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„Kaufen keine Teslas mehr“: Ukraine weist Friedensideen von Elon Musk scharf zurück

Mit der Freischaltung des Satelliteninternets Starlink hat Elon Musk der Ukraine sehr geholfen. Seine Ideen für mögliche Friedensszenarien, über die Musk bei Twitter abstimmen ließ, gefallen dem von Russland angegriffenen Land dagegen weniger.

2 Min.
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Elon Musk hat einen Plan. (Foto: dpa)

Vor allem in den ersten Tagen nach dem Überfall Russlands war das über Elon Musks Starlink gelieferte Breitbandinternet für die Ukraine Gold wert. Die Zerstörung der Kommunikationsinfrastruktur durch die russische Armee lief damit ins Leere. Auch die gefürchteten Drohnenangriffe seitens ukrainischer Truppen basierten auch auf dem Internetzugang.

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Verscherzt es sich Musk mit der Ukraine?

Jetzt allerdings scheint es sich Musk mit der Ukraine zu verscherzen – zumindest reagierten Kiew und einige Offizielle verstimmt auf eine von dem Tesla- und SpaceX-Chef gestartete Umfrage unter seinen rund eine Million Follower:innen umfassende Twitter-Gemeinde.

In dem Tweet stellte Musk seine Ideen für ein Friedensangebot dar. So schlägt er vor, dass die Wahlen in den annektierten Gebieten wie Luhansk oder Cherson unter UN-Aufsicht wiederholt werden sollten. Sollten die Menschen sich dieses Mal anders entscheiden, müsse Russland die Gebiete verlassen.

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Außerdem würde nach Musks Szenario die Krim ein Teil von Russland bleiben und die Versorgung mit Wasser sichergestellt sein. Und: Die Ukraine müsse neutral bleiben und dürfe nicht etwa Teil der Nato werden.

Nicht nur die Twitter-Nutzer:innen (bei der Umfrage überwiegt das „Nein“ mit 63 Prozent, bei über 1,1 Millionen abgegebenen Stimmen) sind mehrheitlich gegen die Musk-Vorschläge für einen möglichen Frieden, auch aus der Ukraine hagelt es teils harsche Kritik.

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Enttäuschung über Musks „Friedensplan“

Olexander Scherba, ehemals ukrainischer Botschafter in Österreich und seit einem Jahr beim Energiekonzern Naftogaz tätig, zeigte sich von Musk enttäuscht. Es gehe nicht nur um die Territorien, sondern um die Menschen. Was für Musk Frieden sei, sei für die Ukrainer:innen ein zerstörtes verkrüppeltes Leben, so Scherba.

Er könne nicht glauben, dass Musk so etwas schreibe. Damit würde er einem neuen Hitler den Weg bereiten, so Scherba via Twitter.

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In ein ähnliches Horn stößt Mychajlo Podoljak, seines Zeichens Berater des ukrainischen Präsidentenbüros. Sein „besserer Friedensplan“ beinhalte, dass die Ukraine alle ihre Territorien befreie – inklusive der „annektierten Krim“. Russland dagegen müsse entmilitarisiert werden, auch die Atomwaffen gehörten aus Russland entfernt.

Ukraine will alle Territorien zurück

Damit könne das Land andere nicht mehr bedrohen, so Podoljak. Außerdem müssten Kriegsverbrecher vor ein internationales Tribunal gestellt werden. Bei der entsprechenden Umfrage erhielt Podoljaks Vorschlag 95 Prozent Ja-Stimmen, bei über 115.000 Menschen, die abgestimmt haben.

Der scheidende Botschafter der Ukraine in Deutschland Andrij Melnyk äußerte sich wenig überraschend weniger diplomatisch. Auf Elon Musks Nachschub, dass seine Vorschläge am Ende sehr wahrscheinlich auch dem Ergebnis eines Friedensabkommens entsprechen würden, erklärte Melnyk, das einzige Ergebnis sei, dass kein:e Ukrainer:in jemals wieder einen Tesla kaufen werde.

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