Anzeige
Anzeige
News

Nasa vermutet lebensfreundliche Ozeane auf eisigen Exoplaneten

Auf der Suche nach Leben jenseits unseres Sonnensystems hat die US-Raumfahrt­behörde Nasa Hinweise auf lebensfreundliche Bedingungen auf Exoplaneten gefunden.

2 Min.
Artikel merken
Anzeige
Anzeige
Enceladus-Südpol, aufgenommen von der Cassini-Sonde. (Foto: Nasa / JPL-Caltech / Space Science Institute)

Eine aktuelle Studie der Nasa vermutet unter dem Eis von 17 Exoplaneten lebensfreundliche Ozeane sowie potenziell Geysire, die durch innere Erwärmung angetrieben werden könnten. Offenbar erweitert sich dadurch das Spektrum der Möglichkeiten auf der Suche nach Leben im Universum.

Anzeige
Anzeige

Ozeane und Geysire deuten auf Leben hin

Unter den Eishüllen der von der Nasa identifizierten Exoplaneten, also Welten außerhalb unseres eigenen Sonnensystems, seien Ozeane mit flüssigem Wasser zu erwarten, so die Studie, die kürzlich im Astrophysical Journal veröffentlicht wurde. Wasser aus diesen Ozeanen könnte gelegentlich in Form von Geysiren durch die Eiskruste ausbrechen.

Erstmals haben Forscher:innen dabei das Ausmaß der Geysiraktivität auf Exoplaneten berechnet. Zudem konnten zwei Exoplaneten identifiziert werden, die so nah sind, dass Anzeichen dieser Ausbrüche mit Teleskopen beobachtet werden können.

Anzeige
Anzeige

Schon bislang wurde zu lebensfreundlichen Bedingungen auf Exoplaneten geforscht. Die Suche konzentrierte sich in der Regel jedoch auf Exoplaneten, die sich in der „bewohnbaren Zone“ eines Sterns befinden. Die liegt in einer Entfernung des jeweiligen Sterns, in der die Temperaturen flüssiges Wasser auf der Oberfläche zulassen.

Es sei jedoch möglich, dass selbst ein Exoplanet, der zu weit entfernt und damit zu kalt sei, einen Ozean mit flüssigem Wasser unter einer Eiskruste beherberge. Voraussetzung sei, dass er über eine ausreichende innere Wärme verfüge.

Anzeige
Anzeige

Europa und Enceladus: Beispiele in unserem Sonnensystem

Beispiele dafür gibt es sogar in unserem Sonnensystem. Bislang identifiziert wurde Europa, ein Mond des Jupiters, und Enceladus, ein Mond des Saturns. Auf beiden werden Ozeane unter der Oberfläche vermutet, weil sie durch die Gezeiten, die die Anziehungskraft ihres Planeten und der benachbarten Monde entstehen lässt, aufgeheizt werden.

Solche unter dem Eis und eventuell sogar unter der Oberfläche liegenden Ozeane könnten dann Leben beherbergen, wenn sie über weitere Voraussetzungen verfügen. Dazu gehört eine Form von Beheizung sowie das Vorhandensein von Elementen und Verbindungen, die in biologischen Molekülen vorkommen.

Anzeige
Anzeige

Auch auf unserer Erde können ganze Ökosysteme in völliger Dunkelheit am Boden der Ozeane in der Nähe von hydrothermalen Quellen, die Energie und Nährstoffe liefern, existieren. „Unsere Analysen sagen voraus, dass diese 17 Welten zwar eisbedeckte Oberflächen haben, aber durch den Zerfall radioaktiver Elemente und die Gezeitenkräfte ihrer Wirtssterne genügend innere Wärme erhalten, um innere Ozeane zu unterhalten“, erläutert Studienleiter Lynnae Quick vom Goddard Space Flight Center der Nasa: „Dank der starken inneren Erwärmung, die sie erfahren, könnten alle Planeten in unserer Studie auch kryovulkanische Eruptionen in Form von geysirartigen Ausbrüchen aufweisen.“

Nachweis durch Beobachtung

Für den Nachweis der Geysirausbrüche hat die Nasa ein Modell entwickelt, mit dessen Hilfe geologische Aktivitäten mit Teleskopen erkannt werden können. Dazu muss beobachtet werden, wie der Exoplanet vor seinem Stern vorbeizieht.

Dabei würden bestimmte Farben des Sternenlichts durch Wasserdampf aus den Geysiren gedämpft oder blockiert werden. „Sporadische Entdeckungen von Wasserdampf, bei denen die Menge des entdeckten Wasserdampfs mit der Zeit variiert, würden auf kryovulkanische Eruptionen hindeuten“, so Quick.

Anzeige
Anzeige

Das Wasser könnte auch andere Elemente und Verbindungen enthalten, die Aufschluss darüber geben könnten, ob es Leben beherbergen kann. Da Elemente und Verbindungen Licht in bestimmten signaturartigen Farben absorbieren, würde die Analyse des Sternenlichts den Wissenschaftler:innen ermöglichen, die Zusammensetzung des Geysirs zu bestimmen.

Mehr zu diesem Thema
Fast fertig!

Bitte klicke auf den Link in der Bestätigungsmail, um deine Anmeldung abzuschließen.

Du willst noch weitere Infos zum Newsletter? Jetzt mehr erfahren

Anzeige
Anzeige
Schreib den ersten Kommentar!
Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!
Hallo und herzlich willkommen bei t3n!

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team von mehr als 75 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Schon jetzt und im Namen der gesamten t3n-Crew: vielen Dank für deine Unterstützung! 🙌

Deine t3n-Crew

Anleitung zur Deaktivierung
Artikel merken

Bitte melde dich an, um diesen Artikel in deiner persönlichen Merkliste auf t3n zu speichern.

Jetzt registrieren und merken

Du hast schon einen t3n-Account? Hier anmelden

oder
Auf Mastodon teilen

Gib die URL deiner Mastodon-Instanz ein, um den Artikel zu teilen.

Anzeige
Anzeige