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Macbook Pro „lädt sich selbst“ – dank USB-Typ-C-Schleife

Apple Macbook Pro: USB-Typ-C-Adapter. (Bild: Apple)

Apple hat offenbar die Lösung unendlicher Energie entdeckt: Schließt man das neue Macbook Pro USB-Typ-C-Kabel kurz, wird der Lademodus aktiviert.

Macbook Pro: Kurzschluss-Schaltung aktiviert Ladesound

„For kicks and giggles I took the provided USB C cable and plugged it into both ports on new MacBook Pro.“

Apple hat sich beim neuen USB-Typ-C-Kabel genommen und beide Seiten in die beiden USB-Typ-C-Anschüsse gesteckt. Und siehe da: die Ladeanzeige des Macbook Pro leuchtet hell auf und das Ladesignal ertönt.

Dass der USB-Typ-C-Anschluss unter anderem für das Aufladen des Macbook Pro zuständig ist, dürfte bekannt sein, schließlich hat Apple den neuen Modellen außer einer Audiobuchse ausschließlich Anschlüsse dieser Art verbaut. Dass das Notebook aber durch das Kurzschließen per USB-Typ-C-Kabel den Ladesound von sich gibt, sollte eigentlich nicht sein. Immerhin: aufgeladen wird es auf diesem Wege wohl nicht. Dem Reddit-Beitrag zufolge scheint das Macbook Pro von Jdcampbell trotz der Kurzschlussschaltung keine schweren Schäden davongetragen zu haben – zumindest geht er nicht darauf ein.

Zack, da hat der reddit-Nutzer Jdcampbell fast ein Perpetuum-Mobile gebaut. (Foto: reddit; Jdcampbell)

Zack, da hat der Reddit-Nutzer Jdcampbell fast ein Perpetuum-Mobile gebaut. (Foto: Reddit; Jdcampbell)

Macbook Pro: Support-Dokument gibt Klarheit über das Ladeverhalten

Apple erläutert in einem Support-Dokument die Funktionsweise der USB-Typ-C-Anschlüsse beim Aufladen. Zwar sei es möglich, zwei Ladegeräte über die USB-Typ-C-Anschlüsse mit dem Macbook Pro zu verbinden, allerdings ließe der Rechner sich nicht gleichzeitig mit zwei Netzteilen aufladen. Weiter heißt es: „Wenn Sie mehrere Netzteile an Ihr MacBook Pro anschließen, wird es dasjenige nutzen, das den meisten Strom liefert. Die Reihenfolge, in der Sie sie angeschlossen haben spielt keine Rolle.“ Ferner wird davon abgeraten Netzteile mit mehr als 100 Watt anzuschließen.

Das neue Macbook Pro (ohne Touch Bar) besitzt lediglich zwei USB-Typ-C-Abschlüsse links – und eine Audiobuchse auf der rechten Gehäuseseite. (Bild: Apple)

Das neue Macbook Pro (ohne Touch Bar) besitzt lediglich zwei USB-Typ-C-Abschlüsse links – und eine Audiobuchse auf der rechten Gehäuseseite. Der beliebte Magsafe-Adapter ist Geschichte. (Bild: Apple)

Dass das Macbook Pro sich nicht selbst mit Strom versorgen kann, auch wenn der Ladehinweis und das -Signal ertönt, dürfte jedem klar sein. Immerhin könnt ihr aber ein anderes Gerät aufladen – damit fungiert es letztlich als ein 1.700 Euro teures Akkupack – beispielsweise das Google Pixel oder Pixel XL (Test). Um das iPhone 7 aufzuladen, müsst ihr euch allerdings noch einen zusätzlichen Adapter zulegen.

Das Macbook Pro in Bildern
Das sind die neuen Macbook Pro mit Touchbar. (Foto: Apple)

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via www.heise.de

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3 Kommentare
Goran
Goran

Ja und?
Die Ladeanzeige bedeutet doch nur, dass ein Ladestrom anliegt und das Macbook theoretisch geladen wird. Es besagt nicht, dass es mehr Strom aufnimmt, als es gegenwärtig abgibt.
Woher soll das Macbook auch wissen, dass es sich selbst lädt? Es könnte ja auch von einem anderen Macbook geladen werden und Strom an ein weiteres Gerät abgeben.

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Michael
Michael

Gottseidank hat der während dieses Lademodus nicht noch ‚google‘ in Google eingegeben…

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port-Combining
port-Combining

Die USB-Geräte haben wie MAC_Adressen auch IDs. Darüber würde man Ketten erkennen. Bei Firewire konnte jeder Gerät in der Kette mit-lauschen, Nachbargeräte mit Strom versorgen und natürlich Kreise waren erlaubt. Warum auch nicht sollte man eine dicke Platte oder Kamera nicht an den Monitor anschliesse nund im Videoschnittraum der Mars-Mission oder Olympia mit seinem Apple-Pro (FinalCutPro ist die meistverkaufte PLatz1-Software im AppStore glaube ich) die Aufnahmen schneiden und mehrere Ports KOMBINEN um mehr Speed zu bekommen.
Dumme Wintel-Monitore haben vielleicht kein Thunderbolt-3 und da sind 2*10GBit/Sek (2*3.1+) immer noch schneller als nur einmal und weil der Monitor am Strom hängt versorgt er die Festplatte, den Laptop und natürlich die 8k/12-Bit-Superduper-Kamera und da laufen die Daten dick durch. Port-Trunking, Link Aggregation, NIC bonding/teaming usw. machen gute Switches sowieso schon.
Oder seid Ihr mal wieder dagegen weil USB-2 reicht ?

Dafür gibts sicher ein Firmware-Update aber hierfür vielleicht ja nicht:
https://t3n.de/news/macbook-pro-thunderbolt-3-usb-c-763412/

So sieht Apples Ehre und Kundenzufriedenheit aus ?
Man muss ja auch entscheiden können, welches Gerät welchem anderen wenn überhaupt Strom reinschiebt. Man kann ja auch Daten austauschen indem man zwei MacPro per Thunderbolt über USB-C verbindet und keiner soll dem anderen den Akku leer saugen. Oder macht Ihr lieber Ethernet-100 mit einem 4poligen Kabel weil Gigabit ein 8poliges Kabel braucht ? Na also.

Das alte USB war ja absichtlich nicht als Kreis schaltbar auch damit man immer einen WINTEL-Master brauchte und INTEL gut verdienen konnte…

Wichtiger wäre, das endlich USB-3.1-FullSpeed10Gbit/sek bei ARM-Chipsets ankommt.
Aber leider sind NAS-ARM-Chips nur alle 2 Jahre ein Update falls überhaupt und die für Handies alle 3-6 Monate (620 dann 620&621-Daydream) aber die haben keinen Durchsatz für USB-Medien (8 TB-Platten mit ZFS) oder SATA usw. :-((( obwohl man für 8k-Videokameras sowas ja braucht und schon 4k und 6k in 10(?) Bit (egal ob FullHD oder 4k) dicken Durchsatz brauchen.

Der Artikel hat ein paar Fragen aufgeworfen, welche bei USB-C halt bald generell aufkommen werden weil man die Geräte recht beliebig zusammenstecken kann.
Aber wer schon keine Fahrkarten-Automaten gebacken kriegt oder bedienbare TV-Interfaces, sollte besser nicht mehr programmieren oder nur für die Konkurrenz.

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