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Opensea: Kunst und Kitsch shoppen auf dem größten NFT-Marktplatz

Wer NFT kaufen möchte, kommt kaum an Opensea vorbei. Der Marktplatz für Non-Fungible Token gilt als der weltweit größte Player im Blockchain-Handel. Wir erklären, was es mit der Plattform auf sich hat und wie sie effektiv genutzt werden kann.

8 Min. Lesezeit
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NFT in Opensea. (Foto: Proxima Studio/Shutterstock.com)

Opensea auf einen Blick

  • Koryphäe: Opensea ist der weltweit größte und älteste Marktplatz für den Kauf und Verkauf von NFT und basiert auf der Ethereum-Blockchain.
  • Global Player: Seit dem NFT-Erfolgsjahr 2021 liegt der Wert des amerikanischen Unternehmens bei 13,3 Milliarden US-Dollar.
  • Qual der Wahl: Das NFT-Angebot bei Opensea ist riesig. Von Bildern und Grafiken über Animationen und 3D-Objekte bis hin zu Metaverse-Grundstücken ist wohl für jede:n das passende NFT dabei.
  • Kosten: Das Erstellen von NFT ist kostenlos, jedoch fallen bei Transaktionen Gasgebühren für die Ethereum-Blockchain an.

Seit einiger Zeit sorgen NFT und Blockchain für Aufsehen und  Hype. Einzigartige virtuelle Kunst – Non-Fungible Token mausern sich zu den Mona Lisas unserer Zeit – jedenfalls für alle, die vom Prinzip NFT überzeugt sind. Gehandelt werden die Kunstwerke und einmaligen Sammelobjekte auf digitalen Marktplätzen, der weltweit größte ist Opensea. Die Plattform gehört zu den wichtigsten Handelsplätzen im NFT-Game. 

Was ist Opensea?

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Vom Transaktionsvolumen ausgehend, ist Opensea nicht allein der älteste, sondern auch größte und wahrscheinlich bekannteste Marketplace für NFT. Seit seiner Gründung im Jahr 2017 durch die Unternehmer Devin Finzer und Alex Atallah wuchs der Wert des amerikanischen Kryptounternehmens stetig an – seit dem NFT-Boom-Jahr 2021 liegt die Unternehmensbewertung bei 13,3 Milliarden Dollar.

Opensea ist ein dezentralisierter NFT-Marktplatz, der auf der Ethereum-Blockchain basiert. Die schnelle NFT- und Blockchain-Nachhilfe gibt es hier. NFT-Künstler:innen und Creators können über die Plattform NFT erstellen und diese zum Verkauf anbieten – über offen abgehaltene Auktionen, Festpreisangebote oder individuelle Preisvorschläge. Pro Transaktion streicht Opensea dabei 2,5 Prozent Provision bei Kaufenden sowie Verkaufenden ein. Gehandelt wird standardmäßig mit der etablierten Kryptowährung Ether (kurz: ETH), Opensea akzeptiert jedoch über 200 weitere (Krypto-)Zahlungsmittel, unter anderem Dai, Mana oder USDC. Auch eine Solana-Integration soll es künftig geben.

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Über die Moonpay-App können Nutzer:innen seit April 2022 auch Fiat-Währungen wie Visa, Mastercard, Apple Pay oder American Express als Zahlungsoption nutzen, berichtet Blockchainwelt. Damit soll auch Nicht-Krypto-Natives der Zugang zum NFT-Markt geöffnet werden.

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Opensea: Der nach eigenen Angaben größte NFT-Marktplatz der Welt. (Screenshot: t3n/Opensea)

Opensea gilt nicht umsonst als der größte NFT-Marktplatz – das Non-Fungible-Token-Angebot der Plattform ist riesig. Neben Krypto-Kunst finden sich beispielsweise auch Musik, digitale Sammelkarten, Spielecharaktere oder gar ganze virtuelle Landschaften sowie Metaverse-Grundstücke in der Opensea-Warenauslage. In Zahlen sind das über vier Millionen NFT in über 200 digitalen Assets. Damit nimmt Opensea wohl völlig zu Recht seinen Spitzenplatz in der Riege der Metaverse-Giganten ein.

Wie verwende ich Opensea?

Den Opensea-NFT-Marktplatz können Interessierte entweder als Käufer:innen und Trader:innen oder als Verkäufer:innen und Creators nutzen. Grundvoraussetzung, um bei Opensea in NFT-Transaktionen mitzumischen, ist der Besitz eines dezentralen Ethereum-Wallets, welches mit der Plattform verbunden wird (über den Abschnitt „Mein Profil“).

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In den digitalen Geldbörsen werden, wie bei einer echten Brieftasche, gekaufte oder durch Verkäufe erworbene Kryptowährungen aufbewahrt. Opensea bietet Nutzenden eine ganze Reihe an Wallets an, die zur Eröffnung einer digitalen Brieftasche genutzt werden können. Diese sind in den meisten Fällen in Form sogenannter Hot Wallets kostenlos. Besonders beliebt ist hierbei das Metamask-Wallet. 

