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Erfolgreicher Snowflake-Börsengang bringt Investoren viele Milliarden

Snowflake. (Foto: Sundry Photography / Shutterstock.com)

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Der Mega-Börsengang von Snowflake hat Investoren wie Warren Buffett viel Geld eingebracht. Ein Investor, der schon sehr früh auf die Softwarefirma setzte, ist jetzt zwölf Milliarden US-Dollar reicher.

Am Mittwoch legte Snowflake ein fulminantes Debüt aufs Börsenparkett. Die im Vorfeld schon deutlich verteuerten Anteilsscheine konnten ihren Wert zum Auftakt verdoppeln. Snowflake, das im Februar noch mit 12,4 Milliarden Dollar bewertet worden war, kam zwischenzeitlich auf eine Marktkapitalisierung von über 70 Milliarden Dollar. Am Börsengang des Data-Warehousing-Anbieters verdienten mehrere frühe Investoren Milliarden – die Frühphasen-Investmentfirma Sutter Hill Ventures war auf einmal um über zwölf Milliarden Dollar reicher.

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Aus 200 Millionen mach 12 Milliarden

Deren langjähriger Managing Director Mike Speiser hatte schon kurz nach dem Facebook-IPO im Jahr 2012 das Potenzial von Snowflake erkannt und in das Unternehmen investiert. Insgesamt besitzt Sutter Hill Ventures mittlerweile einen Anteil von 20,3 Prozent an Snowflake – die dafür getätigten Investitionen summieren sich auf 200 Millionen Dollar, wie CNBC berichtet. Am Mittwoch nach Börsenschluss konnte sich Sutter Hill Ventures über 12,6 Milliarden Dollar freuen, die der Snowflake-Anteil zu diesem Zeitpunkt wert war.

Das Problem: Sutter Hill Ventures dürfte sich den Anteil derzeit nicht versilbern, selbst wenn es wollte. Bis zu einem möglichen Verkauf der Snowflake-Aktien können noch Monate vergehen. Entsprechend ist nicht klar, ob die Snowflake-Aktie weiter auf ihrem aktuell hohen Niveau bleibt. Fiele der Aktienkurs etwa auf den ursprünglich geplanten Ausgabepreis von bis zu 120 Euro zurück, dann verlören Speiser und Sutter Hill Ventures über sechs Milliarden Dollar – alles freilich auf dem Papier.

Neben Sutter Hill Ventures haben freilich auch noch weitere Investoren Kasse gemacht. So konnten sich etwa Finanzguru Warren Buffett und seine Investmentfirma Berkshire Hathaway, die kurz vor dem Börsengang noch im großen Umfang Anteile kauften, über einen zwischenzeitlichen Gewinn von einer Milliarde Dollar freuen. Softwarekonzern Salesforce konnte seinen ebenfalls im Vorfeld aufgestockten Anteil um 280 Milliarden Dollar erhöhen. Salesforce soll sich auch schon im Februar an einer Snowflake-Finanzierungsrunde beteiligt haben, so dass der Gewinn noch höher ausgefallen sein dürfte.

Investoren machen Kasse bei Snowflake-IPO

Darüber hinaus halten weitere Investmentfirmen und Unternehmenslenker milliardenschwere Anteile an Snowflake, darunter Altimeter Capital, Iconiq, Redpoint und Sequoia, deren Aktienpakete zwischen fünf und gut neun Milliarden Dollar umfassen. Snowflake-CEO Frank Slootman kommt nur 17 Monate nach seinem Dienstantritt bei dem Unternehmen auf einen 5,9-Prozent-Anteil und 3,9 Milliarden Dollar. Finanzchef Mike Scarpelli hat Aktien im Wert von derzeit gut einer Milliarde Dollar.

Interessantes Detail am Rande: Mike Speiser, der maßgeblich daran beteiligt war, Snowflake aus der Taufe zu heben, fungierte bis zum Jahr 2014 selbst als CEO und CFO der Softwarefirma. Speiser und Sutter Hill Ventures haben schon beim Börsengang von Pure Storage Kasse gemacht. Dabei konnten sie aus einem vergleichsweise geringen Frühphaseninvestment später rund 700 Millionen Dollar machen.

IPO von Speiser-Investment Sumo Logic

Mit der Datenanalysefirma Sumo Logic ist am Donnerstag zudem ein weiteres Speiser-Investment an die Börse gegangen. Sumo Logic startete ebenfalls mit einem leichten Plus gegenüber dem Ausgabepreis. Die Börsenkapitalisierung beläuft sich auf derzeit rund 2,6 Milliarden Dollar.

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