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Instagram: 7 Tipps für gutes Selbstmarketing

Instagram auf dem iPhone. (Foto: Ink Drop/Shutterstock.com)

Du musst nicht immer gleich Influencer werden, um Instagram erfolgreich fürs Selbstmarketing zu nutzen. Wie du deine Expertise sichtbar machst und dein Netzwerk erweiterst.

Die Welt der Influencer ist ungemein verführerisch. Reichweite. Bekanntheit. Vielleicht noch ein bisschen Geld verdienen … Doch schaut man sich einmal die eine Milliarde Nutzer an, die Instagram aktuell monatlich hat, schaffen es die wenigsten zum Influencer. Es ist auch nicht jeder dafür gemacht oder will das. Und doch schwebt dieser Influencer-Anspruch immer irgendwie über uns, wenn man auf Instagram mit dabei sein will. Dabei ist es gar nicht nötig, Tausende oder Hunderttausende von Abonnenten zu haben, um Instagram für sich erfolgreich zu nutzen. Auch im Kleinen gibt es Möglichkeiten, sich hier als Experte zu etablieren und das eigene Selbstmarketing aufs nächste Level zu heben.

Optimiere dein Instagram-Profil und teste aus, welches Wording für dich am besten funktioniert. Es müssen auch nicht immer Emojis sein … (Screenshot: instagram.com/t3n)

Gute Inhalte. Regelmäßige Inhalte. Insights nutzen. Das ist die Basis von professionellem Selbstmarketing auf Instagram. Doch was, wenn selbst Hashtags, Videos und Storys nichts bringen und Instagram wie ein tiefes, schwarzes Loch einfach alles schluckt und sich nichts bewegt? Dann wird es Zeit, ein bisschen zu optimieren. Hier ein paar Tipps, wie du noch mehr aus deinem Selbstmarketing auf Instagram rausholst.

1. Instagram als Portfolio

Viele denken, sie müssten auf Instagram mit Influencern mithalten und ganz viel Privates oder besonders lifestylige Bilder posten. Nicht selten funktioniert das eher mit mittelprächtigem Erfolg. Wer Instagram fürs Selbstmarketing nutzen will, sollte sich im Klaren sein, was wirklich das Ziel ist. Will ich Tausende von Abonnenten? Will ich Instagram nur zum Spaß nutzen? Oder will ich gezielt meine Expertise zeigen und Botschafter für mich und mein Thema werden? Natürlich ist Persönlichkeit auf Instagram wichtig. Doch die sollte nicht das ganze Konto übernehmen. Was erwartet wohl ein potenzieller Kunde oder Arbeitgeber, wenn er auf deiner professionellen Website einen Link zu deinem Instagram-Konto findet? Nur weil es sich um Instagram handelt, sind die Erwartung nicht anders als auf anderen Plattformen. Die 20 Bilder vom letzten Bali-Urlaub sind ja echt umwerfend. Und auch die ganzen Selfies sind wirklich schön. Aber was sagt das über dich und dein Know-how? Bekenne ich klar zu deiner Expertise: Zeig, was du weißt, was du tust und wie du es tust. Jeder, der dich auf Instagram findet, sollte genau das sofort erkennen können.

2. Dein Nutzername auf Instagram

Dein Nutzername ist auf Instagram eine der wichtigsten Stellschrauben fürs Selbstmarketing. Denn er bestimmt dein Instagram-Handle (@deininstagramnutzername), deine Instagram-Adresse (instagram.com/deininstagramnutzername). Dein Nutzername sollte daher nicht zu lang oder kompliziert sein, damit man ihn sich gut merken kann. Dein echter Name kann hierfür eine Möglichkeit sein. Aber auch eine Kombination aus deinem Namen und deinem Job ist eine gute Wahl. Eine Eigenmarke lohnt sich dagegen eher, wenn du ein umfassendes Konzept mit weiteren strategischen Kommunikationspunkten hast – beispielsweise Youtube oder Blog.

