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IT-Fachkräftelücke schließen: Wer arbeitet in Deutschland wie lange?

Zuwanderung ist notwendig, um Fachkräftelücken zu schließen. Aber auch im Inland schlummern noch Potenziale. Viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer arbeiten in Teilzeit – aus Gründen.

2 Min. Lesezeit
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Frauen arbeiten häufiger in Teilzeit. (Foto: Shutterstock-Kinga)

Der IT-Fachkräftemangel in Deutschland ist besorgniserregend. Der Branchenverband der deutschen Informations- und Telekommunikationsbranche (Bitkom) gab jüngst bekannt, dass in der Bundesrepublik derzeit rund 137.000 IT-Fachkräfte fehlen. Die Tendenz sei weiter steigend.

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Die Unternehmensberatung McKinsey & Company stellte zudem eine Prognose auf, dass bis 2030 in der öffentlichen Verwaltung rund 140.000 IT-Fachkräfte fehlen werden.

Das Problem ist dabei nicht nur, dass zu viele Menschen in den kommenden Jahren aus dem Arbeitsleben in ein Rentenverhältnis aussteigen, sondern dass auch zu wenige nachrücken.

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Eine mögliche Teillösung könnte dabei sein, dass mehr Menschen, die derzeit noch in Teilzeit arbeiten, wieder in eine Vollzeitbeschäftigung übergehen. Neue Zahlen des Institutes der deutschen Wirtschaft (IW) Köln zeigen das mögliche Potenzial auf.

Frauen häufiger in Teilzeit – der Familie zuliebe

Die Daten, die auf denen des sozio-ökonomischen Panels beruhen, zeigen, dass rund 25 Prozent der Erwerbstätigen höchstens 30 Stunden pro Woche arbeiten. Vor allem weibliche Fach- und Führungskräfte haben in dem Rahmen ein hohes Potenzial: Nur 59 Prozent aller erwerbstätigen Frauen arbeiten in Deutschland mehr als 30 Stunden pro Woche.

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Bei Frauen mit Kindern unter 14 Jahren sind es sogar nur 41 Prozent. Aber auch Frauen ohne Kinder arbeiten häufiger in Teilzeit als Männer ohne Kinder.

Dabei wollen vor allem Frauen mit Kindern laut dem IW Köln oft mehr. Voraussetzung dafür ist jedoch eine flächendeckende, flexible Kinderbetreuung. Der Staat kann die Voraussetzungen für Eltern verbessern, so das Wirtschaftsinstitut.

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Aber auch Firmen müssen überdenken, welche Form der ortsgebundenen Arbeit tatsächlich notwendig ist. Viele Stellen sind mit Dienstreisen und Umzügen verbunden, was eine Bewerbung für Eltern oft erschwert. Auch das Potenzial von Remote-Arbeit ist nicht ausgeschöpft.

Ältere brauchen altersgerechte Arbeitsplätze

Auch ältere Generation sind häufig in Teilzeit und arbeiten somit vergleichsweise wenig. Etwa 44 Prozent der Menschen über 60 Jahren seien laut dem IW Köln höchstens 30 Stunden in der Woche beschäftigt.

Hier hat sich jüngst Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) dazu geäußert. Ältere Menschen seien mit Jobanforderungen oft überfordert. Er plädiert dafür, dass Arbeitgeber für mehr altersgerechte Arbeitsplätze sorgen müssen.

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Für das IW Köln steht fest, dass neben einer steigenden Zuwanderung von Fach- und Führungskräften auch das Potenzial der Arbeitskräfte im Inland weiter erschlossen werden muss. IW-Ökonom Holger Schäfer sagt dazu: „Die Politik muss Anreize dafür schaffen, um die jeweiligen Gruppen zu motivieren.“

Daneben muss sich aber auch die Wirtschaft weiter flexibilisieren, um Arbeitskräfte in ihren Lebensphasen abzuholen.

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