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Nothing Ear Stick im Test: Ohrstöpsel im stylischen Case für Airpods-Fans

Das Tech-Startup Nothing hat mit den True-Wireless-Ohrstöpseln eine Art Airpods für Android im Portfolio. Im Test hinterließen sie einen soliden Eindruck, sie dürften aber vor allem Nutzer:innen ansprechen, die ein Modell ohne ANC und mit halboffenem Design suchen.

6 Min. Lesezeit
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Nothing Ear Stick im Test. (Foto: t3n)

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Das dritte Produkt aus dem Hause Nothing sind nach den Ohrstöpseln Ear 1 und dem Smartphone Phone 1 wieder ein Paar Ohrstöpsel. Sie zeichnen sich neben ihrem mit Teenage-Engineering entworfenen transparenten Äußeren mit Blick auf die Elektronik durch ein außergewöhnliches Case in Lippenstiftform aus, das sich exzellent zum Rumspielen während Videocalls nutzen lässt.

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Durch ihr halboffenes Design, wie Apple es etwa bei seinen Airpods einsetzt, dürften sie nicht allen zusagen und auch nicht in allen Ohren gleich gut sitzen.

Nothing Ear Stick: Halboffenes Design ohne ANC

Bei den Ear Sticks setzt Nothing seine markante Designsprache fort: Die Ohrstöpsel erinnern optisch an die Ear 1, den Sticks fehlen aber die Silikonstöpsel, die zum einen für einen festeren Sitz im Ohr sorgen. Zum anderen tragen sie auch zu einer passiven Geräuschunterdrückung bei.

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Die Nothing Ear Sticks. (Foto: t3n)

Die Ear Sticks besitzen durch ihre halboffene Konstruktion absichtlich keine Art der Geräuschunterdrückung. Ähnlich wie Apples Airpods lassen sie sämtliche Umgebungsräusche ins Ohr, sodass mit ihnen etwa in belebter Umgebung kaum noch Musik geschweige denn Podcasts gehört werden können.

Bei Musik sind die äußeren Geräuschfaktoren zwar weniger störend, bei Inhalten, bei denen jedes Wort wichtig ist, wie bei Pocdcasts, Hörbüchern oder ähnlichem, verliert ihr jedoch rasch den Kontext.

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In Büroumgebungen, zuhause oder einem Ort, wo es ruhiger ist, könnt ihr die Ear Sticks ohne Probleme nutzen. Sie eignen sich letztlich besonders für Nutzer:innen, die etwas von ihrer Umgebung mitbekommen wollen oder müssen – etwa, um sich mit Kolleg:innen auszutauschen. Für Reisen im Flugzeug oder der Bahn, wo ihr euch von der Außenwelt abschotten wollt oder unterwegs arbeitet, sind sie indes weniger geeignet.

Für ihren Preis von knapp 120 Euro liefern sie immerhin einen durchaus guten Sound ab, wobei durch das offene Design weniger Bass ins Ohr gelangt. Per Equalizer in der Nothing-X-Smartphone-App lässt sich zwar ein wenig mehr Bass nachlegen, das hilft aber nur ein wenig.

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Nothing Ear Stick im Test. (Foto: t3n)

Allgemein liefern die Ear Sticks mit ihren 12,6 Millimeter großen Treibern dennoch einen recht ausgewogenen Klang mit definierten Mitten und detailreichen Höhen. Ihr könnt bei den Ohrstöpseln jedoch keine Klangqualität wie bei B&Os EX, Googles Pixel Buds Pro oder Sennheisers Momentum TW3 erwarten. Diese bieten dank ANC und Silikonaufsätzen zudem einen immersiveren Sound. Sie unterstützen lediglich die Codecs AAC und SBC.

Der Klang der Ohrstöpsel überzeugt ebenso beim Telefonieren oder bei Videocalls: Von Gesprächspartner:innen wird man klar und deutlich verstanden. Für eine gute Telefoniequalität nutzt der Hersteller die sogenannte „Clear Voice“-Technologie, die mit drei Mikrofonen zusammenspielt.

Wie versprochen ist die Signalstabilität des Ear Stick außerdem nicht zu verachten. Auch aus etwas größerer Entfernung wird das Bluetooth-5.2-Signal mit ausreichend Stärke empfangen, was unter anderem wohl auch an der weiter unten am Stiel der Ohrstöpsel angebrachten Antenne liegen dürfte.

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Nothing Ear Sticks sitzen je nach Ohr bequem und fest

Der Tragekomfort der nur 4,4 Gramm leichten Ohrstöpsel ist durchaus hoch, wobei die halboffene Form nicht in jedes Ohr passen dürfte. Zwar sagt Nothing, man habe die Stöpselform mithilfe von über 100 Ohrformen designt, sodass sie möglichst allen passen sollten. Wie bei Apples Airpods ist das aber leider nicht der Fall.

Bei mir sitzen sie immerhin sehr gut im Ohr, sie sind sogar so fest, dass ich damit eine Runde joggen gehen kann, ohne sie auf halber Strecke verliere. Dank ihres halboffenen Designs und des geringen Gewichts kann es durchaus vorkommen, dass ich vergesse, sie überhaupt zu tragen. Das liegt aber auch daran, dass ich während des Tragens so ziemlich jedes Außengeräusch vernehme.

Für den Sport sind sie laut Nothing sogar unter anderem entwickelt worden. Entsprechend sind sie nach Schutzart IP54 gegen Staub und Feuchtigkeit geschützt, sodass sie eine Ladung Schweiß vertragen können.

