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Daran erkennst du einen guten Chef

Was macht eine gute Führungsperson aus? (Foto: Shutterstock-Sergey Nivens)

Tischkicker, Gratis-Getränke und flexible Arbeitszeiten: Das allein reicht nicht aus, damit sich Mitarbeiter in ihrem Job wohlfühlen. Am wichtigsten ist ein guter Chef. Doch wie erkennt man den?

Schlechte Führungskräfte kosten deutsche Unternehmen jährlich richtig viel Geld, hat das Umfrageinstitut Gallup herausgefunden. Gute Chefs sind also nicht nur für das Wohlbefinden der Mitarbeiter, sondern letzten Endes auf für den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens verantwortlich. Doch was macht einen guten Chef eigentlich aus?

Regelmäßiges, ehrliches Feedback

Laut einer Umfrage der Manpower Group ist für 91 Prozent der Befragten regelmäßiges und ehrliches Feedback durch den Vorgesetzten wichtig oder sogar sehr wichtig für die Jobzufriedenheit. Ebenso gefragt ist Wertschätzung seitens der Führungskraft.

Das heißt jedoch keineswegs, dass Mitarbeiter immer nur gelobt werden sollen. Auch negatives Feedback bietet die Möglichkeit, zu wachsen und sich zu verbessern. Das setzt allerdings voraus, dass Chefs konkrete Verbesserungspotenziale aufzeigen, ihre Mitarbeiter am eigenen Wissen teilhaben lassen oder den Wissenstransfer im Team fördern.

Ehrliches Feedback gibt Mitarbeitern Sicherheit darüber, wie zufrieden die Führungsebene mit ihrer Arbeit ist, und motiviert, an den eigenen Schwachstellen zu arbeiten.

Verantwortung abgeben und dabei wirklich loslassen

Gerade diejenigen, die frisch in eine Führungsposition aufgestiegen sind, tun sich schwer damit, das bisher vertraute Tagesgeschäft abzugeben. Dabei ist es wichtig, dass Chefs Projekte loslassen und Aufgaben delegieren. Nur so haben sie Zeit, sich um ihre eigentlichen Führungsaufgaben zu kümmern.

Gute Chefs geben jedoch nicht nur Aufgaben ab, sondern auch Verantwortung. Damit zeigen sie, dass sie ihren Mitarbeitern vertrauen und sie nicht nur als Handlanger betrachten. Nicht umsonst wurde ein bestimmter Mitarbeiter oder ein bestimmtes Team mit einer Aufgabe betraut. Wer die besten Leute für ein Projekt auswählt, tut dies nicht ohne gründliche Überlegungen. Es besteht also keine Notwendigkeit, delegierte Aufgaben ständig zu kontrollieren und sich ins Mikromanagement eines Projektteams einzumischen.

Lies dazu auch: Delegieren heißt nicht, dass ein anderer deine Arbeit erledigt

Fehlerkultur vorleben

Überall, wo Menschen arbeiten, passieren Fehler. Das lässt sich nicht vermeiden, aber damit lässt sich gut umgehen. Nämlich dann, wenn Chefs eine gesunde Fehlerkultur vorleben. Dazu gehört in erster Linie, dass Chefs eigene Fehler eingestehen und offen damit umgehen.

Gleichzeitig müssen Führungskräfte eine Atmosphäre schaffen, in der sich Mitarbeiter trauen, neue Dinge auszuprobieren und Ideen zu entwickeln, auch wenn dabei Fehler passieren können. Dazu gehört es auch, Fehler unter vier Augen zu besprechen und Entwicklungspotenziale aufzuzeigen, anstatt jemanden vor dem gesamten Team an den Pranger zu stellen.

Sätze, die gute Führungskräfte nie sagen würden
Zusammenhalt im Team wird gestärkt, wenn man sich unterstützt. Kollegen im Stich zu lassen, ist dagegen pures Gift.

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Transparente Entscheidungen treffen

Spätestens ab dem Teenager-Alter mögen es die meisten Menschen nicht mehr, wenn Entscheidungen über ihren Kopf hinweg getroffen werden – noch dazu, wenn es sich um unpopuläre Themen handelt.

Gute Chefs erklären daher ihrem Team die Hintergründe für bestimmte Entscheidungen, gerade bei sensiblen Themen. Das heißt nicht, dass sich Chefs rechtfertigen sollen. Doch wenn Mitarbeiter Beweggründe kennen, fällt es ihnen leichter, diese Entscheidungen mitzutragen. Zudem wird Gerüchten so schon früh der Wind aus den Segeln genommen und Mitarbeiter fühlen sich einbezogen und respektiert.

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4 Kommentare
Christian
Christian

Am wichtigsten ist sinnvolle Arbeit. Was nützt mir der beste Chef der Welt, wenn die eigentliche Arbeit unnütz und unbefriedigend ist?

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Richard
Richard

Das ist eben der Punkt. Leider heutzutage verliert die eigentliche Arbeit immer mehr an Bedeutung durch wachsenden Karrierismussucht. Immer wenige möchten effizient arbeiten. Warum eigentlich, wenn nun der Wohlstand ehe von der Position abhängig ist und nicht von Qualität der Arbeit? Und mit bestimmten Tricks und Hacks kann man auch ohne passenden Fähigkeiten and seiner Stelle für länger bleiben. Das sehen wir doch jeden Tag vom Fernsehen. Falsches Vorbild – falsche Wirkung.

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Berthold
Berthold

Es tut mir leid, aber Eure Beschreibung unterstellt immer einen Person, die in irgendeiner Weise qualifiziert für seine Chefrolle ist. Zu meinem Bedauern arbeite ich im öffentlichen Dienst, wo unser Vorgesetzter aufgrund seiner Fähigkeit, nach oben zu gefallen in seine Position gekommen ist und aufgrund seiner offensichtlichen Inkompetenz von jedem seiner Mitarbeiter gehasst wird. Im Grunde bedeutet das, dass jedes Meeting ohne ihn mittlerweile nach kurzer Zeit in eine Hasstirade gegen ihn abdriftet und die Produktivität gegen Null abdriftet. Das ist aber total egal, denn an der großen Hannoveraner Hochschule, an der wir tätig sind reicht es, wenn man dem eigenen Vorgesetzten gefällig bleibt, denn was die jeweiligen Mitarbeiter denken ist hinreichend egal.

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Angelika E.

Ganz klasse, dass das Thema aufgegriffen wird! Auf dem KCF in Karlsruhe wird vom 28.2. – 2.3.2019 genau dieses Führungsthema 4.0 in neuen Zeiten aufgegriffen. Hier treffen Mitarbeiter auf Firmenchefs und können konkret mit Vorschlägen und Input Verbesserungen initiieren. Mehr Infos unter http://www.kcf.de. Ist eine empfehlenswerte Veranstaltung mit ca. 3.500 Führungskräften (meint auch: die Mitarbeiter!) +

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