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Neuer Heimspeicher von Solarwatt setzt auf BMW-Batterien

Die gleichen Zellen wie im Mini Cooper sorgen im Heimspeicher von Solarwatt für Strom, auch wenn nicht die Sonne scheint. (Bild: BMW Group)

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Die nächste Speicher-Generation des Photovoltaik-Anbieters zeigt die stärkere Zusammenarbeit mit BMW: Ihre Zellen kommen auch in den Elektroautos aus München zum Einsatz.

Das neue Produkt hört auf den Namen „Battery Flex“ und enthält die gleichen Zellen, die auch im Mini Cooper SE (Test) oder in den Plug-in-Hybriden von BMW den Strom speichern. Dabei handelt es sich um neue Zellen und nicht etwa um gebrauchte im Zuge einer Second-Life-Strategie. Von der hält Solarwatt wenig. Der Zustand gebrauchter Komponenten sei schwer einzuschätzen und auch die Garantiezeit schwierig zu kalkulieren.

Seit 2013 arbeiten das Dresdner Unternehmen und die Motorenwerke zusammen. Zunächst ging es um die Vermittlung von Photovoltaik-Lösungen an BMW-Kunden, nun vertieften die Partner ihre Beziehung. Im Herbst soll Battery Flex zunächst für einphasige Wechselstrom-Netze auf den Markt kommen, im nächsten Jahr liefert Solarwatt eine dreiphasige Version sowie eine Gleichstrom-Hybridlösung nach. Der Vertrieb läuft über Solarwatt-zertifizierte „Premium-Installateure“. Preise nannte das Unternehmen in der Pressemitteilung nicht.

E-Mobilität und Photovoltaik in Kombination sinnvoll

Die Batterien fallen in Relation zu denen in der neuen Generation von Elektroautos (BMW i4, BMW iX) kleiner aus und sind auf hohe Zyklenfestigkeit ausgerichtet. Damit eignen sie sich gut als Zwischenspeicher von Photovoltaik-Anlagen (PV-Anlagen). Herkömmliche Haushalte verbrauchen eher morgens und abends viel Strom, während PV-Anlagen aufgrund der Sonneneinstrahlung um die Mittags- und Nachmittagszeit am meisten Energie erzeugen. Mit der Speicherung steige die Eigenverbrauchsquote auf bis zu 80 Prozent, „was die Energiekosten im Haushalt und damit den Co2-Ausstoss besonders deutlich reduziert“, schreibt Solarwatt. Geschäftsführer Detlev Neuhaus betont: „E-Mobility und Photovoltaik gehören einfach untrennbar zusammen.“ Nur wenn viele Elektroautos mit regenerativem Strom geladen würden, mache der Wechsel zur Elektromobilität ökonomisch und ökologisch überhaupt Sinn.

Auch interessant: So wollen Tesla und Co. Kobalt aus den Batterien für Elektroautos verbannen 

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Flexibler Hauptspeicher mit bis zu 240 Kilowattstunden

Den Heimspeicher hat Solarwatt modular aufgebaut, sodass man ihn an die Leistung der PV-Anlage anpassen kann. Er besitzt eine Kapazität zwischen 4,8 und 240 Kilowattstunden. Laut Hersteller lässt er sich sowohl in Gleich- als auch im Wechselstromkreisläufe einbinden. Er eignet sich somit auch zur Nachrüstung bestehender Anlagen. Die Module selbst wiegen unter 25 Kilogramm. Eine Installation sei so auch für einen Einzelnen möglich, betont das Dresdner Unternehmen. Tiefergehende technische Details, etwa zur Kompatibilität mit den Wechselrichtern auf dem Markt, gab es noch nicht. Über die optionale Steuereinheit „Solarwatt Manager Flex“ lässt sich das Energiemanagement intelligent steuern und somit die Energieflüsse optimieren. Sie übernimmt auch das optimierte Laden von Elektroautos.

Zwischenspeicher aus nachhaltiger Quelle

BMW gibt an, bei der Batterieentwicklung neben Energiedichte und -effzienz besonders auf Nachhaltigkeit zu achten. „Wir legen großen Wert darauf, dass in unseren Lieferketten alle Umwelt- und Sozialstandards eingehalten werden“, sagt Eric Hamm, Leiter der Abteilung Antriebssysteme für Industriekunden und Remanufacturing. BMW kauft etwa Kobalt bei zertifizierten Quellen in Australien und Mexico, statt aus umstrittenen Abbaugebieten in Afrika. Stefan Quandt, Sproß der berühmten BMW-Familie und Hauptanteilseigner bei Solarwatt, bestätigt, auch in dem Dresdner Unternehmen setze man in diesen Punkten hohe Standards.

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