesliga und schnelle Berichte zu den Spieltagen. Um noch schneller zu sein als sowieso schon hat das Springer-Medium jetzt einen Transfer-Ticker für seine Leser im Facebook-Messenger eingerichtet.

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Interessierte Nutzer müssen der Facebook-Seite „Bild Ticker“ zunächst eine Nachricht schicken, um anschließend Gerüchte über Transfers via Facebook-Messenger zu erhalten. Der Service ist seit Januar dieses Jahres erhältlich. Auch Push-Nachrichten zum Lieblingsverein lassen sich mit dem Befehl „Bild + Wunschbundesligaverein“ abonnieren.

3. Hyatt setzt auf den Facebook-Messenger beim Customer-Support

Kundenanfragen über den Facebook-Messenger abwickeln. (Screenshot: t3n.de)

Kundenanfragen über den Facebook-Messenger abwickeln. (Screenshot: t3n.de)

Die Hyatt-Hotelkette hat den Facebook-Messenger im Herbst 2015 ebenfalls als Kanal für den Kundendienst getestet und im Nachhinein für gut befunden. Das Unternehmen hat das Ende letzten Jahres auch mit einigen Zahlen untermauert.

Seitdem Nutzer direkt mit dem Unternehmen über den Facebook-Messenger kommunizieren können, so Hyatt, hat sich die Anzahl der Nachrichtenanfragen über Facebook verzwanzigfacht. Rund ein Zehntel aller Social-Media-Anfragen wurden im Dezember 2015 somit über Facebook abgehandelt – neben Instagram, Twitter und WeChat.

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4. US-Nutzer buchen über den Facebook-Messenger ein Uber

US-Anwender können den Facebook-Messenger auch nutzen, um sich ein Uber zu bestellen. (Grafik: Uber)

US-Anwender können den Facebook-Messenger auch nutzen, um sich ein Uber zu bestellen. (Grafik: Uber)

Uber, der in Deutschland umstrittene Online-Vermittlungsdienst für Fahrdienstleistungen, hat sich ebenfalls mit einem Beispiel einen Platz in dieser Liste verdient. Zum Jahreswechsel haben das Startup und Facebook bekanntgeben, dass Kunden sich über den Messenger eine Fahrt buchen können – ohne dafür die App herunterladen zu müssen.

US-amerikanische Nutzer können direkt in der Unterhaltung mit einem oder mehreren Freunden eine Adresse auswählen und ihren Uber-Fahrer dorthin bestellen. Auch die voraussichtliche Ankunftszeit am Treffpunkt lässt sich anzeigen und die Fahrtkosten mit Freunden teilen.

5. Mit einem Doc-Brown-Chatbots von „Zurück in die Zukunft“ reden

Doc Brown antwortet Fans im Facebook-Chat. (Screenshot: Digiday)

Doc Brown antwortet Fans im Facebook-Chat. (Screenshot: Digiday)

Chatbots sollen im Facebook-Messenger künftig auch eine wichtige Rolle spielen. Gerade für Unternehmen aus dem Entertainment-Bereich eröffnen sich hier tolle Möglichkeiten, wie sich am Beispiel Universal und „Zurück in die Zukunft“ sehen lässt.

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Zum „Back in the Future“-Day konnten Fans des Kino-Klassikers nämlich mit dem Filmcharakter Doc Brown chatten. Der etwas schrullige Professor nutzte die Gelegenheit um seine Gesprächspartner über das Jahr 2015 auszufragen.

Universal konnte somit einen beliebten Charakter für Fans der Science-Fiction-Film-Trilogie erlebbar machen. Denkbar wäre so ein Stunt aber auch für Sportvereine und deren Maskottchen. Spannend in jedem Fall!

6. „Wo ist meine Bestellung?“ – Everlane leitet Versandstatus weiter

Hyatt-Hotels über den Facebook-Messenger buchen. (Screenshot: t3n.de)

Everlane-Bestellstatus über den Facebook-Messenger abfragen. (Screenshot: t3n.de)

Everlane ist ein US-amerikanisches Mode-Label, das neben seiner radikalen Transparenz bezüglich ihrer Produktionsketten, inzwischen auch für deren Versand-Support im Facebook-Messenger bekannt ist. Käufer der Artikel bekommen über die Nachrichten-Funktion mitgeteilt, ob sich die Ware auf dem Weg befindet und vor allem auch wo sie gerade steckt.

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Doch das Ganze bleibt keine Einbahnstraße der Kommunikation. Natürlich können Kunden auch Kontakt aufnehmen und selbst nach Informationen fragen, sollte die Ware einmal nicht pünktlich eintreffen.

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Kommentare (1)

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Peter

Die Idee hinter den Chat-Bots finde ich gut, allerdings glaube ich, dass es für manch einen Nutzer so rüber kommt, als würden Sie mit einem Menschen kommunizieren, was wiederrum fragwürdig ist.

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