Das vorhandene NFT-Angebot lässt sich auch bereits vorab ohne vorhandenes Kapital oder Wallet einsehen. Empfehlungsfunktionen und Filter helfen Nutzenden beim Stöbern. Zudem verifiziert Opensea Händler:innenprofile mittels des bekannten blauen Häkchens. Damit es nach der Anmeldung nicht bloß beim unbefriedigenden reinen Schaufensterbummel bleibt, sollte das Wallet verständlicherweise mit einem entsprechenden Zahlungsmittel gefüllt sein.

Wie kaufe ich auf Opensea NFT?

Transaktionen laufen bei Opensea über das Ebay-Prinzip ab: NFT werden entweder über einen festen Preis angeboten oder zur Auktion freigegeben. Zudem fallen auch bei Opensea Gebühren beim Kauf oder Verkauf von Objekten – jeweils 2,5 Prozent – sowie eventuelle Lizenzgebühren und Gebühren für durch das Krypro-Minen verbrauchtes Gas an. Dies sollte bei jeder Transaktion beachtet werden.

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So kauft ihr NFT auf Opensea über den Festpreis:

  1. Findet das Objekt eurer Begierde und erstellt, wenn noch nicht vorhanden, ein Krypto-Wallet eurer Wahl.
  2. Stellt sicher, dass im Wallet genügend Budget für den Kauf vorhanden ist.
  3. Verbindet das Wallet mit Opensea.
  4. Klickt auf „Buy Now“ und bestätigt die Transaktion.
  5. Das NFT wird nun in der Sammlung in eurem Wallet gespeichert.

Ähnlich einfach können NFT per Auktion erworben werden:

  1. Auch hier gilt: Trefft eine Auswahl, erstellt und verbindet ein Wallet mit genügend Budget.
  2. Klickt auf den Button „Make an offer“ und werft noch einen Blick in die Details der Sammlung.
  3. Wählt die Währung aus, mit der die Transaktion abgeschlossen werden soll, und gebt euer Gebot ab.
  4. Bestätigt die Transaktion.
  5. Der Status der Auktion kann nun im Wallet eingesehen werden.

Wichtig für den Kauf von NFT über den Auktionsweg: Macht ihr dem Creator ein neues Preisangebot, muss dieses um mindestens fünf Prozent über dem zuvor abgegebenen Gebot liegen.

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Wie erstelle ich auf Opensea ein NFT?

Natürlich sollte zunächst überhaupt ein digitales (Kunst-)Werk vorhanden sein, das über Opensea an den Menschen gebracht werden kann. Das versteht sich vermutlich aber von selbst. Davon einmal abgesehen ist die Erstellung eines NFT kein wirkliches Hexenwerk und erfordert wie der Kauf nur wenige Klicks. Zudem ist auch für diesen Vorgang das Vorhandensein eines digitalen Wallets Grundvoraussetzung.

Nachdem sich der künstlerische Freigeist also ordentlich ausgetobt hat, gehen Creators und solche, die es werden wollen, wie folgt vor:

  1. Klickt nach der Anmeldung bei Opensea über euer verbundenes Krypto-Wallet auf die Schaltfläche „Create“ (oben rechts in der Menüleiste).
  2. Nun kann der digitale Content hochgeladen werden. Dabei stehen insgesamt 15 Dateitypen zur Wahl – von Bildern und Grafiken über Audiodateien und 3D-Objekte bis hin zu Videoinhalten. Die maximale Dateigröße beträgt 100 Megabyte.
  3. Gebt eurem neuen NFT einen Namen. Achtung: Dieser kann im Nachhinein nicht mehr geändert werden. Wählt also weise.
  4. Für weitere Informationen kann ein zusätzlicher Link  – beispielsweise für die eigene Website – eingefügt und der Token einer Sammlung zugeordnet werden.
  5. Legt über „Supply“ fest, ob es sich beim neuen NFT um ein Unikat (1 Edition) oder mehrere Editions (Limited Edition) handeln soll.
  6. Wählt die gewünschte Blockchain (üblicherweise Ethereum) aus.
  7. Klickt auf „Create“, folgt den weiteren Anweisungen und zahlt abschließend den Betrag für die anfallenden Gasgebühren beim Erstellen eines NFT.

Sollen Transaktionen über den Auktionsweg vonstattengehen, ist es zudem wichtig, die ETH-Währung in die WETH (Wrapped Ethereum) umzuwandeln.

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Wie verkaufe ich ein NFT auf Opensea?

Auch beim Verkauf von NFT auf Opensea gilt: Ohne Wallet keine Transaktion. Da auch beim Verkauf Servicegebühren von 2,5 Prozent erhoben werden, sollten ein paar Groschen ETH oder der Lieblingswährung im Wallet herumpurzeln. 