3. Optimiere deinen Instagram-Namen

Gehe einmal in Instagrams Profilsuche und suche nach deinem Thema, deinem Job, deiner Expertise. Wirst du hier gefunden? Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass es nicht so ist. Denn oft sind wichtige Keywords nicht im Nutzernamen enthalten. Und erst recht nicht im Namen. Doch nur diese beiden Felder durchsucht Instagram aktuell für die Profilsuche. Was also tun? Passe einfach deinen Namen an. Der befindet sich gefettet unter deinem Profilbild und lässt sich über Profil bearbeiten beliebig oft ändern. Einziges Manko: Instagram sieht für deinen Namen lediglich 30 Zeichen vor. Das reicht jedoch oft, um hier deine Branche oder andere Keywords zu platzieren. Jetzt wirst du in der Instagram-Suche gefunden und unter deinem Nutzernamen wird dein Keyword angezeigt. Und auch bei Suchmaschinen wirst du damit indexiert und gefunden. Ganz im eigentlichen Sinne von Instagram ist das vielleicht nicht. Doch spricht in den AGB und Gemeinschaftsrichtlinien auch nichts dagegen – zumal es auf Instagram keine Klarnamenpflicht gibt.

4. Nutze deine Instagram-Bio

Auch der Steckbrief wird auf Instagram gerne vernachlässigt. Viele tragen dort eine Kurzbio in Stichworten, ihre privaten Interessen oder Hashtags ein. Doch die Instagram-Bio kann so viel mehr als nur das. Nutze den Steckbrief gezielt, um hier zu erzählen, was du machst und was du anbietest. Perfekt wird deine Instagram-Bio mit einem Call-to-Action. Du kannst zum Besuch einer Webseite, einem Event oder dem Download eines PDFs aufrufen, das du darunter verlinkst. Natürlich kannst du auch andere berufliche Profile verlinken. 150 Zeichen hast du für deine Instagram-Bio. Nutze sie!

5. Wie war das noch mit Links?

Instagram tut sich ein wenig schwer mit Links. Wer nicht mindestens 10.000 Abonnenten hat oder verifiziert ist, kann Links in Storys nicht direkt einfügen. Und auch im Profil gibt es nur Platz für einen einzigen Link. Deshalb nutzen viele Instagrammer Tools wie Linktree als „Mini-Landingpage“. Hier verlinken sie einzelne Inhalte sowie das Impressum. Das kann man auch so machen. Und manchmal ist das auch eine gute Lösung. Wenn du jedoch ohnehin eine eigene, mobil-optimierte, schnelle Website hast – wozu dieser Umweg? Jeder zusätzlich Klick bedeutet auch die Möglichkeit, dass Interessenten abspringen. Bau dir stattdessen lieber eine Landingpage auf deiner eigenen Website. So ziehst du Interessierte direkt auf deine Seite. Hier kannst du nicht nur bestimmen, was du zeigen willst, sondern auch wie.

6. Regionale Platzierung

Inhalte aus der Umgebung werden nicht nur auf Facebook gepusht. Auch auf Instagram kannst du dich besser positionieren, wenn du auf regionale Inhalte setzt. Ob in Beiträgen, Stories oder Livestreams – nutze die Standort-Funktion von Instagram für mehr Reichweite und gezieltes Targeting. Bedenke hierbei: Oft sind kleinere Standorte erfolgreicher als große, also beispielsweise Hannover statt Deutschland. Als Freelancer kann es zudem sinnvoll sein, deinen Standort in deinen Namen als Keyword einzubauen. Viele setzen auf regionale Experten. Welchen Grund sollte es also geben, dich dort nicht zu finden? Noch immer wird die Standort-Funktion – gerade in Storys – viel zu wenig genutzt. Bessere Chancen für dich also.

7. Suche dir Partner

Netzwerken und Engagement sind große Themen auf Instagram. Daher lohnt es sich, etwas Zeit in die Suche nach Partnern zu investieren. Dies können Menschen sein, die das gleiche Thema bedienen wie du. Aber es können auch angrenzende Themen sein. Ihr könnt euch so inhaltlich ergänzen, Kompetenzen ausweiten – beispielsweise mit gemeinsamen Livestreams in Instagram-Stories. Das erhöht nicht nur unmittelbar eure Sichtbarkeit, sondern platziert euch auch in einem professionellen Umfeld mit anderen Experten. Auf Youtube haben sich solche Kooperation – nicht zuletzt über Agenturen – schon lange bewiesen. Auf Instagram setzten viele noch ausschließlich auf klassisches Tagging – wenn überhaupt. Da ist noch viel Luft nach oben.

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