Ratgeber

Was Instant Messenger im Unternehmens-Einsatz können

Whatsapp und Slack – wie schlagen sich Instant Messenger im Business-Einsatz? (Foto: Michael-Jay-Berlin)

In Unternehmen muss Kommunikation ohne Umwege ablaufen. Mit diesen Messengern bleibt ihr einfach und produktiv mit euren Kollegen in Kontakt.

Quatschen, koordinieren, Dateien teilen – mithilfe von Messengern stehen wir im Privatleben wie im Business-Alltag alle fast permanent mit einander in Kontakt. Gerade in Unternehmen ist das wichtig: Communication is Key für nahtlose Abläufe, schnelles Abstimmen und Festhalten von Absprachen, Ideen und Dokumenten.

Während auch die bekannten Messenger für den privaten Gebrauch sinnvolle Features für den Einsatz im Unternehmen bieten, gehen andere, spezialisierte Lösungen darüber hinaus. Slack, Google Hangouts sowie Blizz von Teamviewer sind besonders gut für Kommunikation innerhalb von Unternehmen geeignet. Aber auch die Anbieter der Massenmessenger Whatsapp, Threema und Skype haben erkannt, dass Unternehmen Interesse an zusätzlichen Business-Features und mehr Sicherheit für den Kundenkontakt haben – und beantworten dieses Interesse mit Whatsapp Business und Threemawork, während Microsoft Skype for Business in seine Office-365-Suite integriert hat.

Die Privaten mit Business-Power

Whatsapp Business

Whatsapp Business erweitert den Messenger und grundlegende Funktionen für Kundenkontakt und Management für kleine Unternehmen. (Screenshot: Whatsapp)

Whatsapp Business erweitert den Messenger und grundlegende Funktionen für Kundenkontakt und Management für kleine Unternehmen. (Screenshot: Whatsapp)

Whatsapp ist nach wie vor der Star auf dem Messenger-Markt. Viele Smartphone-User setzen auf die zu Facebook gehörende kostenlose Kommunikations-App, und das nicht ohne Grund: Ein einfach zu bedienendes Interface, Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, Gruppenchats für bis zu 256 Leute, Sprach- und Videocalls sowie Sharing von bis zu 100 Megabyte großen Dateien machen Whatsapp nicht nur im Privaten, sondern auch zur Kommunikation in Unternehmensteams interessant. Clients gibt’s für Android- und iOS-Geräte sowie für Windows und Mac. Linux-User können auf den Web-Client zurückgreifen.

Für kleinere Unternehmen, die via Whatsapp auch mit ihren Kunden in Kontakt treten wollen, bietet Whatsapp Business zusätzliche Funktionen, darunter ein vereinfachtes CRM-System und automatisierte Antworten auf Kundenanfragen mithilfe von Bots. Größeren Unternehmen stellt Facebook außerdem eine Whatsapp Business-API zur Integration in viele Teamworking-, Projektmanagement- und CRM-Systeme zur Verfügung.

Threemawork

Der Funktionsumfang von Threemawork besteht lediglich aus bodenständigen Messenger-Funktionen. Umso stärker punktet der Dienst in Sachen Sicherheit. (Screenshot: Threema)

Der Funktionsumfang von Threemawork besteht lediglich aus bodenständigen Messenger-Funktionen. Umso stärker punktet der Dienst in Sachen Sicherheit. (Screenshot: Threema)

Der Schweizer Messenger Threema gilt gemeinhin als der Underdog unter den Privat-Messengern, nicht zuletzt, weil er nicht kostenlos ist (2,99 Euro für iOS / 2,49 Euro für Android) und keinen Desktop-Client hat. Immerhin gibt es einen Webclient. Dafür glänzt er durch umfangreiche Sicherheits-Funktionen, darunter Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und Sicherung der Daten auf mobilen Endgeräten per AES-256-Schlüssel, die auch und besonders für Privatsphäre im Business-Einsatz spannend sein können.

Braucht man noch mehr, bietet Threemawork zusätzliche Funktionen für die interne Kommunikation. So bietet der Business-Messenger ein zentrales Management-Cockpit für Admins, die dort unter anderem anonymisierte Statistiken einsehen können und Zugriff auf umfangreiche Rechte- und Zugangsverwaltung haben. Über das Broadcast-Feature erhalten Anwender außerdem via Feeds, Bots, Gruppen und Verteilerlisten Informationen von oben. Threemawork kostet im Jahresabo 1,24 Euro pro Nutzer und Monat, bis zu 15 User können die App 60 Tage lang kostenlos testen.

Skype for Business

Skype ist für Videotelefonie bekannt. Skype for Business bietet zusätzliche Features für Videokonferenzen und Teamworking. (Screenshot: Microsoft)

Skype ist für Videotelefonie bekannt. Skype for Business bietet zusätzliche Features für Videokonferenzen und Teamworking. (Screenshot: Microsoft)

Skype steht seit jeher für Videotelefonie. Mittlerweile bietet der Dienst auch weitere gängige Messenger-Funktionen, behält Videoübertragung jedoch als Kern bei. Mit Skype for Business bietet Microsoft für Geschäftskunden im Rahmen seiner Office-365-Suite noch mehr. So sind hier Bildschirmfreigabe, Integration von Powerpoint-Präsentationen und Whiteboards in Videokonferenzen, das Mitschneiden von Besprechungen und erweiterte Kontrolle über Teilnehmer mit dabei – diese lassen sich etwa einzeln oder gesammelt stummschalten.

Clients gibt’s für alle großen Betriebssysteme: iOS, Android, Windows, Mac und Linux. Office 365 Business kostet ab 4,20 Euro pro User und Monat. Zu bedenken ist, dass Anrufe auf Mobil- oder Festnetznummern stets mit zusätzlichen Kosten verbunden sind. In Deutschland belaufen sie sich auf 0,5 bis 2 Cent pro Minute.

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2 Kommentare
Mathias Penz

Öhm…. Skype for Business? Es tut mir Leid, aber wenn ein Unternehmen heute Office 365 bucht, dann kann man Skype for Business nicht mehr nutzen. Stattdessen werden aktuell nur noch Microsoft Teams Accounts freigeschaltet. Denn skype for Business wird im kommenden Jahr endgültig – auch für Bestandsnutzer – deaktiviert. Auch Bestandsnutzer müssen den Wechsel zu Teams machen.

Ihr solltet den Artikel mal aktualisieren und noch mal recherchieren…

Antworten
Frank Meister

Was ist mit den deutschen Produkten Teamwire oder SimsMe, die besonders bei Unternehmen mit hohen Datenschutz- und Sicherheitsanforderungen eingesetzt werden. Ausländische und insbesondere amerikanische Cloud-Lösung sind da nicht das richtige…

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