Über das Profil geht’s zur Übersicht aller erstellten NFT, über „Sell“ lässt sich für das gewünschte Objekt die Schaltfläche für den Verkauf öffnen. Für Creators bieten sich nun mehrere Möglichkeiten, ihre NFT an Sammelnde zu bringen: Zum einen lassen sich NFT für einen Fixpreis einstellen, zum anderen kann der Verkauf über den Auktionsweg erfolgen. Hierbei stellt sich dann nur noch die Frage des Auktionstyps, nämlich „Holländische“ oder „englische“ Auktion. Zudem können NFT einzeln oder als Bündel beziehungsweise Sammlung angeboten werden.

„Englische Auktion“

Das Prinzip der „englischen Auktion“ dürfte den meisten bekannt sein: Verkaufende nennen einen Startpreis, Interessent:innen versuchen, sich bis zum Auslaufen des Angebots gegenseitig zu überbieten. Das höchste Gebot gewinnt – das ist auch bei Opensea nicht anders. Beim Erstellen des Angebots reicht ein Klick auf „Highest Bid“, im Anschluss werden die gewünschten Parameter der Auktion angegeben.

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„Holländische Auktion“

Bei dieser Auktionsform werden ein Start- sowie ein niedrigerer Endpreis angegeben. Über den eingestellten Zeitraum der Auktion senkt sich der Preis gleichmäßig ab und nähert sich dem angegebenen Endpreis.

Das hört sich schräg an, hat jedoch gute taktische Vorteile: Interessent:innen werden auf diese Weise unter Druck gesetzt, möglichst bald zuzuschlagen – schließlich könnte bereits bei der nächsten Preissenkung jemand anderes das Rennen machen.

Ist Opensea kostenlos?

Jein. Die Nutzung selbst, das Erstellen und Verbinden eines Wallets – sofern es sich dabei um ein Hot Wallet handelt – und das Erstellen von NFT sind grundsätzlich kostenlos. Für jede Transaktion, sei es der Kauf oder der Verkauf von NFT, fallen hingegen Gasgebühren in Höhe von 2,5 Prozent des Endpreises an.

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Die Höhe des Gaspreises ist dabei schwankend und kann von Tag zu Tag variieren. Wie viel Gwei, die kleinste Ether-Einheit (ähnlich wie Cents), pro verbrauchtem Gas anfallen, lässt sich über diesen Tracker verfolgen.

Die Nachteile von Opensea

Auch beim NFT-Riesen Opensea ist nicht alles Gold, was glänzt. Der größte Token-Marktplatz der Welt ist gegen Abers nicht immun – und die gilt es zumindest zu kennen, will man in den NFT-Handel einsteigen.

Generell ist ein Investment in NFT immer auch ein Spiel mit dem Feuer – oder vielmehr mit dem Verlust. Denn anders, als beispielsweise beim Aktienhandel, bestimmen im NFT-Handel nicht wirtschaftliche (und kalkulierbarere) Entwicklungen den Wert eines Token, sondern allein die Nachfrage. Ist diese hoch, kann der Preis eines NFT durch die Decke gehen.

Gegenteilig ist bei geringer Nachfrage der Weg zum Totalverlust recht kurz. Zudem ist nicht klar, wie lange der Hype um NFT anhalten wird oder ob sich der Trend sogar in eine Talfahrt bewegen könnte. Beim Kauf und Spekulieren über NFT besteht demnach immer ein gewisses Grundrisiko, das Anlegenden bewusst sein sollte. Hier wird nicht in physisch greifbare Gegenstände oder messbare Unternehmenswerte investiert, sondern in allein in der digitalen Welt existierende, subjektiv über Wert verfügende digitale Objekte.

Opensea lässt darüber hinaus auch durch negative Schlagzeilen von sich hören: Immer wieder wird die Plattform Ziel von Phishing-Angriffen, auch Scam-Vorwürfe häufen sich. So wird beispielsweise bei einigen Token die Nachfrage durch Scams künstlich nach oben getrieben, um den Wert der digitalen Werke zu steigern und mehr Kauffreudige anzulocken. Ein spezieller Support soll Scammern nun einen Riegel vorschieben.

Zu guter Letzt sollte auch gesagt sein: Einen Preis für Nachhaltigkeit gewinnt man mit NFT nicht. Der Mining-Prozess zur Herstellung von Kryptowährungen wie Ethereum erfordert ein hohes Maß an Rechenleistung und sorgt damit für einen beachtlichen Ausstoß an Emissionen. Schon lange stehen digitale Währungen – und damit auch Plattformen wie Opensea, die auf diesen basieren – aufgrund der Umweltbelastungen durch verursachte Treibhausgase in der Kritik.

Alternativen zu Opensea

Opensea ist der (nach eigenen Angaben) weltweit größte Marktplatz für NFT. Doch auch andere Plattformen haben sich in der Welt der NFT einen Namen gemacht und können für Anlegende ernsthafte Alternativen zum Marktführer Opensea sein. Die Marktplätze basieren zum Teil auf unterschiedlichen Ansätzen und auch Zielpublikum und NFT-Angebot können, wie beispielsweise bei der Fantasy-Football-Plattform Sorare, mehr oder weniger differenziert sein. Welcher Dienst sich für das eigene Vorhaben am besten eignet, liegt ganz im eigenen Ermessen.

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