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Neuer Intel-Boss nennt Apple ein „Lifestyle-Unternehmen“ und will bessere CPU liefern

Intels neuer Chef, Pat Gelsinger, tritt seinen Posten erst im Februar an. Schon jetzt bereitet er das Unternehmen auf einen Kampf gegen die „Lifestyle-Company“ Apple und ihre Apple-Silicon-Prozessor-Familie vor.

2 Min.
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Intel-Logo. (Foto: JHVEPhoto / Shutterstock)

Der frisch ernannte Intel-CEO Pat Gelsinger hat vor seinem Amtsantritt Mitte Februar das Unternehmen in einem All-Hands-Meeting kämpferisch auf eine neue Ära eingeschworen. Vor allem Apple hatte der neue Chef dabei im Visier: „Wir müssen bessere Produkte für das PC-Ökosystem liefern als alles, was eine Lifestyle-Firma aus Cupertino herstellt“, soll Gelsinger den Intel-Mitarbeitern am Standort in Oregon gesagt haben. „Wir müssen in Zukunft so gut sein.“

Intels neuer CEO Gelsinger macht intern Wind gegen Apple

Intels neuer CEO Pat Gelsinger. (Foto: Intel)

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Mit der „Lifestyle-Firma aus Cupertino“ meint Gelsinger im internen Mitarbeiter-Meeting offensichtlich Apple. Der iPhone-Bauer hatte nach 15 Jahren Intel-Macs im Sommer 2020 die Abkehr vom langjährigen Partner angekündigt und im November die ersten Macs mit eigenen ARM-Prozessoren vorgestellt. Apple-Chef Tim Cook nannte den Umstieg auf die eigene Architektur einen historischen Moment für den Mac. Der Wechsel auf die eigenen Chips verlief bislang überwiegend reibungslos, die neuen Macbooks Air und Pro (Test) und der Mac Mini auf Basis des M1-Chips liefern eine ausgezeichnete Performance gepaart mit einer ausgezeichneten Akkulaufzeit im Vergleich zu den Intel-basierten Rechnern mit macOS.

Aber Apple ist nicht Intels einziger Mitbewerber am Markt: Auch AMD ist dem Prozessorhersteller auf den Fersen. Erst kürzlich kündigte das Unternehmen mit dem Ryzen 5000 einen äußerst performanten Notebook-Prozessor an, im Gamingbereich hat AMD schon länger die Nase vorn.

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Dass die Mitbewerber den Chipriesen überholen konnten, hat unter anderem damit zu tun, dass Intel in den letzten Jahren mit einigen Problemen bei der Chipentwicklung zu kämpfen hatte. Sie führten etwa dazu, dass die Fertigung von Prozessoren im Zehn-Nanometer-Verfahren immer wieder verschoben werden musste. Ferner musste der Halbleiterhersteller seine Sieben-Nanometer-Prozessoren mindestens bis 2022 aufschieben. Um wieder konkurrenzfähig zu werden, spielt Intel mit dem Gedanken, die Produktion auszulagern.

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Intel-Chef Gelsinger: Eigene Fertigung ist „Stärke und Seele des Unternehmens“

Diese Entscheidung hatte Intel für diese Woche geplant, sie wurde laut dem Bericht von The Oregonian (via The Verge) jedoch verlegt, um sie Gelsinger zu überlassen. Derweil befindet Intel sich einem Bericht von Bloomberg zufolge bereits in Gesprächen mit Samsung Foundry und dem Auftragsfertiger TSMC, an die ein Teil der Produktion ausgelagert werden könnte, um Chips im Sieben-Nanometer-Verfahren setzen zu können.

Zuletzt hieß es jedoch, dass weder Samsung noch TSMC die Kapazitäten besäßen, um den Großteil an Chips für Intel zu fertigen. Alternativ könnte Intel die Verfahren von Samsung oder TSMC lizenzieren, um die eigenen Anlagen entsprechend umzurüsten. Aus der Sicht von Analysten könnte Intel durch die Auslagerung der eigenen CPU-Fertigung flexibler werden und sich auf seine Chipdesigns konzentrieren. Mitbewerber wie Apple, AMD, Qualcomm oder Mediatek verfahren bereits so bei der Chipproduktion.

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Eine potenzielle Auslagerung der Produktion dürfte indes nur eine Übergangslösung sein, denn Gelsinger hält die eigenen Fertigungsanlagen für die „Stärke und Seele des Unternehmens“. Um wieder zu alter Stärke zu finden, müsse Intel sein Geschäftsmodell verändern, gesteht er gegenüber dem Oregonian ein.

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