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Nothing Ear Stick: „Der Stick“

Schutzcase und Gadget zugleich – der Namenesgebende „Stick“ der Ear-Stick-Stöpsel. (Foto: t3n)

Spielerei und Design-Akzent zugleich ist das zylindrische Transportcase, durch das die Ear Sticks überhaupt ihren Namen erhalten haben. Im Case, das durchaus an einen Lippenstift erinnert, könnt ihr die Hörstöpsel nicht nur transportieren, sondern auch aufladen.

Der Akku des Cases liefert zusätzlich zu den gut sieben Stunden der Ohrstöpsel, die durchaus realistisch sind, insgesamt 29 Stunden Laufzeit. Auch die Ladezeit von zehn Minuten für zwei weitere Stunden Hörgenuss sind realitätsnah.

Das Case kann leider nur per USB-C-Kabel beladen werden, induktives Laden wird nicht unterstützt.

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Nothing Ear Stick mit der Nothing-X-App. (Foto: t3n)

Das Case dient wie die Transporthülle der Ear 1 nicht nur für den Schutz und zusätzliche Energie der Ohrstöpsel, es lädt auch zum Herumspielen ein. Der Drehmechanismus zum Öffnen und Schließen schnappt bei jeder halben Drehung spürbar ein.

Fraglich ist indes, wie lange der Kunststoff der Schutzhülle so schick und transparent bleibt – das wird jedoch nur ein Langzeittest zeigen. Denn das Case sammelt recht leicht kleine Kratzer und, zum Beispiel in der Hosentasche, auch Staub ein.

Nothing Ear Stick: Steuerung und App

Für die Interaktion mit den Ear-Stick-Stöpseln hat Nothing sich etwas anderes als beim Ear 1 ausgedacht. Statt an der Außenseite zu tappen, muss für die Steuerung am Stiel gedrückt werden. Eine recht ähnliche Bedienung hatte Huawei bei seinen Freebuds Pro eingesetzt.

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Drückt ihr den Stiel einmal zusammen, könnt ihr entweder die Wiedergabe starten oder pausieren, ein längerer Druck auf den rechten Stiel erhöht die Lautstärke, drückt ihr links, dann reduziert ihr sie.

Durch zwei- oder dreimaliges Drücken auf den Steg könnt ihr einen Track vor- oder zurückspringen. Nehmt ihr einen der Stöpsel heraus, wird die Musik pausiert. Beim Einstöpseln wird die Wiedergabe fortgesetzt.

Mit Android-Geräten können die Nothing Ear Sticks bequem und schnell per Googles Fast-Pair gekoppelt werden. Der Wechsel einmalig gekoppelter Geräte geht schnell und mit einem Tap in den jeweiligen Bluetooth-Einstellungen vonstatten. Multi-Point-Bluetooth unterstützen sie nicht.

Ein Blick in die Nothing-X-App. (Screenshots: t3n)

In der Nothing-X-App wird neben der Akkuladung der Stöpsel und des Ladecases auch die Belegung der Druckgesten angezeigt. Diese könnt ihr bei Bedarf auch selbst beschränkt neu konfigurieren.

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Ein Blick in die Nothing-X-App. (Screenshots: t3n)

Auch der erwähnte Equlizer ist hier zu finden, in dem ihr entweder aus vorgeschlagenen Einstellungen wählen oder den Sound nach eigenen Vorstellungen anpassen könnt. Beim Nothing Phone 1 ist die App gewissermaßen in das System integriert. Das kennen wir etwa auch von Googles Pixel Buds.

Fazit: Nothing Ear Stick – stylisch und gut, aber …

Nothings Ear Sticks können als Ergänzung, aber nicht als Ersatz für die Ear 1 betrachtet werden. Der Hersteller spricht mit ihnen eine gänzlich andere Zielgruppe an: Sie sind letztlich für Nutzer:innen, die mit Ohren abdichtenden ANC-Ohrstöpseln und Silikonaufsätzen nichts anfangen können und lieber mitbekommen wollen, was um sie herum passiert.

Die Nothing Ear Sticks – sind gut, dürften aber nicht allen zusagen. (Foto: t3n)

Für den Musik- oder Podcast-Genuss in trubeligen und öffentlichen Umgebungen, etwa beim Pendeln im ÖPNV, sind sie weniger gemacht. Stattdessen eignen sie sich eher für das (Home-)Office oder ruhige Joggingstrecken.

Allgemein muten die Ear Sticks unter anderem wegen der Steuerung, des guten Klangs und einer soliden Software weitgehend rund an, wobei sie wegen der fehlenden ANC-Funktion keine Lösung für mich sind. Müssen sie letztlich aber auch nicht sein, sie werden sicherlich ihre Abnehmer im Android-Kosmos finden. Apples Airpods mit dem gleichen halboffenen Design haben schließlich auch ihre Fanbase.

Der Preis von 119 Euro dürfte für manche als eine Nuance zu hoch angesehen werden, da der Markt in dieser Preisliga hart umkämpft ist. Schließlich bietet Google seine Pixel Buds A (Test), Sennheiser die CX Plus* und Jabra seine Elite 3 für nur knapp 80 Euro an. Allesamt besitzen sie jedoch Silikonaufsätze, sodass der Vergleich ein wenig hinkt.

Mit Ankündigung der Ear Sticks hat Nothing seine Ear 1 um 50 Prozent im Preis erhöht, was aus unserer Sicht etwa unglücklich getimed war. 150 Euro anstelle der bisherigen 99 Euro sind ein großer Preissprung – immerhin bietet Amazon die ANC-Ohrstöpsel immer noch zum alten Preis* an. Allerdings munkelt man, dass Nothing schon bald einen Nachfolger ins Rennen schicken könnte.

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