Du hast deinen AdBlocker an?

Es wäre ein Traum, wenn du ihn für t3n.de deaktivierst. Wir zeigen dir gerne, wie das geht. Und natürlich erklären wir dir auch, warum uns das so wichtig ist. Digitales High-five, deine t3n-Redaktion

Ratgeber

Das ist der größte Fehler, den Mitarbeiter im Homeoffice machen

In der modernen Arbeitswelt ist das Homeoffice längst angekommen. (Foto: Shutterstock-Rawpixel.com)

In der modernen Arbeitswelt ist das Homeoffice längst angekommen. Das flexible Arbeitsmodell unterliegt jedoch eigenen Regeln. Darauf sollten vor allem Mitarbeiter besonders achten.

Über die Vor- und Nachteile des Homeoffice wird viel gesprochen. Laut einer kürzlich erschienenen Standford-Studie können sowohl Unternehmen als auch Mitarbeiter davon enorm profitieren. Sinkende Bürokosten, effizienteres Zeitmanagement und weniger Krankentage sind oftmals die Folge. Auf der anderen Seite lauern jedoch auch Gefahren. So wird angeführt, dass Mitarbeiter und ihre Leistungen oft weniger gesehen werden. Viele Remote-Worker klagen zudem über Einsamkeit. Die Forscher geben Unternehmen deshalb einen klaren Ratschlag: Homeoffice- und Büroarbeitstage sollten nur in einem bestimmten Verhältnis gewährt werden.

Arbeiten im Homeoffice: Online-Kommunikation birgt große Gefahren

Homeoffice: Das flexible Arbeitsmodell unterliegt eigenen Regeln. (Foto: Shutterstock-Rawpixel.com)

Über den größten Fehler, den Mitarbeiter im Homeoffice machen können und der allen Kollegen die Arbeit deutlich erschwere, sprach zudem kürzlich Beat Bühlmann – General Manager bei der Softwarefirma Evernote – im Rahmen eines Vortrags auf der HR-Konferenz Hiring Success. Seiner Erfahrung nach kommt es in vielen Remote-Teams immer wieder zu Problemen – und zwar vor allem bei der Kommunikation. Wenn es zu Unstimmigkeiten komme oder ein Problem auftauche, würden viele Homeoffice-Kollegen einfach nur eine E-Mail verschicken. Das verschlimmere die Situation jedoch häufig nur noch.

„Man muss wissen, wann man eine E-Mail verschickt und wann nicht.“

„Man muss wissen, wann man eine E-Mail verschickt und wann nicht“, meint Bühlmann. Nicht jeder Kollege bearbeitet sein digitales Postfach sofort, sobald eine neue Nachricht eintrudelt. Bis die angefragte Information eintrifft, könnte schlicht zu viel Zeit ins Land ziehen. „Man verschickt ja auch keine E-Mail an die Feuerwehr, wenn es bei einem brennt“, fügt der Evernote-Manager hinzu. Außerdem brauchen bestimmte Situationen ein direktes Gespräch. Oft ginge es dabei auch um die Zwischentöne des Gesagten, die eine besondere Dringlichkeit oder Notsituation erst so richtig hervorheben.

Der Experte rät deshalb: Homeoffice-Mitarbeiter sollten einfach mal öfter zum Telefonhörer greifen, wenn es wichtige Dinge zu klären gibt. Das ginge zum einen wesentlich schneller und garantiere zum anderen, dass alle wichtigen Punkte ohne Missverständnisse geklärt werden können. Ähnlich äußerte sich kürzlich auch Autor Andreas Weck in einem t3n-Artikel. Der Remote-Worker schreibt, dass „Online-Kommunikation ein höheres Konfliktpotenzial birgt“. Es fehle schlicht die menschliche Reflexionsfläche, quasi das weiche Gesicht zu den manchmal hart wirkenden Worten. Ein direktes Gespräch erspare oft viele Probleme.

Karriere organisieren: Diese Apps helfen im Berufs- und Privatleben
Jobsuche: Die kostenlose „Truffls“-App für iOS und Android ist ein Tinder für Bewerber. Wer auf der Suche nach einem interessanten Job ist und fündig wird, swipt einfach nach rechts und schickt einen Lebenslauf ab. Antwortet das Unternehmen, kommt es zum Match. (Grafik: t3n.de / dunnnk)

1 von 13

Übrigens auch dieser Beitrag könnte dich interessieren: Remote Workers Life – „Das Homeoffice löst viele Probleme, schafft aber auch neue“

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

5 Reaktionen
Flo

Ich verschicke in den meisten Fällen auch lieber e-Mails als zu telefonieren und halte das für die beste Strategie.
Klar gibt es auch Fälle, bei denen nur ein Telefonat zum Ziel führt, aber beim Schreiben einer Mail ist man gezwungen, Probleme zusammenzufassen und zu strukturieren, damit der Gegenüber es versteht.

• Das hat für einen selbst den Vorteil, dass sich manche nachfragende Mail schon damit erübrigt, dass man das Problem allein durch das Schreiben der Mail besser durchdrungen und selbst gelöst hat.
• Für den Gegenüber besteht der Vorteil, dass er in Ruhe lesen / interpretieren / nachforschen kann und nicht gezwungen ist, spontan auf alles eine Antwort zu haben.

Antworten
Manuel

Recht hat er tatsächlich - auch mir fällt auf, dass viele Homeworker eher ungern zum Telefon greifen und stattdessen lieber Chatprogramme oder eMails nutzen - meist zum Nachteil der Effizienz.

Antworten
xordinary

Ich glaube, das ist ein Generationen-Ding. Ich habe beobachtet, dass die Generation Schneeflocke es ja schon als Zumutung ansieht, wenn man (im Privaten zwar) anruft, bevor man sich per WhatsApp vorher angemeldet hat. Die tun das einfach nicht mehr. Die texten nur noch.

Antworten
Phillip

Als jemand aus der Generation Y kann ich das nicht bestätigen. In meinem Fall ruft mich mein Chef aber auch über Skype an. Wir texten auch über Skype. Geht beides ... (genau wie bei Whatsapp). Willkommen im 21. Jahrhundert.

Titus von Unhold

Ich - mit 34 - halte telefonieren für übergriffig und telefoniere privat seit Jahren nicht mehr.

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.